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Der Spannungsbogen

Um in einem guten Buch die Spannung über mehrere hundert Seiten immer weiter auszubauen, braucht meine Geschichte einen guten Spannungsbogen. Doch wie kriegt man den hin? Im dritten Teil meines Videoprojekts zeige ich, wie man einen Plot dramatisiert und dafür sorgt, dass er einen guten Spannungsbogen bekommt.

Wie eine Geschichte einen guten Spannungsbogen bekommt

Die meisten AutorInnen haben mit Anfang und Ende ihrer Geschichte kein Problem: Sie finden einen guten Einstieg und einen spannenden Schluss. Schwieriger ist es in der Mitte: Wie schafft man es, über mehrere hundert Seiten die Spannung immer weiter auszubauen und aufrechtzuerhalten? Wie man einen guten Spannungsbogen entwickelt, darüber spreche ich in der 3. Folge meines Videoprojekts: Wie schreibt man ein gutes Buch? In meinem Videoblog gebe ich gut strukturiert und unterhaltsam einen ersten Einblick in die wichtigsten Themen rund ums Romaneschreiben.

Dr. Anette Huesmann ist Autorin, Dozentin für Kreatives Schreiben und Sprachwissenschaftlerin. Sie leitet Workshops zum Kreativen Schreiben, schreibt Bücher und berät (angehende) AutorInnen. Hier finden Sie die aktuellen Schreibkurse und hier erfahren Sie mehr über ihr Beratungsangebot.
  1. Claudia Antworten

    Ich hätte eine Frage zu der grafischen Darstellung des Spannungsbogens. Ist die gedrittelte Einteilung der Akte auf der X-Achse gleich zu setzen mit der Länge dieser? Oder ist dass Zufall? Gibt es eine Faustformel, wie lang die drei Akte im Verhältnis zur Länge der Gesamtgeschichte ein sollten?

    Vielen Dank im Voraus, ich bin gespannt auf Ihre Antwort.

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Claudia,

      dazu gibt es unterschiedliche Meinungen. Viele sehen einen Dreiakter wirklich als gleichmäßige Aufteilung, das heißt, bei einem Buch mit 300 Seiten sind etwa die ersten 100 Seiten der 1. Akt, die folgenden 100 Seiten der 2. Akt und die letzten 100 Seiten der 3. Akt.

      Im Bereich Drehbuch wiederum ist die Ansicht weit verbreitet, dass der 2. Akt etwa die doppelte Länge vom 1. und 3. Akt hat – das wäre rein rechnerisch eine Vierteilung: erstes Viertel 1. Akt, zweites und drittes Viertel 2. Akt, letztes Viertel 3. Akt.

      Ich persönlich ziehe es vor, das Ganze etwas lockerer zu sehen. Das heißt, ganz grob eine Dreiteilung, aber die drei Teile dürfen unterschiedliche Länge haben. Auch das sollte man nicht überstrapazieren: Wenn der 1. Akt nur 20 Seiten umfasst, der 2. Akt 200 Seiten und der 3. Akt 30 Seiten, dann ist von einer Dreiteilung natürlich nicht mehr die Rede. Das Ziel des Dreiakters ist es ja, dass die Spannungselemente im Gesamtwerk einigermaßen verteilt sind.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  2. Klaus Jörgen Lachmann Antworten

    Ich Klaus geb. 1952 bin nach 2 mal sitzenbleiben mit fast ausschließlich fünften (sechsen hatten wir nicht) aus der sechsten Klasse aus der Schule entlassen worden, obwohl ich im Kopf Mathematikaufgaben gelöst habe wo die Lehrer sagten das ist unmöglich. ich habe einen Job als Bauhilfsarbeiter gemacht und später einen Teilberuf gehabt, ich habe dann bei Prüfungen gemerkt wie Teilfacharbeiter, Berechtigungsscheine für verschiedene Maschinen oder auch Fahrerlaubnis dass ich immer als bester aller Teilnehmer abgeschnitten habe. Ich bin auch sehr belesen seit meiner Kindheit, ich habe mich immer erst in der Welt der Bücher wohlgefühlt. Heute weiß ich durch meinen Sohn das ich wie er auch an ADS leide, bei Ihm wurde das aber gemerkt und er hat vor 3 Jahren sein Informatiker Diplom mit 1.0 gemacht und ist in der Medizin Forschung tätig. Ich bin ein Stasi opfer mit Haft denn ich habe für Menschenrechte gekämpft und würde gerne mein Leben öffentlich machen obwohl ich gerade durch das verfolgt sein nichts erreichen konnte, nach der Wende war ich dann 10 Jahre im Computer und Druckerbereich selbständig.
    Wenn ich das aber schreiben will komme ich immer wieder auf schon gelesene Bücher zurück, wie bei einer erdachten Melodie welche dann schon ein bekannter Schlager ist. Gibt es da Wege?

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Herr Lachmann,

      es kommt immer darauf an, was man daraus macht. Was ich damit meine, kann ich am besten am Beispiel der Liebesgeschichten erläutern: Die Liebe ist so alt wie die Menschheit. Seit Jahrhunderten sind unzählige Liebesgeschichten entstanden. Und jede ist für sich einzigartig. Weil jeder Mensch eine Geschichte anders erzählt oder anderes erlebt. Der eigene Blick auf die Dinge ist das Besondere. Deshalb lohnt es sich auch, Geschichten aufzuschreiben, die es so oder ähnlich schon gibt – keine Geschichte ist wirklich wie die andere, alle sind ganz individuell, mit eigenen Gedanken, eigenen Worten, im eigenen Stil geschrieben.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  3. rose Antworten

    Na ja, alles schoen und gut.
    Aber ehrlich… das viele „rumgewuschel“ mit den Armen nervt ein wenig ;)

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