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Mein nächster Roman

Die Grundstruktur für meinen nächsten RomanDie grobe Struktur für meinen nächsten Roman steht – nun geht es an die Feinarbeit: die Weiterentwicklung des Plots und der Figuren. Bei der Grundstruktur hat mir die Heldenreise geholfen, einen guten Spannungsbogen hinzukriegen. Für die Feinarbeit werde ich mir die Masterplots und die Archetypen nochmal genauer ansehen. Sie liefern mir Denkanstöße und Ideen für weitere Details.

Dr. Anette Huesmann ist Autorin, Dozentin für Kreatives Schreiben und Sprachwissenschaftlerin. Sie leitet Workshops zum Kreativen Schreiben, schreibt Bücher und berät (angehende) AutorInnen. Hier finden Sie die aktuellen Schreibkurse und hier erfahren Sie mehr über ihr Beratungsangebot.
  1. Annalena Antworten

    Hallo Schreibtrainerin,

    ich bin 15 und schreibe schon seit der Grundschule Kurzgeschichten. Das fällt mir ziemlich leicht und ich bin was das angeht auch sehr kreativ. Aber sobald es ans Romanschreiben geht (und ich habe schon einige Bücher angefangen, auf die irgendwann jedes Mal keine Lust mehr hatte), tauchen plötzlich 1000 Probleme vor mir auf. Zum Beispiel bin ich der totale Hosenboden-Schreiber, aber ich wenn ich davor nicht plane, habe ich nach einer Weile keine Ahnung mehr, wie es weitergehen soll. Und wenn ich versuche zu planen, komme ich nicht weit, denn mir fehlen immer komplett die Ideen, die das Buch besonders und neu machen würden und ich habe auch nicht genügend Geduld dazu. Ich habe in meinem Leben schon so viele Jugendromane gelesen und meine eigenen Ideen ähneln alle viel zu sehr den Themen der Bücher, die schon existieren.
    Also nochmal zusammengefasst: Mir fehlen komplett die neuen Ideen und alles durchplanen kann ich gar nicht.
    Ich hoffe, Sie haben ein paar Tipps für mich und können mir damit weiterhelfen.

    MfG,

    Annalena

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Annalena,

      versuchen Sie es doch mal mit “ein bisschen planen” ;-)

      Überlegen Sie sich für Ihre Geschichte vier Sätze (so, wie ich das hier beschrieben habe: Ein Buch schreiben – wie man anfängt), dann haben Sie den Anfang, die Mitte und den Schluss. Vielleicht können Sie sich noch zwei Zwischenstationen überlegen, das heißt, was etwa auf der Hälfte zwischen Anfang und Mitte und zwischen Mitte und Schluss passieren soll. Und dann hören Sie an dieser Stelle auf zu planen und fangen an zu schreiben. Auf diese Weise haben Sie Zwischenetappen, also ein Ziel, auf das Sie zuschreiben. Aber WIE Sie da hinkommen, ist noch vollkommen offen. So haben Sie viel Freiheit für kreative Einfälle und trotzdem ist das Risiko viel geringer, dass Sie mittendrin stecken bleiben, da Sie auf ein bestimmtes Ziel hinarbeiten. Vielleicht wäre das eine mögliche Arbeitsweise für Sie.

      Was die Ideen betrifft, da finden Sie auch in dem oben verlinkten Blogbeitrag ein paar Tipps. Es gibt übrigens kaum eine Idee, die nicht jemand anderes so oder so ähnlich nicht auch schon hatte. Es muss einem nicht immer etwas total Neues einfallen. Worauf es ankommt, ist, dass man aus dieser Idee etwas ganz Eigenes macht. Also nicht das WAS man erzählt, sondern WIE man die Geschichte erzählt, das ist das Besondere. Zum Beispiel gibt es Liebesgeschichten, solange die Menschheit Geschichten erzählt. Grundidee: Zwei Menschen begegnen sich, verlieben sich (zumindest einer der beiden), ABER…. Das ist die Grundstruktur aller Liebesgeschichten. Und trotzdem ist jede Liebesgeschichte einzigartig. Nicht das, WAS passiert, sondern WIE es passiert, darauf kommt es an.

      Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Schreiben :-)

      Anette Huesmann

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