
Das Musical greift in vier Szenen die Legende um die Entstehung des Adventswegs zu Königsberg auf: Der wohlhabende Kaufmann Sturgis genießt dank gönnerhafter Spenden ein hohes Ansehen in seiner Stadt. Doch ihm missfällt der Anblick verarmter Menschen, die unweit seiner Villa einen Trampelpfad als Abkürzung in die Stadt nutzen – und er wird dagegen aktiv. Nach und nach
platziert er immer mehr Hindernisse, sodass die Mitglieder des örtlichen Kirchenchors schließlich einen großen Umweg nehmen müssen, um an den Chorproben teilnehmen zu können. Pfarrer Georg Weissel versucht, den Kaufmann umzustimmen, wobei sein berühmtes Lied „Macht hoch die Tür“ eine Schlüsselrolle spielt …
Die Szenen führen durch die vier Jahreszeiten, was sich in den Liedern der Chorproben widerspiegelt: So wartet „Der Frühling!“ mit lautmalerischen Elementen auf, „Treffpunkt Kirche“ nimmt
Bezug auf Pfingsten, den Geburtstag der Kirche, „Der Herbst mit seinen Farben“ lädt ein, über Gottes Schöpfung zu staunen, und der Höhepunkt der Geschichte gipfelt im Choral „Macht hoch die Tür“, hier ganz hip als Rap im Call-and-Response-Stil. Zur Umsetzung mit Kindern zwischen 6 und 12 Jahre.
Weihnachtliches Kindermusical rund um das Lied
„MACHT HOCH DIE TÜR“ für 1- bis 2-stg. Kinderchor, Klavier, Gitarre, Percussion mit Orffinstrumenten ad lib.
Partitur, Strube Verlag 2025, 12,00 €.
Sabine Wiediger, geboren 1972: Schon im Mutterleib kam ich mit Musik in Berührung und sie begleitet mich seither. Ein Instrument zu lernen, war selbstverständlich und immer machte gerade ein Familienmitglied Musik. Meine Mutter fand irgendwann heraus, wie sie mich zu sich ans Klavier locken konnte: Sie ließ bei einem Lied einfach den Schlusston weg und schwupps stand ich auf der Matte, um mich zu beschweren. Kindheitserinnerungen führen mich außerdem in die Küche meiner Tante, in der eine Nähmaschine stand und der Höhepunkt eines jeden Besuchs in einem Löffelchen Honig gipfelte. Die unbeschwerte Kindheit verbrachte ich mit viel Basteln und Schreiben, Spielen im Garten, mit Singe- und Reiterfreizeiten und Jungschar, weniger mit Sport. Denn das, was ich lernen wollte – Röhnrad – gab es in unserer Kleinstadt nicht. Grundschullehrerin wollte ich schon seit der achten Klasse werden, doch das verriet ich niemandem. Im Alter von 16 verstand ich, wem ich das Leben, die Talente, einfach alles verdanke und bin seither mit meinem Schöpfergott aktiv unterwegs. Ein Kurs in „Kreativem Schreiben“ während meines Studiums stieß eine weitere Saite in meinem Leben an, welcher ich gerne noch mehr Raum geben möchte.
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