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Mit dem Rücken zur Wand

Gute Plots setzen die Hauptfiguren unter Druck: Je mehr eine Figur in Stress gerät, desto interessierter verfolgen wir, wie sie reagiert.

Wie man spannende Romanfiguren entwickelt

Ein Roman erzählt auf einer begrenzten Anzahl von Seiten eine begrenzte Zeitspanne im Leben einer Figur. Würden wir jedes Detail schildern – wie sie morgens aufwacht, sich im Bett reckt, die Beine über den Bettrand schwingt, in ihre Hausschuhe schlüpft – dann geben unsere LeserInnen auf, noch bevor unsere Figur den Kaffee auf hat. Ein Plot ist verdichtete Handlung, wir erzählen nur die wichtigsten Dinge. Ähnlich ist es auch mit den Figuren: Sie sind eine Verdichtung des wahren Lebens. Deshalb konzentrieren wir uns bei der Figurenentwicklung auf Dinge, die wir an anderen Menschen interessant finden.

Romanfiguren entwickeln

Nimmt man lebende Menschen zum Vorbild für Romanfiguren, so geraten sie meist zu schwach, zu unklar, zu ziellos oder motivationslos. Die Geschichte dieser Figuren ist meist genauso schwach. So wie ein guter Plot nicht das echte Leben wiedergibt, so entsprechen auch Romanfiguren nicht der Realität. Doch da lauert schon der nächste Fallstrick: Die meisten Menschen haben ein gutes Gespür dafür, ob die Verhaltensweisen einer Person zusammenpassen. Handelt eine Figur heute wie ein zwanghafter Sturkopf und morgen wie ein chaotischer Schwächling, so geht die Glaubwürdigkeit flöten. Doch obwohl wir spüren, wenn Verhaltensweisen nicht passen, ist es trotzdem ziemlich schwierig, eine psychologisch glaubwürdige Figur zu entwickeln. Also bleibt uns nichts anderes übrig, als uns mit Psychologie zu beschäftigen.

Die Figur an ihre Grenzen bringen

Am schnellsten wecken wir Interesse für unsere Figur, wenn wir sie unter Druck setzen. Menschen sind umso mehr am Schicksal anderer interessiert, wenn diese in Stress geraten. Dann wollen wir wissen, wie die Person mit der schwierigen Situation umgeht. Je nach Naturell empfinden wir dabei Neugier, Mitgefühl oder das Bedürfnis zu helfen. Doch in jedem Fall wollen wir wissen, was nun geschieht.

Gerät ein Mensch unter Druck, so treten ganz neue Charakterzüge zutage – Seiten, die dieser Mensch bisher sorgsam versteckt hielt. Das kennen wir von uns selber: Geraten wir in Stress, so sind wir auf einmal ganz besonders – ganz besonders wütend, ganz besonders ängstlich oder ganz besonders angriffslustig. In einer Stress-Situation reagieren wir meist impulsiv und können unser Verhalten nur noch wenig steuern. Meist sind wir nicht stolz auf diese Reaktion, denn sie verrät viel über uns.

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Von der Idee zum Roman

Das Interesse wachhalten

Vielleicht beobachten wir gerade deshalb so interessiert, wie gut andere Menschen sich schlagen. Das können wir nutzen für die Entwicklung von Romanfiguren. Unsere Figur sollte im Laufe der Geschichte immer weiter in Bedrängnis geraten – bis sie schließlich mit dem Rücken zur Wand steht. So halten wir das Interesse der LeserInnen an unserer Geschichte wach – denn diese wollen wissen, wie die Figur sich aus der Klemme befreit und welche Geheimnisse sie dabei über sich verrät.

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