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Schreibblockade

Eine Schreibblockade beenden

Seit einem Jahr arbeite ich an einem Herzensprojekt: ein Roman für Jugendliche. Anfangs lief es sehr gut, aber jetzt stecke ich mitten in der Geschichte fest wie in einem sumpfigen Morast.

Vor mehr als zwei Jahren hatte ich die Idee, einen Roman über genmanipulierte Jugendliche zu schreiben. Erst habe ich die Idee einfach ignoriert, da ich Krimiautorin bin und keine Jugendbücher schreibe – dachte ich. Aber die Idee war hartnäckig und kam mir immer wieder in den Sinn. Schließlich sagte ich mir: Okay, gib der Sache eine Chance.

Am Anfang lief alles prima: Ich hatte weitere richtig gute Ideen, aus denen interessante Charaktere entstanden und in mehreren Überarbeitungsschritten ein stimmiger, spannender Plot. Dann habe ich die Geschichte in einer Kurzfassung niedergeschrieben. Zum ersten Mal arbeitete ich dabei mit dem Stufendiagramm – und war überrascht, wie gut das lief (hier nachzulesen: Romane schreiben mit dem Stufendiagramm).

Theorie und Praxis des Romanschreibens

Dann wagte ich mich an den nächsten Schritt: die Langfassung. Auch da wollte ich einen neuen Arbeitsstil ausprobieren. Bis zu dem Zeitpunkt arbeitete ich immer auf die gleiche Weise: Zuerst schrieb ich eine Szene und im Anschluss überarbeitete ich sie mehrfach. Erst dann ging es weiter. Diesmal wollte ich einen kompletten Rohentwurf des Romans schreiben und dann erst mit der Überarbeitung beginnen. Davon habe ich mir eine Arbeitserleichterung erhofft, da ich nur Szenen überarbeiten muss, die tatsächlich ins Buch kommen. Alle anderen Szenen könnte ich schon im Rohentwurf entsorgen. Soweit die Theorie. Leider sah die Praxis ganz anders aus.

Die ersten vierzig Seiten tippte ich flott in den Computer. Ab und zu fiel ich noch in meinen alten Arbeitsstil zurück und überarbeitete die ersten Szenen. Da ich aber den neuen Arbeitsstil ausprobieren wollte, ließ ich immer häufiger den Rohtext stehen und schrieb direkt weiter. Doch ganz allmählich wurde mein Schreiben langsamer und zäher. Zu Beginn tippte ich locker 5 Seiten pro Tag. Am Ende war es gerade mal eine halbe Seite, dann fiel mir nichts mehr ein. Ich begann, das Schreiben vor mir herzuschieben, Gründe zu finden, warum ich gerade nicht schreiben konnte. Schließlich waren es mehrere Wochen, in denen ich kein Wort geschrieben hatte. Eine vollkommen neue und ungewohnte Situation für mich. Schreibblockade. Ich wurde nervös, unzufrieden und unglücklich.

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Von der Idee zum Roman

Eine neue Romanidee bringt die Wende

Ein Kurzurlaub über Ostern kam mir gerade recht. Ausruhen, erholen und vielleicht wieder ins Schreiben finden, so hoffte ich. Wir fuhren für ein paar Tage ins Moseltal. Natürlich hatte ich meinen Laptop dabei und jeden Tag wartete ich auf den Drang zum Schreiben, der mich in aller Regel früher oder später überfällt. Aber diesmal wartete ich umsonst. Dafür begegnete mir ein wundervoller Ort: die Burg Eltz. Ostersamstag stand ich oberhalb der Burg und konnte mich nicht an den zahlreichen Türmen, Giebeln und Zinnen satt sehen. Sofort hatte ich mehrere Kinder vor Augen und wie bunt ihr Leben auf der Burg aussehen könnte. Die Idee faszinierte mich. Trotzdem haderte ich mehrere Tage: Soll ich wirklich den Jugendroman liegen lassen (haha, der liegt ja schon) und einen Kinderroman beginnen? Schließlich beschloss ich, meiner Intuition zu folgen.

Also entwickelte ich Plot und Figuren und begann zu schreiben. Da mich die Idee so begeisterte, dachte ich nicht lange über meinen Arbeitsstil nach und fiel in alte Gewohnheiten zurück: Ich schrieb eine Szene, überarbeitete sie und schrieb dann die nächste. Es klappte wunderbar. Inzwischen ist der Kinderroman fast fertig, es fehlen nur noch wenige Seiten.

Schreibblockade beenden

In den vergangenen Wochen blickte ich mir beim Schreiben immer wieder über die Schulter und war überrascht, wie gut sich der Kinderroman entwickelte. Und ich fragte mich: Woran liegt es? Warum bin ich beim Jugendroman stecken geblieben? Warum geht mir das Schreiben des Kinderromans so gut von der Hand? Und ganz allmählich dämmerte es mir: Ich brauche das Überarbeiten des Textes. Normalerweise setze ich mich an den Computer und beginne mit der Überarbeitung der Szenen, die ich kurz zuvor geschrieben habe. Diese Arbeit zieht mich sehr schnell in die Romanhandlung hinein und bald kann ich es kaum erwarten, die Geschichte weiterzuerzählen. Und das hat mir beim Jugendroman gefehlt.

Offensichtlich brauche ich das Überarbeiten des Textes, um weiterschreiben zu können. Das ist für mich als Autorin ein wichtiger Entwicklungsschritt: Ich weiß, auf welche Weise ich meine Kreativität am besten zum Sprudeln bringe. Jetzt kann ich es kaum erwarten, den Jugendroman weiterzuschreiben. Natürlich hoffe ich, dass mein alter Arbeitsstil die Schreibblockade beendet! Doch vorher möchte ich noch den Kinderroman zu Ende bringen. Denn die Geschichte hat es verdient, erzählt zu werden :-)

2 Kommentare zu „Schreibblockade“

  1. Oh, es war tatsächlich das Überarbeiten? Verrückt, dass man seine eigenen “Rituale” beim Schreiben braucht, gelle? Geht mir aber genauso. Ich habe mittlerweile die Erfahrung gemacht, dass man da unbedingt auf den eigenen Bauch hören sollte. Ausprobieren sollte man verschiedene Arbeitsweisen ruhig, merkt man jedoch, dass sie einem nicht entsprechen, dann wäre es Quatsch, sich weiter sklavisch nach ihnen zu richten. Ich freue mich übrigens schon sehr auf deinen Jugendroman!

    1. Die Schreibtrainerin

      Ich hoffe sehr, dass es das Überarbeiten ist! Bisher ist es ja nur eine Hypothese, weil es mit dem Kinderroman auf einmal wieder so gut läuft. Ob ich recht habe, muss ich noch herausfinden.

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