Exposé schreiben für einen Roman

Ist ein Roman endlich fertiggestellt, dann beginnt die schwierige Phase der Vermarktung: Ich muss mein Buch anbieten – entweder den Agenturen oder direkt den Verlagen.

Welches die bessere Strategie ist, das ist nachzulesen in meinem Blogbeitrag: Buch veröffentlichen. Egal ob ich Agenturen oder Verlage kontaktieren möchte – üblicherweise brauche ich dafür folgende Unterlagen:

  • Anschreiben (heute meist in Form einer E-Mail)
  • Exposé
  • Autorenvita
  • Liste bisheriger Veröffentlichungen
  • Leseprobe

Anschreiben

Ein Anschreiben sollte möglichst persönlich sein und nicht wie eine Massenaussendung daherkommen. Ein oder zwei Sätze zeigen, warum ich meinen Roman gerade dieser Agentur oder diesem Verlag anbiete. Außerdem sollte darin stehen, was ich von der Agentur oder dem Verlag möchte: Ich beschreibe kurz das Romanprojekt, das ich der Agentur zur Vermittlung bzw. dem Verlag für die Veröffentlichung anbiete. Das kann man sich ähnlich vorstellen wie bei einer Bewerbung für einen Arbeitsplatz: Das Anschreiben sollte persönlich sein und das Anliegen nennen, ohne die restlichen Unterlagen vorwegzunehmen.

Exposé

Das Exposé eines Romans enthält die wichtigsten Daten zum Manuskript und zur eigenen Person, außerdem eine kurze Zusammenfassung sowie eine komplette Inhaltsangabe des Manuskripts. Optional kann eine Figurenbeschreibung hinzukommen. Das alles sollte nicht mehr als zwei bis drei Seiten umfassen.

Blau-weiß-totHier ein Beispiel für ein Roman-Exposé – mein Krimi “Blau-weiß-tot”, der 2015 im Emons Verlag erschienen ist (einfach auf das Cover klicken).
 
 
 
 

Der Inhalt eines Roman-Exposés im Einzelnen

1. Die wichtigsten Daten

  • Genre
  • Zielgruppe (wenn sie sich beschreiben lässt, zum Beispiel bei Kinder- und Jugendbüchern die Altersgruppe, für die sich das Buch eignet)
  • Umfang des Manuskripts – entweder in Normseiten oder in Zeichenzahlen (inkl. Leerzeichen)
  • Wenn die Geschichte nicht in der aktuellen Zeit spielt oder eine längere Zeitspanne umfasst, dann sollte man den Zeitpunkt nennen oder den Zeitraum, in dem sich die Geschichte abspielt
  • Schauplatz (wenn er wesentlich ist für die Geschichte)
  • AutorIn: Name, Anschrift, Mailadresse, Telefonnummer

 
Auch wenn es schwer fällt: Man sollte sein eigenes Manuskript einem Genre oder Subgenre zuordnen, das möglichst speziell ist. Es reicht nicht, einfach nur “Krimi” zu schreiben – denn Krimis gibt es viele. Ist es ein Regionalkrimi, ein Reisekrimi oder ein hardboiled Krimi? Je genauer die Angabe, desto größer die Chance, dass man das Interesse für das eigene Manuskript wecken kann. Welche Genres und Subgenres es gibt und welche charakteristischen Merkmale sie haben, das ist in meinem Sachbuch “Buchgenres kompakt” nachzulesen.

2. Die Kurzbeschreibung („Klappentext“)
Dann folgt die Kurzbeschreibung der Geschichte, das kann man sich vorstellen wie eine Art Klappentext: In fünf bis zehn Sätzen wird die Geschichte angerissen. Die Kurzbeschreibung soll das Interesse der vielbeschäftigten Menschen in der Agentur oder im Verlag wecken, damit diese sich die Zeit nehmen, den Rest zu lesen. Die Kurzbeschreibung schafft einen Leseanreiz – ähnlich wie der Klappentext im Buch oder auf der Buchrückseite. Der Text sollte flüssig zu lesen sein und ein paar Stichworte nennen, die neugierig machen, ohne zu viel zu verraten.

3. Optional: die Figurenbeschreibung
Dann folgt die Beschreibung der Figuren: Die wichtigsten Figuren werden genannt, meist drei bis fünf Figuren. Jede wird mit Namen und Alter vorgestellt und mit zwei oder drei Sätzen charakterisiert.
Viele Verlage oder Agenturen gehen davon aus, dass eine Figurenbeschreibung nicht notwendig ist bzw. nicht notwendig sein sollte, da die Figuren durch die Inhaltsangabe charakterisiert werden. Dennoch möchten manche Agenturen und Verlage eine kurze Zusammenstellung der wichtigsten Figuren haben.
Bewirbt man sich bei einer Agentur, die Wert auf eine Figurenschreibung legt, führt kein Weg daran vorbei. Ansonsten kann man selbst entscheiden, ob eine Figurenbeschreibung nützlich sein könnte oder nicht. Sie ist kein zwingender Bestandteil eines Roman-Exposés.

4. Die Inhaltsangabe
Dann folgt das schwerste Stück Arbeit: Die Inhaltsangabe des kompletten Manuskripts. Sie sollte nicht länger als eine Seite oder maximal anderthalb Seiten umfassen. In einer Inhaltsangabe darf der Schluss nicht fehlen, denn gerade für die Beurteilung einer Geschichte ist der Schluss wichtig.

Für mich ist die Inhaltsangabe das Schwierigste beim Schreiben eines Exposés. Um einen Roman knapp zusammenzufassen, muss man eine Menge weglassen. Die ganze Geschichte wird darin erzählt, die Handlung sollte in sich schlüssig und logisch dargestellt sein. Der Text muss sprachlich gut und spannend zu lesen sein.

Die Inhaltsangabe ist der wichtigste Teil des Exposés, das Aushängeschild für meine Geschichte. Nur wenn die Inhaltsangabe überzeugen kann, hat mein Manuskript eine echte Chance.

Autorenvita

Manche Verlage sehen die Autorenvita als Teil des Exposés, andere zählen sie gesondert auf. Wie auch immer – die Autorenvita gehört zwingend zu den Bewerbungsunterlagen. Denn selbstverständlich wollen die Verantwortlichen wissen, mit wem sie es zu tun haben. Auch dieser Text sollte kurz sein: Üblicherweise besteht er nur aus fünf bis zehn Sätzen.

Um ein Vorbild zu haben, kann man sich verschiedene Romane ansehen – in fast jedem Buch findet sich eine Autorenvita. Auch auf amazon.de kann man sie tausendfach nachlesen. Am besten sieht man sich etliche an und wählt sich eine gut gelungene als Vorbild – und versucht dann sein Glück am eigenen Text.

Über sich selber zu schreiben, ist immer eine harte Übung: Nicht zu selbstverliebt, nicht zu bescheiden, möglichst interessant und zum eigenen Werk passend. Auch eine Autorenvita soll vor allem Interesse am Roman wecken.

Bisherige Veröffentlichungen

Eine Liste der bisherigen Veröffentlichungen ist ebenfalls ein Teil der Unterlagen. Hat man noch keine aufzuweisen, entfällt der Punkt. In einem Roman-Exposé sollte man vor allem belletristische Werke auflisten. Dazu gehören heutzutage natürlich auch selbst verlegte Bücher.

Leseprobe

Agenturen und Verlage möchten eine Leseprobe haben, die üblicherweise 15 bis 30 Normseiten umfasst. Eine Leseprobe muss einwandfrei sein: in Normseiten angelegt, ohne Rechtschreib- oder Kommafehler, keine stilistischen Unreinheiten, formatiert wie ein Buchmanuskript in einer gut leserlichen Schrift.

Die meisten Agenturen und Verlage möchten den Einstieg des Romans als Leseprobe. Denn der Einstieg ist mit das Schwierigste: Ich muss es schaffen, ganz schnell Interesse für meine Geschichte und meine Figuren zu wecken. Außerdem muss ich ein paar Informationen unterbringen, damit meine LeserInnen der Geschichte folgen können. Doch die Informationen sollten nicht einfach in die Handlung geschoben sein, dort wirken sie deplatziert und behindern den Lesefluss. Sie müssen mit der Handlung gut verwoben sein, damit die LeserInnen sie als Teil der Geschichte wahrnehmen. Hat man diese Aufgabe gut bewältigt, so der Rückschluss, kann auch der Rest des Manuskripts nicht so mies sein.



VOR dem Absenden: Recherche

Hat man sich eine Agentur oder einen Verlag zur Kontaktaufnahme herausgesucht, dann lautet die oberste Pflicht: die Internetseite besuchen. Welchen Schwerpunkt hat die Agentur oder der Verlag? Es macht keinen Sinn, Agenturen, die auf Sachbücher spezialisiert sind, ein Kinderbuch anzubieten.
Bei einem Verlag sehe ich mir an, welche Bücher dort bereits erschienen sind. Würde mein Roman dazu passen?

Bei einer Agentur sehe ich mir an, welche AutorInnen sie vertritt. Mit welchen Verlagen arbeitet die Agentur zusammen? Meist findet sich auf der Internetseite kein Verzeichnis der Verlage. Doch aus bisherigen Veröffentlichungen bzw. den Werken der AutorInnen, die von der Agentur vertreten werden, kann man schließen, mit welchen Verlagen eine Agentur oft zusammenarbeitet.

Meist findet sich auf den Internetseiten von Agenturen und Verlagen eine Unterseite, die Auskunft gibt, wie potenzielle AutorInnen ihr Manuskript anbieten sollten. Manchmal ist es auf der Kontaktseite nachzulesen, manchmal unter „Manuskripte“ oder „Angebote“:

  • Auf dem Postweg oder per E-Mail (meist ist eine spezielle Mailadresse genannt)
  • Länge der Leseprobe
  • Exposé
  • Autorenvita
  • Bisherige Veröffentlichungen

Roman-Exposé komplett

Einige legen Wert darauf, dass im Exposé die wichtigsten Figuren kurz beschrieben werden. Andere möchten wissen, welches Alleinstellungsmerkmal ein Manuskript hat. Wieder andere möchten wissen, welche Verlage und Agenturen man bisher schon angeschrieben hat. Da die Branche klein ist („man kennt sich“), sollte man hier ehrlich sein – Lügen fallen einem über kurz oder lang auf die Füße, das lohnt sich nicht.

Bis auf das Anschreiben sollten alle Unterlagen eine Fußzeile haben mit dem Namen der Autorin bzw. des Autors, mit dem Titel des Romans und mit der Mailadresse. Denn natürlich kann es sein, dass beim Prüfen der Unterlagen das Anschreiben oder das erste Blatt des Exposés verloren gehen – dann können die Verantwortlichen trotzdem herausfinden, wen sie kontaktieren müssen.

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44 Kommentare zu „Exposé schreiben für einen Roman“

  1. Liebe Frau Huesmann,
    Ich bin 11 Jahre alt und schreibe seit ich denken kann. Ich weiß, vermutlich denken sie, 11-Jährige die Autorin werden will? So ein Quatsch. Doch Autorin zu werden ist mein größtes Ziel, seit ich 4 Jahre alt bin. Ich schreibe an einer Geschichte, etwas länger als ein Jahr muss das her sein. Ich wollte mich herzlich bei ihnen bedanken, für alle Infos. Man findet kaum welche, daher ist ihre Seite ein wahrer Segen! Ich besuche den Hochbegabtenzug meiner Schule wodurch meine Geschichte auch gefördert wird. Außerdem besuche ich in Deutsch und Mathe die 8. Klasse. Ich schreibe über magische Gaben (die vier Elemente). In welchen Subgenre würde ich die Geschichte einordnen? Und müsste ich in mein Exposè schreiben, dass ich nicht volljährig bin? Ich weiß, wie unwahrscheinlich es ist zu veröffentlichen, doch ich werde dafür kämpfen. Schließlich sind Träume dazu da, verwirklicht zu werden. Und noch etwas: Würde ein Verlag überhaupt etwas veröffentlichen, dass ein Kind geschrieben hat? Rein rechtlich gesehen spricht nichts dagegen, doch ich bezweifle dass ein Verlag mich überhaupt ernst nehmen würde, sobald er erfährt, dass ich minderjährig bin.

    Vielen lieben Dank schonmal im Voraus
    Emma-Louise

    1. Die Schreibtrainerin

      Liebe Emma-Louise,
      ich finde es keinen Quatsch, dass du Autorin werden willst – im Gegenteil! Ich finde es toll, dass du schreibst und dir so deinen Traum erfüllst. Schön, dass dich meine Seite dabei unterstützt :-) Ein Buch mit einer Geschichte rund um Magie und magische Gaben wird meist als Fantasy eingeordnet.
      Auch Minderjährige können Bücher veröffentlichen, wenn die Erziehungsberechtigten zustimmen. Natürlich sehen die Verlage genau hin, wenn ein Manuskript von einem so jungen Menschen kommt. Sie werden kritisch prüfen, ob dein Manuskript schon gut genug ist für die Veröffentlichung. Denn die meisten Autor*innen haben schon zwei oder drei Manuskripte beendet, bevor sie es schaffen, das nächste Manuskript zu veröffentlichen. Auch J.K. Rowling hat schon zwei Bücher geschrieben (die sie nie veröffentlicht hat), bevor sie anfing, an Harry Potter zu arbeiten. Beim Schreiben lernt man immer weiter, mit jeder Seite wird man besser. Ob dein erstes Manuskript schon gut genug ist für eine Veröffentlichung, das wirst du herausfinden, wenn du es den Verlagen anbietest. Falls du es nicht schaffst, einen Verlag zu finden, dann lass dich nicht entmutigen! Schreibe immer weiter und vertraue darauf, dass du dein nächstes Buch bei einem Verlag unterbringen kannst.
      Viel Freude beim Schreiben wünsche ich dir und ich drücke dir die Daumen für deine Bewerbung!
      Anette

  2. Guten Abend Frau Huesmann,

    zunächst herzlichen Dank für die unglaublich wertvollen Informationen.

    Ich habe eine Frage und hoffe, dass Sie mir weiterhelfen können.
    Mein Manuskript gliedert sich in drei Abschnitte, die nicht in chronologischer Reihenfolge erzählt werden, da Teil 2 eine Rückblende ist, die dort endet, wo Teil 1 beginnt.
    Die chronologische Reihenfolge ist also: Teil 2, Teil 1, Teil 3

    Ich würde das im Exposé so anmerken und die Inhaltsangabe in chronologischer Reihenfolge erzählen.
    Liege ich damit richtig oder wird das nicht so gemacht?

    Vielen herzlichen Dank im Voraus.
    Mit besten Wünschen
    Alvi Kearne

    1. Die Schreibtrainerin

      Hallo Alvi Kearne,

      im Exposé hat man gewisse Freiheiten, es wäre also möglich, die Inhaltsangabe in chronologischer Reihenfolge zu erzählen. Allerdings würde ich empfehlen, sich in der Inhaltsangabe an die Reihenfolge im Manuskript zu halten, damit man beim Lesen gleich nachvollziehen kann, wie die Erzählfolge des Manuskripts ist. Dann müssten die Zeitsprünge zurück und nach vorne in der Inhaltsangabe vermerkt sein, damit man problemlos folgen kann.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  3. Sehr geehrte Frau Dr. Huesmann,

    vielen Dank für Ihre klaren Worte und tollen Tipps.

    Wenn ich in einem Exposé die Geschichte zusammenfasse, schreibe ich es dann aus Sicht der Protagonistin, wie im Buch selbst?

    Beste Grüße
    Melanie Schwab

    1. Die Schreibtrainerin

      Hallo Frau Schwab,

      eine Zusammenfassung einer Geschichte hat im Gegensatz zu einem Roman keine Erzählperspektive. Die Zusammenfassung sollte möglichst knapp die Geschichte wiedergeben und beschreibt deshalb aus distanzierter Außensicht das Geschehen.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  4. Hallo Frau Dr. Huesmann,

    zuallererst möchte ich Ihnen vielmals für diesen tollen Blog danken. So viele nützliche Informationen derart gerafft und auf den Punkt gebracht vorzufinden, war für mich nicht weniger als ein kleiner Segen.
    Eines würde ich Sie jedoch gerne noch Fragen. Wenn man das Anschreiben an einen Verlag per E-Mail sendet, würden Sie dann empfehlen, dass man die Mail als das Anschreiben verwendet, oder wäre es sinnvoller, das Anschreiben als Dateianhang zu versenden?

    1. Die Schreibtrainerin

      Hallo Herr Pender,

      üblicherweise verwendet man die Mail als Anschreiben. Damit die Empfänger*innen so wenig wie möglich klicken müssen und den Inhalt so schnell wie möglich lesen können. Ein Anschreiben als Dateianhang wäre da nur störend. Die wenigen Sätze in der Mail (die als Anschreiben dient) sollen genug Anreiz liefern, damit die Empfänger*innen geneigt sind, auf die Anhänge (Exposé und Leseprobe) zu klicken.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  5. Hallo Frau Dr. Husemann,
    Ihre Internetseite ist sehr hilfreich! Und so viele detaillierte Tips kostenlos – wo gibt`s denn noch sowas?! Das verdient hohes Lob und Anerkennung!!!
    Habe mir gerne Ihr Buch “Buchgenres kompakt” gekauft, das für mich ebenso sehr hilfreich ist.
    Zur Zeit erstelle ich möglichst exakt nach Ihren Vorgaben das gesamte Manuskript aus den als einzelnen Dateien erstellten Kurzgeschichten aus meinem recht bungewöhnlichen Berufsleben als Rechtsanwalt.Titel und Botschaft “Recht menschlich”.
    Wenn ich Ihre Hilfe brauche, wende ich mich also gerne an Sie. Dann sollen Sie aber Ihre weiteren Dienste nicht umsonst anbieten!

    Herzliche Grüße
    Wolfgang Putz

  6. Veronica Packard

    Liebe Frau Huesmann,
    vielen Dank für die hilfreichen Informationen, besonders auch für die Möglichkeit der Einsicht in das Exposé ihres Buches. Ich habe mein Buch vor einigen Wochen fertiggestellt und beschäftige mich nun (parallel zur Überarbeitung) mit der Bewerbung. Die Inhaltsangabe bereitet mir noch einige Schwierigkeiten, denn die meisten Agenturen begrenzen diese auf max. 2 Seiten.
    Bisher hatte ich auch die Inhaltsangabe auf der Normseite geschrieben, dann reichen zwei Seiten allerdings nicht aus. Ich habe jetzt bei Ihnen und auch schon bei einem anderen Exposé gesehen, dass das Format hier ein anderes ist.
    Hier nun meine Frage:
    Gibt es ein bestimmtes Format, das dort einzuhalten ist oder bevorzugt wird?

    Vielen dank für Ihre Hilfe.
    Herzlich Veronica Packard

    1. Die Schreibtrainerin

      Hallo Frau Packard,

      für das Exposé und die Zusammenfassung gibt es keine bevorzugten Formate bzw. kein bevorzugtes Seitenlayout. Die Inhaltsangabe muss nicht als Normseite formatiert sein. Aber natürlich sollte es lesbar bleiben, also eine gut lesbare Schriftgröße haben und einen Zeilenabstand von 1,5.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  7. Lara-Marie Baumann

    Hallo Frau Huesmann,
    ich bin mir bei der Einordnung meines Fantasy-Romans noch unsicher. Der Protagonist ist darin gemeinsam mit seinen Freunden auf der Suche nach seinem entführten Bruder. Dabei wechselt er zwischen der realen und der davon räumlich getrennten Fantasiewelt hin und her und kämpft am Ende gegen den Bösewicht der Fantasiewelt.
    Vielen Dank für ihre Hilfe und auch für ihre unheimlich wertvollen Beiträge auf dieser Website!

    Liebe Grüße
    Lara-Marie Baumann

    1. Die Schreibtrainerin

      Hallo Frau Baumann,

      Sie könnten Ihren Roman ganz allgemein als “Fantasy” einordnen. Sollte die reale Welt Ihres Romans in unserer Gegenwart bzw. in einer Stadt angesiedelt sein, dann wäre auch “Zeitgenössische Fantasy”, “Contemporary Fantasy” bzw. “Urban Fantasy” eine mögliche Beschreibung. Für Fantasy-Romane, in denen zwei parallele Welten existieren, die nicht in Verbindung stehen, wird auch gelegentlich die Bezeichnung “Crossworlds Fantasy” verwendet.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  8. Laflen Joules Valentine

    Ich Danke Ihnen Allen vom gesamten Herzen!

    Die Kommentare und Beiträge haben mir EXTREM weitergeholfen!

    Ich wünsche Ihnen allen, ehrlich und aufrichtig, ein tiefes, harmonisches Gleichgewicht, im höchsten Sinne, aus reiner Selbstwillen zu Ihrer Schreibkunst…

    … unabhängig vom wirtschaftlichen Erfolg…

    … möge der Raum zwischen euren Zeilen das Innere unserer Mitmenschen berühren…

    :.. und zum Nachdenken anregen…

    :.. je nach dem…

    Vom Herzen Alles Gute

  9. Liebe Frau Dr Huesmann,

    Vielen Dank für Ihre sehr hilfreichen Posts!
    Wie mache ich es denn, wenn ich mich „nach und nach“ bei verschiedenen Agenturen bewerbe? Das heißt, wenn ich vor Ablauf der Rückmeldefrist auch eine Bewerbung an eine zweite Agentur schicke? Soll ich dann am besten „spekulieren“, wo ich mich wohl noch bewerben werde und diese bereits mit angeben? Teilweise sind die Fristen ja 16 Wochen oder länger; so lange abzuwarten kommt mir in so einer umkämpften Branche eigentlich sehr wie Zeitverschwendung vor. Aber ich möchte natürlich auch niemandem auf die Füße treten (vor allem, wenn Sie betonen, dass jeder praktisch jeden kennt). Haben Sie da einen Tipp für mich?

    Vielen Dank im Voraus und viele Grüße!

    Patrick

    1. Die Schreibtrainerin

      Hallo Patrick,

      ja, das ist ein guter Weg – Sie legen sich fest, wen Sie in den kommenden Wochen anschreiben und geben die Agenturen entsprechend an. Da die Wahrscheinlichkeit nicht sehr hoch ist, dass die Agentur einen Vertrag anbietet, muss man ohnehin sehr viele Agenturen anschreiben, 30, 40 oder mehr. Um die Chancen zu erhöhen. Wollte man da immer die Rückmeldefrist einer Agentur abwarten, bevor man die nächste anschreibt, würde diese Bewerbungsphase etliche Jahre dauern. Verschwendete Lebenszeit. Das wissen auch die Agenturen und rechnen damit, dass Sie etliche Agenturen gleichzeitig bzw. kurz nacheinander anschreiben.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  10. Kerstin Rottmüller

    Sehr geehrte Frau Huesmann,

    vielen Dank für Ihre zahlreichen und wertvollen Tipps!

    Ich hätte noch eine Frage zur Angabe der Textlänge im Exposé:
    Versteht sich die angegebene Seitenzahl einschließlich Deckblatt, Inhaltsverzeichnis und eventuell vorhandener Leerseiten (z. B. wenn nur “Teil I” auf einer Seite steht o. ä.) und dgl. oder zählt hier ausschließlich der reine Text?

    Vielen Dank und herzliche Grüße,
    Kerstin Rottmüller

    1. Die Schreibtrainerin

      Hallo Frau Rottmüller,

      mit der Seitenangabe ist tatsächlich die Textlänge gemeint, leere Seiten sind da nicht mitgezählt.

      Viel Erfolg wünsche ich Ihnen!
      Anette Huesmann

  11. Hallo Frau Huesmann,
    es ist schon enorm wie umfassend ihr Wissen in diesem Bereich ist, da kann man sich wirklich nur bedanken, dass sie dieses mit uns Autoren teilen.
    Natürlich habe ich auch eine Frage an sie.
    Ich hole mal etwas weiter aus.
    Ich habe vor einigen Jahren eine Autobiografie geschrieben , die ich über einen self publishing Verlag veröffentlicht habe.
    Nun hatte ich das große Glück, dass mein Roman so ein großes Interesse weckte, dass ich Verfilmungsangebote bekam.
    Plötzlich stand ich als Gast der Berlinale auf der Bühne und fand dann auch sehr schnell Produzenten, Sender und Regisseurin.
    Der Film ist abgedreht, lief zur Premiere sehr erfolgreich im Kino und nun auf einigen Streamingplattformen.
    Nun meine eigentliche Frage.
    Wie kann ich mein schon erschienenes Buch an einen Verlag verkaufen?
    Habe ich überhaupt eine Chance, da es das Buch ja bereits gib?
    Sollte ich bei meinen neuen Romanen dieses Buch in meiner Vita aufführen, oder lieber von -0- Starten.
    Ich bin ein sehr guter Schreiber, aber nicht sehr gut im Marketing, da wär ein Verlag natürlich sehr hilfreich.
    Wäre es in meinem Fall besser direkt mit Verlagen Kontakt aufzunehmen oder würden sie eine Agentur empfehlen?
    Ich weiß, 1000 Fragen und viele zeugen von Unsicherheit, trotz meines Erfolges.
    Ich würde mich ungemein über eine Antwort von ihnen freuen.
    Mit ganz herzlichen Grüßen
    Cem Fertig

    1. Die Schreibtrainerin

      Hallo Herr Fertig,

      ich würde Ihnen empfehlen, sich eine Agentur zu suchen – mit Verweis auf das erste Buch, dessen Verfilmung und Ihren Plan, ein weiteres Buch zu schreiben. Genau dafür sind Agenturen die richtige Adresse: Sie können Ihnen helfen, sich weiterzuentwickeln, sich gut zu vermarkten und einen Verlag zu finden, der genau in diesem Moment der richtige Partner ist. Verlage interessieren sich vor allem für das nächste Buch und die Frage, ob und wie viel sie damit verdienen können. Dagegen haben Agenturen darüberhinaus (auch) Ihre langfristige Entwicklung als Autor im Blick – denn je erfolgreicher Sie als Autor werden, desto erfolgreicher wird auch die Agentur.

      Viel Erfolg wünsche ich Ihnen
      Anette Huesmann

  12. Hallo, Frau Huesmann,

    vielen Dank für den informativen Artikel. Für unerfahrene Autoren sind solche lehrreichen Tipps von einem Experten wirklich sehr kostbar. Deswegen möchte ich Ihnen gleich noch eine Frage stellen.

    Zurzeit schreibe ich an einem Buch, das aus vier Teilen (Büchern) besteht. Der erste Teil ist bereits fertig und an dem zweiten bin ich gerade dran. Das Buch ist vom Anfang bis zum Ende durchgeplant. Ich weiß genau, wann was kommt, und wie etwas endet. Die ganzen Ideen muss ich nur noch “zu Papier bringen”. Darf ich trotzdem ein Exposé erstellen und es wegschicken, auch wenn die anderen Teile noch nicht fertig sind? Und wie schreibt man ein Exposé für eine Buchreihe? Müssen alle vier Bücher in der Inhaltsangabe zusammengefasst sein?

    Liebe Grüße Irina

    1. Die Schreibtrainerin

      Hallo Irina,

      jedes Buch (also jedes der vier Bücher Ihres Projekts) muss für sich allein als Geschichte “funktionieren”, also einen abgeschlossenen Abschnitt erzählen. Sonst wird sich kein Verlag dafür interessieren. Bei vier Büchern ist dann das erste Buch der erste Band einer Reihe. Und da jedes der Bücher in sich abgeschlossen ist, kann man auch für den ersten Band ein Exposé schreiben und es einer Agentur oder einem Verlag vorstellen. In diesem Exposé sollten auf keinen Fall vier Inhaltsangaben enthalten sein – sondern nur die Inhaltsangabe des ersten Bandes. Wenn die anderen drei Bände inhaltlich soweit schon klar sind, könnten Sie mit ein oder zwei Sätzen pro Band skizzieren, wie die Geschichte weitergeht. Aber mehr sollte es nicht sein.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  13. Hallo, Frau Huesmann,

    noch eine kleine Frage zum Punkt “Leseprobe”. Diese sollte ja mehrere Seiten (etwa zehn) umfassen.
    Muss diese “am Stück” geliefert werden oder sind auch mehrere spannende oder interessante Abschnitte/Kapitel optimal?
    Danke für Ihre Antwort.

    1. Die Schreibtrainerin

      Hallo Herr Heller,

      Agenturen und Verlage möchten gern den Einstieg des Romans lesen – die Leseprobe sollte also “am Stück” sein und die ersten Seiten umfassen.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  14. Sehr geehrte Frau Huesmann,
    Ihre überaus informative und nutzbringende Internet-Präsentation hat mich sehr angesprochen.
    Ich habe seit vielen Jahren an den Erinnerungen an meine Berufsausbildung gefeilt und entstanden ist ein etwa 350-seitiges Werk. Es handelt sich dabei um einen „handwerklich-politischen“ Beruf, den ich zu DDR-Zeiten ausübte und deren zivile Meisterausbildung ich unüblicherweise innerhalb meiner DDR-Militärzeit absolvierte. Interessanterweise spielen gegen Ende noch die Probleme der deutsch-deutschen Wiedervereinigung sowie der Einzug der Bundeswehr eine entscheidende Rolle. Diese Erinnerungen werden von einem optimistischen Beginn getragen und wenden sich im Handlungsverlauf bis zum Schluss in eine Art Pyrrhussieg, den ich schließlich verlor.
    Meine eigentliche Frage aber wäre: Ich habe in diesen Aufzeichnungen mit Klarnamen, also real existierenden Personen (zumeist Lehrkräfte), gearbeitet, die allerdings nicht diskriminierend dargestellt, sondern viel mehr in angenehmer Erinnerung auftreten.
    Kann dies bei einer evtl. Veröffentlichung ein rechtliches Problem ergeben oder wäre dies in einem solchen Rahmen zulässig? Eine Einverständniserklärung jener Personen ist absolut unmöglich und nicht mehr durchführbar.
    Haben Sie Erfahrung mit diesen Dingen?

    1. Die Schreibtrainerin

      Hallo Herr Heller,

      ja, das könnte ein rechtliches Problem sein. Ob es in Ihrem Fall wirklich ein Problem ist, kann Ihnen jedoch nur ein*e Anwält*in beantworten. Sie sollten sich von ein*er Anwält*in mit Schwerpunkt Medienrecht/Urheberrecht beraten lassen, bevor Sie Ihr Manuskript veröffentlichen.

      Alles Gute wünsche Ich Ihnen und viel Erfolg.
      Anette Huesmann

  15. Sehr geehrte Frau Huesmann,

    ich danke Ihnen für den sehr informativen und aussagekräftigen Beitrag zum Thema der Abfassung von Exposes. Ich betreibe die Schreiberei tatsächlich rein als Freizeitbeschäftigung ohne sonderliche Ambitionen auf wirtschaftlichen oder persönlichen Erfolg. Trotzdem möchte ich gern mein zuletzt vollendetes Werk bei einer Agentur einreichen. In diesem Zusammenhang eine Detailfrage zur Länge von Inhaltsangaben: ich habe einen historischen Gesellschaftsroman abgefasst, aus vier Teilen (Büchern) bestehend, mit einer Gesamtlänge von 220.000 Wörtern. Der sehr lange Text wurde also als Vierteiler umgesetzt. Ist hier eine längere Inhaltsangabe nicht vielleicht doch angemessen/bzw. akzeptabel? Ich habe unter Berücksichtigung Ihrer stilistischen Hinweise eine Gesamtinhaltsangabe zu 2,5 Seiten geschrieben. Die einzelnen Bücher sind also sogar weit kürzer zusammengefasst, als von Ihnen empfohlen, aber noch mehr reduzieren stößt an die Grenze des Umsetzbaren.

    Vielen Dank!

    Mit freundlichen Grüßen

    E. Bawor

    1. Die Schreibtrainerin

      Hallo Herr Bawor,

      üblicherweise verfasst man ein Exposé für ein einzelnes Buch. In Ihrem Fall würde ich tatsächlich das Exposé so verfassen, dass alle vier Bücher beschrieben sind. Allerdings würde ich Ihnen empfehlen, für jeden Teil eine eigenständige Inhaltsangabe zu verfassen. Es sollte genau ersichtlich sein, wo der Inhalt des Einzelbandes einsetzt und wo er endet. In diesem Fall finde ich es tatsächlich akzeptabel, wenn alle vier Inhaltsangaben rund 2,5 Seiten umfassen.

      Viel Erfolg wünsche ich Ihnen
      Anette Huesmann

  16. Liebe Frau Huesmann,

    Vielen Dank für die nützlichen und hilfreichen Tipps. Ich schreibe Kinderbücher. Habe bisher drei veröffentlicht, mich aber sehr schwer getan, an einen großen Verlag heranzutreten. Es war wohl eher die Angst, eine Absage zu erhalten. Im Netz wird einem das Glück auf einen Vertrag oft genommen, wenn man die vielen Meinungen verfolgt. Deshalb habe ich meine Bücher self Publishing veröffentlicht. Es gehört allerdings viel Arbeit und Ausdauer dazu, die eigenen Bücher am Ende auch erfolgreich zu vermarkten. Ich führe Kinderbuchlesungen in Kitas und Schulen durch. Nun möchte ich es aber mit meinem neuen Kinderbuch und dem nächsten bei einem großen Verlag probieren. Meine Kinderbücher haben nicht soviel Text, wie bei einem Roman. Meist komme ich, allerdings mit den Illustrationen auf 85 Seiten, größere Schrift. Die Altersgruppe 4 bis 12 Jahre. Bei dem jetzigen sind es ausgedruckt 7 A 4 Seiten reiner Text. Meine Frage. Sollte ich bei meiner Bewerbung das komplette Manuskript zufügen oder nur zwei bis drei Seiten? Außerdem würde ich direkt die Verlage anschreiben, ohne Agentur. Meinen sie, dass die Chancen, genommen zu werden, noch geringer sind? Illustrationen habe ich nicht. Das ist doch richtig, dass man sich darum nicht unbedingt selber kümmern muss, wenn ein Kinderbuchverlag das Buch letztlich verlegt, oder?
    Liebe Grüße Ines Wittenberg

    1. Die Schreibtrainerin

      Hallo Frau Wittenberg,

      Sie müssen tatsächlich keine Illustrationen mitschicken, darum kümmert sich der Verlag, wenn er ein Manuskript veröffentlichen möchte. Da Ihr Manuskript insgesamt sieben Seiten umfasst, würde ich das komplette Manuskript an den Verlag schicken, nicht nur einen Teil. Allerdings könnte die Zielgruppe ein Problem sein, die Spanne von 4 bis 12 Jahren ist sehr groß, üblicherweise sind die Verlage auf Zielgruppen spezialisiert, die nur 2 oder 3 Jahre auseinander liegen (4 – 6 Jahre, 8 – 10 Jahre usw.).

      Viel Erfolg wünsche ich Ihnen!
      Anette Huesmann

      1. Hallo Frau Huesmann,

        zunächst möchte ich ihnen alles Gute fürs neue Jahr wünschen und mich bedanken für Ihren netten Kommentar.
        Mit der Altersbegrenzung tue ich mich echt schwer. Nur gut, dass sie mir den Tipp gegeben haben. Danke. Ich habe mich nun dazu entschieden, mein Manuskript an eine Agentur zu senden. Bei meiner Recherche im Internet wurde immer wieder erwähnt, dass die Chancen mit einem Agenten höher liegen, einen Verlagsvertrag zu bekommen. Sehen sie das auch so?
        Nun kommt der schwierige Teil. Anschreiben und Exposé. Beim Exposé habe ich Zweifel, weil ich nicht recht weiß, was es beinhalten sollte. Und zum Lebenslauf? Etwa so umfassend wie bei einem Bewerbungsschreiben?
        Was sollte das Anschreiben beinhalten? Was fehlt noch? Manuskript, das war’s, oder?
        Hätten sie einen guten Tipp für mich, welche Agentur für Kinderbücher empfehlenswert sind? Es sei denn, sie raten mir doch gleich an einen Verlag zu schreiben.

        Vielen herzlichen Dank
        Liebe Grüße Ines Wittenberg

  17. Einen schönen Guten Tag Frau Huesmann!
    Einen herzlichen Dank für diese übersichtliche Zusammenfassung, ich werde mich, sobald es für mich an der Zeit ist, selbst ein Exposé zu verfassen, auf jeden Fall an Ihren Tipps orientieren.

    Ich möchte Ihnen auf diesem Wege auch noch eine kleine Frage stellen:
    Müssen bzw. sollten nur Werke angegeben werden, die durch Verlage oder Self-Pubslishing veröffentlicht wurden? Oder zählen hierzu auch Werke (Kurzgeschichten, etc.) welche man online vielleicht schon veröffentlicht hat?
    Ich habe auf Wattpad bereits einige Kurzgeschichten verfasst und denke zwar nicht, dass ich diese angeben muss bzw. sollte, aber ich wollte dennoch noch einmal sichergehen.

    Ich danke im Voraus für die Rückmeldung!

    Mit freundlichen Grüßen
    Marion

    1. Die Schreibtrainerin

      Hallo Marion,

      Kurzgeschichten auf Wattpad können Sie angeben, müssen Sie aber nicht. Ich denke, es spricht einiges dafür, auch die Kurzgeschichten anzugeben – diese zeigen doch, dass Sie schon einiges geschrieben haben und aktiv im Austausch sind mit LeserInnen.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  18. Guten Tag Frau Huesmann,

    danke für das professionelle Beispielexposé. Ich habe allerdings eine Frage zu der Inhaltsangabe: ist es besser den Inhalt chronologisch, so wie in der Geschichte erzählt, zu beschreiben oder besser jeden Handlungsstrang einzelnd? Ich habe in meinem Buch viele verschiedene Elemente bzw. Handlungsebenen, deswegen bin ich mir unsicher.

    Vielen Dank im Voraus und Freundliche Grüße,
    Maydina Mara

    1. Die Schreibtrainerin

      Hallo Maydina,

      am besten sollten Sie den Inhalt in der Reihenfolge durcherzählen, die der Reihenfolge im Buch entspricht. Eine Inhaltsangabe auf ein bis zwei Seiten schafft man nur, wenn man viele Elemente und Teile der Handlungsebenen weglässt.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  19. Hallo Frau Huesmann,

    danke für das schöne Beispiel eines Exposés.
    Meine Frage, in welcher Schriftart, Schriftgröße sollte man schreiben bzw. ist es ratsam das Ganze auf einer Normseite zu schreiben? Wenn ja, dann ist es beinah ein Kunstück ein Manuskript auf 1-3 Seiten unterzubringen.

    Danke für Ihre Antwort im Voraus!
    Viele Grüße
    Katlin

    1. Die Schreibtrainerin

      Hallo Katlin,

      man sollte eine gut lesbare Schrift wählen, Arial oder Times New Roman, in einer angenehmen Schriftgröße, beispielsweise 11 Punkt bei 1,5 Zeilenabstand. Das Exposé muss nicht in Normseiten formatiert sein, aber die Leseprobe sollte Normseiten haben.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  20. Katlin Kletschka

    Hallo Frau Huesmann,

    ich habe mir soeben Ihr Exposé angesehen. Welche Schriftgröße, Schriftart und Seitenformatierung verwenden Sie? Sie haben Ihren Namen in Kopf-und Fußzeile oder ist die Kopfzeile nur bezüglich Ihrer Website hier eingefügt?
    Ich tue mich gerade etwas schwer mit der Gestaltung des Exposés. Wenn ich das Ganze in eine Normseite packe, sieht der Anfang wie bei Ihnen dargedtellt mit Adresse, Genre usw. ganz schrecklich aus. Hätten Sie einen Rat für mich?
    Ebenso hatte ich meine Geschichte ursprünglich selbst verlegt, diese nun aber komplett überarbeitet. An welcher Stelle könnte ich dies der Agentur mitteilen?
    Vielen Dank für Ihre Hilfe im Voraus!

    Liebe Grüße
    Katlin Kletschka

    1. Die Schreibtrainerin

      Hallo Katlin,

      man sollte eine gut lesbare Schrift wählen, Arial oder Times New Roman, in einer angenehmen Schriftgröße, beispielsweise 11 Punkt bei 1,5 Zeilenabstand. Das Exposé muss nicht in Normseiten formatiert sein, aber die Leseprobe sollte Normseiten haben. Den eigenen Namen inkl. Adresse und Kontaktdaten würde ich auf die erste Seite nehmen und auf allen Folgeseiten genügt es, den Namen in die Fußzeile zu nehmen. Agenturen und Verlage sind üblicherweise nicht an Geschichten interessiert, die man selber schon mal veröffentlicht hatte, egal auf welche Weise. Wenn man sich dennoch dafür entscheidet, Agenturen anzuschreiben, sollte man trotzdem ganz ehrlich angeben, wo und wie man die Geschichte schon veröffentlicht hat. Sonst ist kein Vertrauensverhältnis möglich, das sollte man aber auf jeden Fall zur eigenen Agentur haben.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  21. Vielen Dank für den hilfreichen und sehr informativen Artikel!
    Eine Frage zu den Daten:
    Wenn ich unter einem Pseudonym schreibe, nenne ich dieses bei den Angaben zur Autorin? Wenn ja, wie? Ich würde es so machen:
    XXX (realer Name)
    alias YYY (Pseudonym)
    Straße
    Stadt

    Herzliche Grüße,
    Sofie

  22. Die Rohfassung meines Romans ist im Oktober fertig, die Endfassung (nach eigenem Lektorat) Weihnachten. Dann möchte ich mich um die Veröffentlichung kümmern.
    Dazu sind die Tipps für Anschreiben und Exposé sehr hilfreich, vielen Dank!

    Mit den besten Grüßen
    Olaf Peschel

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