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Buch veröffentlichen

Ein Buch veröffentlichen: Die zehn wichtigsten Tipps, um einen Verlag zu finden.

(Teil 3 von 3)

 

1. Agentur, Verlag oder Self Publishing?

Will man ein Buch veröffentlichen, so steht man nach Fertigstellung des Manuskripts vor einer wichtigen Entscheidung: Auf welchem Wege veröffentliche ich mein Buch? Biete ich es einer Agentur oder einem Verlag an? Oder soll ich es selber herausbringen im Self Publishing?

Wer für sein Buch einen Verlag suchen möchte und alle Chancen nutzen will, sollte sein Buch zuerst den Agenturen vorlegen. Denn Agenturen nehmen kein Manuskript, das schon von etlichen Verlagen abgelehnt wurde. Doch der umgekehrte Weg ist möglich: Selbst wenn viele Agenturen das Buch abgelehnt haben, kann ich es immer noch direkt bei den Verlagen versuchen. Also schreibe ich im ersten Schritt die Agenturen an. Interessiert sich keine für mein Buch, versuche ich es im zweiten Schritt direkt bei den Verlagen.

Nimmt mich am Ende weder eine Agentur noch ein Verlag unter Vertrag, dann kann ich immer noch als Self Publisher mein Buch veröffentlichen.
 
 

2. Agenturen

Eine Agentur prüft ein Manuskript auf seine Marktchancen. Fällt das Urteil positiv aus, so wird die Autorin / der Autor unter Vertrag genommen. Die Agentur wird dann versuchen einen Verlag zu finden, um das Buch zu veröffentlichen. Da AgentInnen meist gute Kontakte haben, stehen ihre Chancen deutlich besser, das Buch auch wirklich unterzubringen. Sie kennen viele LektorInnen persönlich, natürlich auch deren Wünsche und das Verlagsprogramm. So können sie ein Manuskript gezielt interessierten Verlagen anbieten.

Seriöse Agenturen verlangen erst dann Geld von mir, wenn ich mit einem Verlag einen Vertrag für mein Buch unterschrieben habe. Üblicherweise bekommen die AgentInnen ein Erfolgshonorar zwischen 15 und 20 % – das heißt, sie bekommen diesen Anteil von allen Einnahmen, die der Verlag für das Buch an mich bezahlt.

Die meisten Agenturen haben sich auf bestimmte Gattungen, Genres oder Themen spezialisiert. Deshalb sollte man zunächst auf deren Homepage nachsehen, ob eine Agentur an dem Buch interessiert ist, das ich ihr anbieten möchte. Eine Übersicht über Agenturen und deren Arbeitsschwerpunkte findet sich im „Handbuch für Autorinnen und Autoren“ aus dem Uschtrin Verlag. Darin gibt es noch viele weitere wertvolle Tipps für die Veröffentlichung, die Anschaffung lohnt sich also. Auch hier findet sich eine Liste von Literaturagenturen mit Tätigkeitsschwerpunkt.
 
 

3. Verlage

Hat keine der angeschriebenen Agenturen Interesse an meinem Buch, dann kann ich mich im nächsten Schritt direkt an die Verlage wenden. Bevor man einen der Verlage anschreibt, sollte man prüfen, ob das eigene Manuskript in das Buchprogramm des jeweiligen Verlags passt. Meist genügt ein Blick auf die Homepage oder ein Gang in die Buchhandlung, um das herauszufinden. Bewirbt man sich mit einem Buchprojekt direkt bei einem Verlag, so braucht man Geduld: Oft dauert es mehrere Monate, bis man Antwort bekommt. Nicht selten besteht die Absage aus einem Standardschreiben ohne Begründung. Doch eine Absage ist kein Qualitätsurteil, denn es gibt viele Gründe ein Manuskript abzulehnen: Der Verlag möchte das Buch nicht veröffentlichen, weil es nicht ins Programm passt, es bereits eines mit einem ähnlichen Thema bei diesem Verlag gibt, das Budget erschöpft ist, und vieles mehr. Man sollte sich also von Absagen nicht abschrecken lassen und es weiter versuchen.

Wurde mein Manuskript schon von etlichen großen Verlagen abgelehnt, dann lohnt es sich, nach kleinen Verlagen Ausschau zu halten. Die sind oft auf ein bestimmtes Thema, eine Region oder eine bestimmte Zielgruppe spezialisiert. Finde ich einen kleinen Verlag, der genau zu meinem Buch passt, dann habe ich dort meist bessere Chancen als bei einem großen Verlag. Spielt zum Beispiel in meinem Buch ein Lawinenspürhund eine große Rolle, dann ist vielleicht ein Spezialverlag für Bücher über Hunde daran interessiert.

Übrigens kann man schlechte Erfahrungen mit kleinen und mit großen Verlagen machen – und gute natürlich auch. Schlechter oder liebloser Umgang mit AutorInnen hängt nicht von der Größe des Verlags ab, sondern von dessen Unternehmenskultur.
 
 

4. Self Publishing

Als Self Publisher kann ich mein Buch selber veröffentlichen. Dafür muss ich nicht extra einen Verlag gründen, sondern ich suche mir einen passenden Dienstleister. Self Publishing ist heute auf dem Buchmarkt weitgehend akzeptiert. Die Frankfurter Buchmesse hat eine „Self-Publishing Area“ eingerichtet und auch die Leipziger Buchmesse hat für Self Publisher ein spezielles Programm. Viele bekannte AutorInnen wie Nele Neuhaus, Hanni Münzer und E.L. James haben ihre Bücher erst selbst herausgebracht, bevor sie von einem Verlag „entdeckt“ wurden. Natürlich interessieren sich Verlage nur für Self Publisher, deren Bücher gut laufen. Ein Manuskript, das im Self Publishing floppt oder einfach irgendwo ins Netz gestellt wurde, ohne groß Beachtung zu finden, wird von keinem Verlag angenommen.

Bücher von Self Publishern müssen qualitativ mit Verlagsbüchern mithalten können: Das Manuskript muss von sehr guter Qualität sein, mit einwandfreier Rechtschreibung und möglichst von einem Profi lektoriert. Auch ein professionelles Cover ist notwendig. Dann stehen die Chancen nicht schlecht, ein paar Exemplare zu verkaufen.

Self Publisher müssen ihre Bücher auch selber vermarkten – und das macht eine Menge zusätzlicher Arbeit. Wer ernsthaft über Self Publishing nachdenkt, sollte sich umfassend informieren, zum Beispiel auf www.selfpublisherbibel.de oder im www.literaturcafe.de oder mit dem Magazin „der selfpublisher“ aus dem Uschtrin Verlag.
 
 

5. Hände weg von Druckkostenzuschussverlagen

Druckkostenzuschussverlage sind keine Alternative. Die kosten nur Geld und bringen nichts. Einen Druckkostenzuschussverlag erkennt man daran, dass ich als Autorin viel Geld dafür bezahlen soll, dass mein Manuskript überhaupt gedruckt wird. Gleichzeitig gaukelt der Verlag mir vor, dass er seriös sei und mein Manuskript kritisch geprüft habe. In Wirklichkeit nehmen die Druckkostenzuschussverlage alle Manuskripte und verdienen daran, dass die AutorInnen für die Veröffentlichung viel Geld bezahlen. Im Gegensatz dazu machen die Self-Publisher-Dienstleister niemandem etwas vor: Sie präsentieren sich nicht als Verlag, sondern als Dienstleister.

Mehr Informationen gibt es beim Aktionsbündnis faire Verlage, eine Initiative deutscher, österreichischer und schweizerischer Autorenverbände. Das Montségur Autorenforum hat eine Liste der Druckkostenzuschussverlage zusammengestellt.
 
 

6. Das Anschreiben

Als unbekannte Autorin kann ich Agenturen und Verlagen mein Buch erst anbieten, wenn das Manuskript fertig ist. Doch dann sollte man auf keinen Fall den vollständigen Text schicken! Für die Kontaktaufnahme mit einem Verlag oder einer Agentur brauche ich ein Anschreiben, ein Exposé und eine Leseprobe.

Auf den Internetseiten vieler Agenturen und Verlage ist nachzulesen, in welcher Form sie ein Buchangebot haben möchten. Auch der Name der Person oder der Abteilung, an die das Schreiben adressiert sein soll, ist häufig genannt, außerdem die Länge der Leseprobe und der Umfang des Exposés. Diese Angaben sollte man unbedingt beachten, sonst ist schnell klar, dass mein Schreiben Teil einer Massenaussendung ist – und das mag niemand.

Aus dem Anschreiben sollte natürlich hervorgehen, dass ich dem Verlag oder der Agentur mein Manuskript anbiete. Gab es schon zuvor einen Kontakt, sollte das ebenfalls drin stehen. Ansonsten verzichtet man am besten auf alle Hinweise, wie toll ich oder andere mein Manuskript finden – das kommt nicht gut und die Profis bilden sich ohnehin ihre eigene Meinung.
 
 

7. Das Exposé

Bevor man sein Buch veröffentlichen kann, muss man ein ansprechendes und unterhaltsames Exposé schreiben. Für viele AutorInnen ist das Schreiben eines Exposés die Hölle: Gerade steckte ich noch mittendrin in einer komplizierten Geschichte und nun soll ich das Ganze in wenigen Sätzen wiedergeben. Das ist hart. Aber es lohnt sich!

Ein gutes Exposé enthält:

  • Name und Adresse der Autorin / des Autors
  • Länge des vollständigen Manuskripts in Normseiten oder in Zeichenzahlen (inkl. Leerzeichen)
  • Genre des Buches
  • Schauplatz
  • Wann findet die Handlung des Romans statt (Jahreszahl oder Zeitabschnitt)
  • Ist das Buch Teil einer Reihe oder ein Einzeltitel
  • Ganz kurze Beschreibung der Hauptpersonen (2 bis 3 Sätze pro Figur)
  • Eine knappe Zusammenfassung der Geschichte in fünf bis zehn Sätzen
  • Eine lange Zusammenfassung auf etwa ein bis zwei Normseiten (eine Normseite: 30 Zeilen mit je 60 Anschlägen)

 
Ein Exposé ist üblicherweise etwa drei bis fünf Seiten lang. Die knappe Zusammenfassung sollte wie der Klappentext eines Buches geschrieben sein. Die lange Zusammenfassung sollte den Schluss enthalten und einen ersten Eindruck geben vom Schreibstil.

Mehr über das Schreiben eines Exposés findet sich hier in meinem Blogbeitrag: Exposé schreiben für einen Roman.

 
 

8. Die Leseprobe

Agenturen und Verlage möchten natürlich wissen, wie gut und in welchem Stil das Buch geschrieben ist. Zu einem Buchangebot gehört deshalb eine Leseprobe, die zwischen 15 und 30 Normseiten umfasst (mehr über die Normseite ist hier auf meinem Blog nachzulesen: Ein Manuskript formatieren). Viele AutorInnen wählen als Leseprobe den Beginn ihres Romans, da dieser einen guten Einstieg bietet.
 
 

9. Das Manuskript

Selbstverständlich muss die Leseprobe und auch das vollständige Manuskript sorgfältig formatiert sein:

  • Der gesamte Text ist in Normseiten formatiert.
  • Ein Kapitelanfang ist zu erkennen an einer Zahl, einem Buchstaben oder einer Überschrift.
  • Jede Szene beginnt mit einer Leerzeile.
  • Dialoge sind vom restlichen Text abgesetzt: Die wörtliche Rede ist zu Beginn und am Ende durch Anführungsstriche kenntlich gemacht.
  • Die wörtliche Rede einer Figur beginnt mit einem neuen Absatz. Spricht eine andere Figur, so beginnt auch deren Rede mit einem neuen Absatz.
  • In der Fußzeile des gesamten Manuskripts ist der Arbeitstitel des Buches genannt sowie Name und Telefonnummer/Mailadresse der Autorin oder des Autors.

 
Hier gibt es weitere Einzelheiten, wie ein Buchmanuskript formatiert sein sollte.

Kann die Leseprobe überzeugen, so fordern Verlage oder Agenturen das vollständige Manuskript an. Das muss natürlich nahezu fehlerfrei sein, komplett abgeschlossen und mehrfach überarbeitet. Nur sehr selten machen sich Verlage oder Agenturen die Mühe mitzuteilen, was ihrer Meinung nach fehlt oder anders sein sollte. In aller Regel werden einwandfreie Manuskripte erwartet, die fertig sind zur Veröffentlichung.

Doch niemand muss seinen Text auf eigene Kosten lektorieren lassen – das übernehmen am Ende die Verlage, wenn sie sich dazu entschieden haben, das Buch herauszubringen. Einzige Ausnahme: Da Self Publisher keinen Verlag haben, müssen sie ein Lektorat aus eigener Tasche bezahlen.
 
 

10. Mail oder Papier?

Verlage und Agenturen bekommen heutzutage jede Menge Manuskripte angeboten. Eine Leseprobe ist am Bildschirm schwer zu lesen und kein Verlag will Unmengen an Papier selber ausdrucken. Deshalb möchten Agenturen und Verlage die Angebote meist auf Papier und per Post. Auch dazu findet sich häufig ein Vermerk auf der jeweiligen Homepage. Man sollte immer vorab auf den Internetseiten der Agenturen und Verlage nachlesen und dann die Unterlagen wie angegeben zusenden. So steigt die Chance, in der Flut der Manuskripte wahrgenommen zu werden.

Erstellt 2015, zuletzt aktualisiert 27.10.2016


Ein Buch veröffentlichen

1. Teil: Wie schreibt man ein Buch – die 10 wichtigsten Tipps
2. Teil: Ein Buch schreiben – so fängt man an
3. Teil: Ein Buch veröffentlichen – so findet man einen Verlag

Sie möchten mehr davon? In meinen Schreibkursen zeige ich, wie man spannende Bücher schreibt – egal ob Liebesgeschichte oder Krimi, Chick-Lit oder Kinderbuch. Hier gibt es eine Übersicht über meine Schreibkurse: Der Basiskurs „Romane schreiben“ und die Vertiefungskurse „Intensivkurs Plotten“ und „Intensivkurs Figuren“. In der Romanwerkstatt geht es dann ganz konkret um Romanprojekte und wie man sein Buch veröffentlicht.

Dr. Anette Huesmann ist Autorin, Dozentin für Kreatives Schreiben und Sprachwissenschaftlerin. Sie leitet Workshops zum Kreativen Schreiben, schreibt Bücher und berät (angehende) AutorInnen. Hier finden Sie die aktuellen Schreibkurse und hier erfahren Sie mehr über ihr Beratungsangebot.
  1. Tina Focke Antworten

    Guten Tag, Frau Huesmann,

    Vielen Dank für die hilfreichen Tipps. Ich hätte dazu nur folgende Frage: Wie sieht es mit dem Exposé aus, wenn man Kurzgeschichten veröffentlichen möchte? Vor allem, was die Leseprobe betrifft.

    Herzlichen Dank im voraus und weiterhin viel Erfolg.

    Tina Focke

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Frau Focke,

      die meisten Verlage veröffentlichen keine Kurzgeschichten, deshalb braucht man üblicherweise keine Exposés und auch keine Leseproben für Kurzgeschichten. Die beste Möglichkeit, Kurzgeschichten zu veröffentlichen, sind Anthologien, für die es Ausschreibungen gibt.

      Ausschreibungen für Kurzgeschichten findet man zum Beispiel hier:

      http://www.autorenwelt.de/verzeichnis/aufrufe

      Bei der jeweiligen Ausschreibung ist nachzulesen, in welcher Form man sich bewerben kann und was man einschicken soll.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  2. Chiara Mercan Antworten

    Sehr geehrte Frau Huesmann,

    ich habe gestern Ihre Seite entdeckt und ich bin Ihnen sehr dankbar für die wertvollen Tipps. Ich finde es großartig, dass Sie sich die Zeit genommen und sich so viel Mühe gemacht haben, um eine klare, strukturierte Online-Anleitung für Anfänger anzubieten :-)
    (Ich bin Italienerin und ich schreibe zum ersten Mal ein Buch auf Deutsch, daher sind Ihre Empfehlungen eine wahrhaftige Rettung!)
    Sie haben eine Leistung erbracht, die man von den Verlagen selbst erwarten könnte…
    Ich wünsche Ihnen das Beste! Möge das Leben Ihnen so viel Gutes bescheren, wie Sie es uns – Interessierten- angeboten haben!! (Das klingt religiös, ich meine es aber wirklich so).
    Schöne Grüße
    Chiara Mercan

  3. Jonas Antworten

    Hallo Frau Huesmann,

    mit großem Interesse habe ich Ihren Blog gelesen. Ich kann mich nur bedanken. Ich hatte schon seit langem den Wunsch einen Roman zu verfassen. Aber meine Gedanken ließen sich nie besonders gut zügeln und bündeln. Dank Ihnen und der angewandten Methodik (Schneeflocken) ist es mir nun gelungen. Ich beginne nun an den ersten Seiten zu schreiben.

    Neben diesem Feedback liegen mir allerdings noch zwei Fragen zum obigen Thema auf dem Herzen.

    Mir ist der Gedanke gekommen, fortlaufend Teile aus dem Manuskript auf einer eigenen Webseite zu veröffentlichen. Neben der Hoffnung, dass sich schon vor der Veröffentlichung des gesamten Romanes Interesse wecken lässt, empfände ich es als sehr nützlich schon erste Feedbacks zu erhalten.
    Während der Agentur- bzw. Verlagssuche würde ich den Roman gerne als eBook bei Amazon anbieten. Da ich Vollzeit arbeite, bin ich auf das Geld zwar nicht dringend angewiesen, aber ich werde ungeduldig sein und darauf brennen zu erfahren, wie der Roman ankommt und natürlich will ich nach der Vollendung auch die Früchte der eigenen Arbeit zeitnah ernten und nicht erst Monate später oder vielleicht auch nie.

    Ich möchte den Roman allerdings gerne über einen Verlag herausgeben lassen. Was meine Chancen diesbezüglich mindert würde ich gerne vermeiden.

    Viele Grüße Jonas

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Jonas,

      die Verlage mögen es nicht, wenn ein Manuskript oder Teile eines Manuskripts schon vorab veröffentlicht waren. Das würde Ihre Chancen auf jeden Fall mindern, einen Verlag zu finden.

      Im digitalen Zeitalter findet zwar auch hier ein Umdenken statt, trotzdem ist nur ein Teil der Verlage bereit, ein Manuskript anzunehmen, das in Teilen oder ganz bereits veröffentlicht ist. Wie genau die Verlage darüber denken, habe ich in meiner Umfrage Anfang des Jahres erfragt, die Ergebnisse finden Sie hier:

      https://www.die-schreibtrainerin.de/grosse-verlage-setzen-vor-allem-auf-literaturagenturen/

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  4. Anna Antworten

    Hallo Frau Huesmann,

    ich habe einige Buchideen für Kleinkinder (im Alter von 1-3 Jahren). Zwei Ideen habe ich bereits umgesetzt, d.h. selbst illustriert und geschrieben. Der Text besteht aus leicht verständlichen Reimen (meist 4 Verszeilen pro Seite). Die Bücher hätten ca. eine Länge von 10 Seiten. Ich habe nun gehört, dass Agenten und auch Verlage nicht sonderlich begeistert sind von Manuskripten mit Text und Bild. Wissen Sie, ob das tatsächlich so ist? Wie würde ich dann ggf. dazu kommen, meine Buchideen als Ganzes zu veröffentlichen?

    Außerdem frage ich mich, ob es erforderlich ist, sich als „Autor“ im Rahmen des Exposes vorzustellen (z.B. Werdegang)?

    Ich freue mich über Ihre Antwort. Bereits herzlichen Dank im Voraus!

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Anna,

      —snip—
      Ich habe nun gehört, dass Agenten und auch Verlage nicht sonderlich begeistert sind von Manuskripten mit Text und Bild.
      —snap—

      Ja, das stimmt – wenn Texte und Bilder von zwei unterschiedlichen Personen stammen. Aber in Ihrem Fall ist es ein Gesamtpaket: Sie machen Text UND Bild. In diesem Ausnahmefall ist es in Ordnung, beides zusammen anzubieten. Alle anderen sollten nur das anbieten, was sie selber erstellt haben, entweder Text oder Bilder.

      Ein Exposé sollte unbedingt die Kurzvita der AutorInnen enthalten. Das sind aber in aller Regel nur ein paar wenige Sätze, das sollte nicht zu ausführlich sein. Mehr dazu finden Sie hier in meinem Blogbeitrag: Exposè schreiben für einen Roman.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  5. Nadine Wittig Antworten

    Guten Tag Frau Huesmann,
    ich bin 22 und schreibe schon immer liebend gerne Romane. Zur Zeit arbeite ich an ein Fantasy Roman und bin zum ersten mal sehr zuversichtlich, dass es einen Versuch wert ist es zu veröffentlichen. Das Problem dabei ist, dass ich eine Lese-Rechtschreib-Schwäche habe und daher viele Fehler beim schreiben mache. Habe ich überhaupt eine Chance das mein Buch bei einen Verlag angenommen wird?

    MfG,
    Nadine Wittig

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Frau Wittig,

      die Rechtschreibfehler in einem Text lassen sich recht leicht beseitigen, das ist kein Problem. Für die Bewerbung bei einer Agentur oder einem Verlag brauchen Sie ein fehlerfreies Eposé und eine fehlerfreie Leseprobe, dafür würde ich mir Unterstützung holen. Sie könnten FreundInnen fragen oder eine Lektorin mit dem Korrektorat der Leseprobe und des Exposés beauftragen. Zeigt eine Agentur oder ein Verlag Interesse am ganzen Manuskript, können Sie auf Ihre Lese-Rechtschreib-Schwäche hinweisen und bei Bedarf abklären, wer das Lektorat/Korrektorat des Manuskripts übernimmt.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  6. Mare Antworten

    Sehr geehrte Frau Huesmann,

    ich arbeite gerade an meinem ersten Roman, den ich auch zusende bringen werde. Bisher habe ich 400 Normseiten, die ich in den letzten 10 Monaten geschrieben habe. Mit Planung und so weiter.
    Allerdings bin ich mir nicht sicher, wie viele Normseiten „normale“ Bücher haben und wie viele Wörter. Bei mir werden es wahrscheinlich 100.000, momentan bin ich bei knapp 90.000.

    Da mein Manuskript in absehbarer Zeit fertig ist, rückt natürlich eine Frage auch immer näher. Es geht um die Veröffentlichung.
    Ich habe mich auch schon erkundigt, welche Verlage zu mir und meinem Buch passen würden, allerdings hat sich mir auch gleichzeitig eine Frage aufgedrängt.
    Ich bin minderjährig. Erst 15 Jahre alt und weiß nicht, ob Verlage mit mir zusammen arbeiten würden. Das Einverständnis meiner Eltern hätte ich, aber reicht das?
    Sollte ich in irgendeiner Form erwähnen, dass Meine Eltern mich unterstützen?
    Und was genau würde bei der Überarbeitung auf mich zukommen?
    Ist dieses Pensum als Schülerin schiffbar?

    Mit freundlichen Grüßen
    Mare

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Mare,

      herzlichen Glückwunsch zum (fast) beendeten Roman! Manche Verlage möchten, dass ein Roman-Manuskript nicht mehr als 300 bis 400 Normseiten Umfang hat, anderen ist das egal – Sie liegen also noch im „normalen“ Bereich. Ich würde Ihnen empfehlen, den ersten Entwurf sehr, sehr gründlich zu überarbeiten, dann steigt die Chance, dass Sie später nicht mehr so viel überarbeiten müssen. Wenn Sie Ihr Manuskript anbieten, sollten Sie auf jeden Fall betonen, dass Ihre Eltern mit der Veröffentlichung einverstanden sind. Übrigens: Zwischen Verlagssuche und Veröffentlichung liegen oft zwei bis drei Jahre – bis dahin sind Sie volljährig.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  7. Ralf Antworten

    Guten Tag, Frau Huesmann,
    ich habe mich schon seit Wochen durch Ihre reichhaltigen Informationen auf Ihrer Seite gelesen. Sie sind gewiss sehr hilfreich.
    Seit etwa einem Jahr schreibe ich. Ich notiere mir eigentlich alle Ideen, die mir in den Sinn kommen. Das sind inzwischen locker 1.000 Normseiten, allerdings sind es Abhandlungen für sechs verschiedene Geschichten. Und eines scheint mich immer wieder zu reiten. Es wird oft sehr erotisch, teils auch sehr deutlich. Daher die Frage, wieviel Sex ist erlaubt, und wie deutlich kann man die Aktionen beschreiben, ohne gleich ein Drehbuch für einen Pornofilm zu schreiben?
    Bei der Überarbeitung der Geschichten reduziere ich da dann immer wieder eine Menge weg, aber es ist vielleicht trotzdem noch immer ein wenig zu viel. Was also ist akzeptabel?
    MfG, Ralf

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Ralf,

      ich persönlich bin der Meinung – weniger ist mehr. Aber das ist sicher Geschmackssache und am Ende wird der Verlag entscheiden. Deshalb würde ich Ihnen empfehlen: Nicht zu viel beschreiben, aber auch nicht alles rausstreichen – und offen bleiben für die Wünsche des Verlags.

      Viel Erfolg
      Anette Huesmann

  8. Martina Antworten

    Hallo Schreibtrainerin,
    Ich arbeite derzeit an einer Kinderbuchreihe. Ihr Mehrwert ergibt sich aber erst aus einer interaktiven Onlinepräsenz.
    Es ist also nicht nur ein Expose das ich an Verlage schicke sondern gleich ein ganzes (wenn man es so nennen mag) Marketingkonzept.
    Ich habe dieses Konzept noch nirgends gesehen. Denke es ist eine sehr gute Idee.
    Mir ist klar das Verlage/Agenturen keine Textinhalte klauen, aber wie sieht es mit ganzen Konzepten aus?
    Kann ich mich überhaupt absichern?
    Danke im Vorraus
    Martina

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Martina,

      Sie haben das Urheberrecht an Ihren Texten und auch an einem ausgearbeiteten Konzept. Möchten Sie im Falle eines Falles nachweisen, dass es sich bei einem Manuskript um einen eigenen Text handelt, dann können Sie es bei einem Notar hinterlegen und erhalten dann eine notarielle Beglaubigung (für 50 bis 150 Euro), dass Sie zum Zeitpunkt der Hinterlegung im Besitz dieses Textes waren. Im Zweifelsfall gehen Gerichte davon aus, dass eine Person, die den Text zuerst besaß, das Urheberrecht daran hat. Eine notarielle Beglaubigung gilt vor deutschen Gerichten als Beweis und ist auch international anerkannt.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  9. Melli Antworten

    Hallo Frau Huesmann.
    Ich schreibe momentan an einem Fantasy Buch dessen Idee ähnlich einer amerikanischen Fantasy Reihe ist. Ich frage mich ob dieses Buch ein Plagiat wäre. Halten Sie es für eine gute Idee, wenn ich mich bevor ich das Manuskript an einen Verlag sende, mit der Autorin der amerikanischen Reihe in Verbindung setze und mich bei ihr erkundige ob mein Manuskript ein Plagiat ist? Was würden Sie vorschlagen um herauszufinden, ob es ein Plagiat ist?
    Freundliche Grüße,
    Melli

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Melli,

      wenn die Idee ähnlich ist (und nicht identisch) und Sie aus dieser Idee eine ganz eigene Geschichte gemacht haben, sollte das kein Problem sein. Es gibt viele Buchideen, die sich ganz ähnlich sind. Solange ich als Autorin daraus eine ganz eigene Geschichte entwickle mit charakteristischen Figuren und einem charakteristischen Handlungsverlauf, entsteht daraus mein eigenes Werk. Voraussetzung ist, dass ich werden die Figuren noch den Plot kopiere, sondern ganz eigene Figuren und einen eigenen Handlungsverlauf entwickle. Mehr zum Thema Plagiat und Urheberrechtsverletzung gibt es hier auf meinem Blog (https://www.die-schreibtrainerin.de/das-urheberrecht-schuetzt-nicht-vor-textklau/) und auch von Matthias Matting (http://www.selfpublisherbibel.de/autoren-tipp-der-unterschied-zwischen-plagiat-und-urheberrechtsverletzung/). Im Zweifelsfall sollten Sie sich von AnwältInnen beraten lassen, die sich auf Urheberrecht spezialisiert haben.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  10. Tammy Antworten

    Hallo Frau Dr. Huesmann,

    vielen Dank für den interessanten Artikel.
    Ich schreibe seit 12 Jahren (mein halbes Leben…) und habe inzwischen einen ganzen Haufen an Büchern fertig, war allerdings nie mutig genug über eine Veröffentlichung nachzudenken. Ob ich es nun wirklich wagen will weiß ich noch immer nicht, doch beim darüber sinnieren hat sich mir eine Frage aufgedrängt:

    (Fast) alle meine Bücher gehören einer Reihe an, die die Geschichte einer eigenen Welt von der Urzeit bis in die Moderne beschreiben. Entsprechend haben zwar alle Geschichten die selbe Basis, liegen zeitlich aber so weit auseinander, dass wenig direkter Zusammenhang besteht und man theoretisch auch jedes Buch einzeln lesen kann. Geschrieben habe ich sie nicht der inhaltlichen Reihenfolge nach, sondern so, wie mir die Ideen kamen (im Ergebnis: 5,1,3,6,2,4). Sollte ich nun – theoretisch – das erste zu dieser Reihe geschriebene Buch, Nr. 5, oder das im Buch-Universum am weitesten vorn liegende Buch einreichen?

    Letztres klingt für mich im ersten Moment logischer, allerdings könnte es einen falschen Eindruck vermitteln, wenn ich eine Reihe mit einem Ureinwohner-Stamm beginne und das nächste Buch dann plötzlich im frühen Mittelalter spielt…

    Ist vermutlich ohnehin alles rein hypothetisch, aber die Vorgehensweise würde mich wirklich interessieren.

    Liebe Grüße
    Tammy

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Tammy!

      Zunächst ganz allgemein: Ich würde rein chronologisch vorgehen, das schafft am wenigsten Verwirrung – also das Buch, das rein zeitlich früher spielt, wäre meine Nummer eins, die ich zuerst vermarkten würde.

      ABER: Es könnte sein, dass das zuletzt geschriebene Buch das beste ist – im Laufe der Jahre wird man ja beim Schreiben besser und oft sind die später geschriebenen Bücher die besseren. In diesem Fall würde ich mit dem besten Buch an den Start gehen, um die Chancen zu erhöhen. Hat ein Verlag Interesse, können Sie immer noch mit Ihrer Lektorin besprechen, welches Buch zuerst veröffentlicht werden soll.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  11. Lukas Antworten

    Guten Tag Frau Huesmann,

    Momentan schreibe ich an einer Geschichte für die Kinder Bekannter. Da es mir Spaß macht, überlege ich momentan eventuell mit dem Schreiben weiter zu machen und vielleicht irgendwann etwas zu veröffentlichen. Nun gefällt mir die Idee des Self Publishing und ich würde gerne wissen ob man wenn man Self Publishing betreibt noch bei einem Verlag unterkommen kann.

    Schöne Grüße

    Lukas

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Lukas,

      grundsätzlich ja – Voraussetzung ist jedoch, dass das selbst publizierte Buch sehr erfolgreich ist. Wenn es sich nicht gut verkauft, kann man es keinem Verlag anbieten bzw. wird sich kein Verlag dafür interessieren.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  12. Florian Antworten

    Hi Schreibtrainerin,

    ich fand den Beitrag sehr lesenswert, da ich für meine Kindergruppe, die ich ehrenamtlich leite (mit mir zur Seite gestellten Leuten, da ich erst 16 bin) immer wieder Traumreisen selber schreibe, habe ich die Idee bekommen, diese gesammelt in einem Buch zu veröffentlichen.

    Diese sind pädagogisch sehr ausgearbeitet und für Kinder von 4 bis 10 ideal. Wie gehe ich vor, wenn ich dieses Buch bewerben möchte. Reicht es, wenn ich eine oder zwei Traumreise zur Leseprobe schicke? Da ich momentan noch nicht so viele habe.

    Bei welchen Agenturen bietet sich eine Bewerbung aufgrund des Genres an?

    Ich freue mich auf Ihre Antwort.

    MIt freundlich Grüßen

    Florian :-)

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Florian,

      es müssten Agenturen sein, die sich auf pädagogische Sachbücher spezialisiert haben. Könnte aber schwierig sein, dafür eine Agentur zu interessieren. Der direkte Kontakt zu kleinen Verlagen, die sich auf pädagogische Bücher spezialisiert haben, ist vermutlich aussichtsreicher. Am besten, Sie gehen in eine Bücherei oder sehen auf Internetseiten für pädagogische Berufe nach, welche Verlage ähnliche Bücher herausgeben. Dann könnten Sie direkt bei den Verlagen nachfragen.

      Viel Erfolg
      Anette Huesmann

  13. Sandra K. Antworten

    Liebe Frau Huesmann,

    bei mir ist es zwar noch ein Weilchen hin, bis ich mein Manuskript fertigstelle. Trotzdem kam für mich nun die Frage auf, in welcher Form ich mein Buch irgendwann veröffentlichen kann. Ich würde es schon gerne mit einer Agentur oder einem Verlag probieren, daher nun folgende Frage:

    In Abschnitt 9 schreiben Sie folgende Information:
    „Ein Kapitelanfang ist zu erkennen an einer Zahl, einem Buchstaben oder einer Überschrift.“
    Ist das so zwingend erforderlich? Mein Buch wechselt abschnittweise reihum zwischen drei Perspektiven. Daraus ergeben sich mal längere, mal kürzere Kapitelchen. Aber ich trenne sie nicht wie Kapitel, sondern habe nur mit mehreren Zeilen Abstand bisher immer „******“ getippt und nach wiederum ein paar Zeilen Abstand beginnt einfach der nächste Abschnitt mit einer anderen Perspektive. Es gibt also keine inhaltlichen, keine zählenden und auch keine Perspektive nennenden Überschriften.

    Empfehlen Sie mir, vor Einsendung des Manuskripts und ebenso der Leseprobe, das in „echte“ Kapitel umzuwandeln, so komplett mit Überschrift/Zahl/etc., oder reicht diese Abtrennung aus?

    Freundliche Grüße,

    Sandra K.

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Sandra K.,

      Kapitel sind sehr üblich und gliedern das Buch – aber natürlich sind sie nicht zwingend. Wenn Ihre bisherige Gliederung zu Ihnen und Ihrem Manuskript passt, würde ich es so lassen.

      Viel Erfolg
      Anette Huesmann

  14. Jerusel Antworten

    Liebe Anette Huesmann,

    mein Sohn ist Reiseblogger https://1thingtodo.de/ gern würde er seine durchaus lesenswerten und interessanten Berichte in einem Buch zusammenfassen um einem größerem Leserkreis zu erreichen. Wer wäre ein guter Ansprechpartner bzw. an wen sollte ich mich wenden ?
    Vielen lieben Dank

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Frau Jerusel,

      ich habe Ihnen eine Mail gesendet mit einem kleinen Tipp.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  15. Christine A. Antworten

    Liebe Frau Huesmann,

    Ich bin daran eine Fantasy-Geschichte zu schreiben und würde diese später gerne veröffentlichen. Ich habe aber das Gefühl dass deutsche Bücher dieses Genres nicht sehr gefragt sind da man in Buchhandlungen fast nur vom Englischen übersetzte Fantasy Bücher findet. Lohnt es sich überhaupt das Buch auf deutsch weiterzuschreiben oder soll ich dies auf Englisch tun? Obwohl meine Englischkenntnisse reichen um einen Text zu schreiben, weiß ich aber nicht, ob ich die Geschichte gleich spannend schreiben kann.

    Freundliche Grüsse
    Christine A.

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Christine A.,

      die Verlage nehmen gern Bücher ins Programm, die sich im Ausland bereits als Bestseller erwiesen haben. Deshalb gibt es viele aus dem Englischen übersetzte Bücher in unseren Buchhandlungen, weil diese in anderen Ländern schon sehr erfolgreich waren. Aber ein unveröffentlichtes Manuskript hätte auf Englisch nicht mehr Chancen als auf Deutsch. Wenn Deutsch Ihre Muttersprache ist, dann schreiben Sie am besten auf Deutsch, mit einem englischen Manuskript würden Sie Ihre Chancen auf Veröffentlichung nicht verbessern.

      Viel Erfolg wünscht Ihnen
      Anette Huesmann

  16. Nadine Gering Antworten

    Ich schreibe Gedichte, hätte ich auch eine Möglichkeit sie zu veröffentlichen, wenn ja wie stelle ich das am besten an?

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Frau Gering,

      es gibt einige Verlage, die Lyrik veröffentlichen – welche das sind, finden Sie hier in der Verlagsliste bei Wikipedia. Dort können Sie sich mit Ihren Gedichten bewerben. Oder Sie nehmen an Lyrik-Wettbewerben teil oder bewerben sich bei Lyrikportalen, um direkt im Internet zu veröffentlichen, z.B. bei http://www.lyrikwelt.de. Dort finden Sie auch Ausschreibungen der kommenden Lyrik-Wettbewerbe.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  17. Kante Antworten

    Hallo Frau Huesmann,
    ich habe ein wichtiges Thema aber das Schreiben würde bei mir zu lange dauern. Deswegen suche ich nach einem Autor, der für mich das Buch schreibt (wie „fire and fury“) und ich nur die Informationen liefere. Wie finde ich einen Schreiben, der sich mit dem Thema evtl. auskennt und mir vorab schon eine Einschätzung für die Veröffentlichung benennen kann? Mein Buch soll dokumentieren und Lebenshilfe für Auswanderer sein. Wie falsch die tatsächliche Situation durch Werbung und die Vorstellung der Medien getäuscht wird, wird im Buch meine Aufklärung sein. Es ist quasi die Offenlegung einer Illusion über Norwegen und die Skandinavier.

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Herr Kante,

      eine Möglichkeit wäre, nach einem Ghostwriter zu suchen – einfach „Ghostwriter Sachbuch“ bei Google eingeben und da finden Sie dann schon etliche AnbieterInnen. Wenn Sie sich die Referenzen ansehen, können Sie die Qualität der Arbeit beurteilen. Ist allerdings nicht ganz billig, da Ghostwriting eine Dienstleistung ist.

      Viel Erfolg
      Anette Huesmann

  18. Stef Antworten

    Liebe Frau Huesmann,
    Ich habe nach all den Infos noch eine Frage zur Leseprobe. Wenn zB 20 Seiten verlangt werden, sollte man auf-bzw abrunden, um einen Satz, ein Kapitel abzuschließen, oder ist die 20. Seite komplett zu verschicken?
    Worüber ich auch noch im Unklaren bin: wie werden Kapitelüberschriften in der Normseite eingebaut? Neue Seite oder nur mit Absatz, Leerzeile…?
    Ich würde gern in Ihre Kurse gehen, aber ich lebe in Afrika und bin zu selten in Deutschland.
    Liebe Grüße
    Stef

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Stef,
      werden 20 Seiten Leseprobe gewünscht, ist es nicht so wichtig, ob Sie dann am Ende 19 oder 21 Seiten schicken. Allerdings würde ich das nicht weiter ausreizen, als eine Seite plus/minus beizulegen.
      Ich persönlich würde dazu tendieren, lieber nach unten abzurunden. Selbst das liest vermutlich kein Mensch bis zum Schluss – wenn das Exposee und die ersten zehn Seiten nicht überzeugen, tut es auch die 21. Seite nicht.
      Was die Kapitel betrifft, würde ich das in den laufenden Text integrieren, also keine halbe Seite leer lassen und auf der nächsten Seite neu starten, sondern ein kurzer Abstand und dann auf der gleichen Seite weiter.

      Viele Erfolg!
      Anette Huesmann

  19. Laura Antworten

    Hallo liebe Schreibtrainerin,
    Kurz zu mir: Ich bin 14 und leide seit der 1. Klasse unter Mobbing, was auch Thema meines Buches werden soll, es ist ein Buch über mein Leben. In vielen Hinsichten geht es um meine schlechten Erfahrungen mit Lehrern, Mobbing und so weiter. Meine Mutter hat sich die bis jetzt 50 Seiten durchgelesen und möchte es an einen Verlag schicken, sagt aber auch, dass ich es in Ruhe zuende schreiben soll. Was ich mich frage: Interessiert es jemanden? Habe ich Chancen bei einem Verlag? Wann weiß ich, dass es mein endgültiges Ende ist und ich nichts mehr ändern möchte?

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Liebe Laura,

      ich würde euch empfehlen, für beides Unterstützung zu holen bzw. euch beraten zu lassen: für die Situation in der Schule, aber auch für das Schreiben von biografischen Texten. Denn solche Fragen lassen sich am besten anhand der konkreten Texte beantworten. Ihr findet bestimmt passende Angebote in eurer Stadt oder eurer Region.

      Viele Grüße
      Anette Huesmann

  20. 17AlinaLea Antworten

    Hallo,
    ich bin 14 Jahre alt und habe angefangen ein Buch zu schreiben, ich habe auch schon auf Wattpad meine Kapitel veröffentlicht (die ich schon fertig habe). Ist es ein Problem, dass mein Buch schon auf Wattpad ist oder nicht?

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Alina,
      das weiß ich im Moment auch nicht so genau – aber ich werde versuchen, das herauszufinden, da mir in letzter Zeit die Frage häufiger gestellt wird.
      Viele Grüße
      Anette Huesmann

  21. Melli Antworten

    Hallo Schreibtrainerin,
    Ich arbeite seit einiger Zeit an einer mehrteiligen Romanreihe und stelle mir gegen Ende des ersten Teils eine Frage: Die Grundidee ist sehr an einer Reihe einer anderen Autorin orientiert. Muss ich mich mit ihr absprechen und ihr Einverständnis einholen? Zum Besseren Verständnis meines Problems habe ich hier ein Beispiel: Angenommen, ich würde mich an der Silber Trilogie von Kerstin Gier orientieren, es würde eine Geschichte entstehen, bei der sich die Hauptpersonen genau wie bei ihr im Traum treffen können, aber eine andere Hintergrundhandlung, die von mir selbst entworfen ist, hätte. Die Grundidee stammt also von ihr, kann ich meine Reihe dennoch ohne ihr Einverständnis veröffentlichen?

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Melli,

      das zu beantworten ist nicht einfach, denn es kommt sehr darauf an, wie groß die Überschneidung ist. In der aktuellen Ausgabe der Federwelt (Dezember 2017) sind gleich mehrere Artikel zu diesem Thema, da wird sehr genau beschrieben, wo die Grenze ist, was noch erlaubt ist und was nicht. Sehr lesenswert und ich denke, die beiden Artikel geben einen guten Überblick über die Thematik und beantworten auch Ihre Frage.

      Viele Grüße
      Anette Huesmann

  22. Lisa Antworten

    Hallo :)

    ich schreibe Gedichte und würde sie gerne in Büchern herausbringen. Alle sagen mir, dass man mit Gedichten eher geringe Chancen hat von einem Verlag genommen zu werden und dann von den Einnahmen zu leben. Was sagen Sie dazu? Irgendwelche Tipps?

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo,

      das ist auch meine Einschätzung: Die Chance, einen Verlag für Gedichte zu finden, ist sehr gering. Aber Sie können Ihre Texte im Self Publishing herausbringen. Gerade dafür sind die Möglichkeiten selber zu veröffentlichen gut geeignet: Für kleine Auflagen. Die Chance, damit Geld zu verdienen, ist tatsächlich sehr gering.

      Viel Freude an Ihren Gedichten wünsche ich Ihnen!
      Anette Huesmann

  23. Stef Antworten

    Liebe Schreibtrainerin,
    Genau zu den Agenturen habe ich eine Frage. Die wollen ja gern wissen, ob man nur diese eine anschreibt oder mehrere. Haben Sie Erfahrungen damit, zB 10 Agenturen, die passen könnten, gleichzeitig anzuschreiben? Wie gehen die mit der Information um? Wollen sie sich untereinander austauschen oder verringert sich dadurch ihr Interesse?

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Stef,

      es kann schon mal etliche Monate dauern, bis eine Agentur antwortet. Schreibt man immer nur eine Agentur an und wartet auf Antwort, könnte es einige Jahren in Anspruch nehmen, bis man zehn Agenturen angeschrieben hat. Dann ist die Geschichte, die man anbietet, womöglich schon veraltet. Deshalb ist es akzeptiert, dass man mehrere Agenturen gleichzeitig kontaktiert, wenn man offen damit umgeht.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  24. Edith Antworten

    Liebe Anette!
    Danke für die Antwort!
    Ja, ich weiß, ungewöhnlich, dumm ist nur – ich bin Künstlerin und immer gleich deprimiert, wenn etwas nicht auf Anhieb gelingt, dann stoppe ich alles, auch Anfragen. Obwohl ich weiß, die Idee wäre so gut!
    Man kann auf meiner HP auch was davon sehen (Blog und bei Stricken), aber für Strickbücher langt es bei mir nicht, denn der Bär unterscheidet sich sehr vom Ursprungsmodell, das Ganze ist für mich unkoordinierter Person nicht gut (besser gesagt Chaotin). Ich werde sehen, was ich noch mache.
    Danke noch einmal!
    Edith

  25. Edith Antworten

    Servus Frau Huesmann!
    Bei mir liegt die Sache etwas anders, ich habe vor 1 Jahr einen Teddy gestrickt, der hat sich durch sein indivuelles Aussehen zu einer kleinen Persönlichkeit entwickelt. Von Beginn an habe ich alles auf Fotos fest gehalten. Der Teddy erlebte seither viele Abenteuer, bis jetzt gibt es 3 Bändchen, allerdings nur als Fotobuch. Die Geschichten darin sind einfach, aber durch die starke Präsenz des Bären erhielten sie ganz reizende Inhalte, zumal Teddy auch noch neue, selbst gemachte Freunde bekam. Besonders Erwachsene sind von Bärchen und den Heftchen begeistert, dass es überlegenswert wäre, richtige Büchlein herzustellen. Die Geschichten gehen nämlich ständig weiter, also die Fotografiererei. Doch ich habe keine Ahnung wie, wo und bei wem ich anfragen soll! Und ob ich überhaupt etwas unternehmen soll. Gewöhnlich habe ich eine gute Hand, was Ideen betrifft, es ist beinahe aus allem, was ich je anpackte etwas geworden.
    Da ich schon „normale“ Bücher schrieb, (Geschichten von hiesigen Personen), habe ich zwar einen Verlag, doch der hat mit Kinderbüchern nichts zu tun, konnte mir auch nichts raten (ist ein kleiner volkskundlicher Verlag).
    Ich lebe in Österreich, hier findet man sehr wenig über dieses Thema.

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Edith, das ist ein ungewöhnliches Projekt und da muss man manchmal ungewöhnliche Wege gehen. Zum Beispiel Verlage anfragen, die Strickbücher veröffentlichen. Ich könnte mir auch vorstellen, dass Self Publishing ein guter Weg für Sie wäre – dort können Sie ausprobieren, ob Sie mit diesen Büchern auch überregional Interesse wecken können.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  26. Eva Antworten

    Hallo Frau Dr. Huesmann,

    ich bin sehr dankbar für den Tipp mit den Agenturen, vielen Dank. Da ich kurz davor stehe, mein Expose an Verlage zu senden, hat mir dieser Tipp sehr weitergeholfen. Allerdings arbeite ich an einem Kochbuch und bin auf diesem Gebiet jetzt auf der Suche nach Agenturen. Hätten Sie da evtl. einen Tipp für mich?

    Lieben Dank
    Eva

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Frau Nowack,

      alle Agenturen haben ihre Schwerpunkte – Genres, die sie vermitteln, und Genres, die sie nicht vermitteln. In den Verzeichnissen der Agenturen (sowohl im Handbuch für AutorInnen und Autoren als auch bei DSFopedia, das ich hier verlinkt habe), sind die Schwerpunkt der Agenturen genannt. Man sollte nur Agenturen kontaktieren, die das eigene Buch, das man anbieten möchte, auch als Schwerpunkt genannt haben. Dabei sollte man sich auch nicht auf eine Agentur beschränken, sondern mehrere kontaktieren. Deshalb mein Tipp: Sehen Sie sich die genannten Listen der Agenturen durch und wählen sie die aus, die Sachbuch (ganz allgemein) oder sogar Kochbuch als Spezialgebiet genannt habe. Das könnten für Sie lohnenswerte Adressen sein.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  27. Megi Antworten

    Guten Abend!

    Sie haben mir wirklich sehr geholfen.
    Das waren Sätze, die mir jemand sagen musste, bevor ich weiter schreiben kann. Vielen herzlichen Dank und alles Gute weiterhin!

    Megi

  28. Megi Antworten

    Guten Abend,

    ich schreibe schon immer und das sehr viel. Ich habe auch ständig neue Ideen und beginne auch daran zu schreiben, nur bringe ich sie nie zu Ende, da ich Angst habe, dass ein Autor schon einmal eine sehr ähnliche Geschichte geschrieben hat und ich nichts kopieren möchte.

    Wie kann ich diesen Knoten lösen und Gedanken von dieser Art beiseite schieben?

    Herzliche Grüße,

    Megi

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Megi,

      seit es die Menschen gibt, erzählen sie Geschichten. Es gibt kaum ein Thema oder eine Idee, zu der nicht jemand anderes schon etwas erzählt hat. Es ist nicht so wichtig, ob es etwas Ähnliches schon mal gab – es kommt darauf an, was man selber daraus macht. Die Art und Weise, WIE man eine Geschichte erzählt und WAS man aus der ersten Idee entwickelt, das macht den Unterschied. Das ist das Einzigartige, Unverwechselbare, Individuelle. Deshalb muss nicht die Grundidee einzigartig sein, sondern die Geschichte, die man erzählt. Zum Beispiel Liebesgeschichten – es gibt kaum eine Konstellation, die nicht schon mal als Geschichte erzählt wurde. Und trotzdem erscheinen immer wieder neue, zauberhafte Liebesgeschichten, die es auf diese Weise vorher nie gegeben hat.

      Viel Freude beim Schreiben
      Anette Huesmann

  29. Autor xD Antworten

    Hallo,
    Ich bin 14 und schreibe an einem Buch „control“, es soll ein Actionthriller werden und ich bin mit Spaß dabei. Aber ich schreibe aus der „ich-Perspektive“ und so kommt sehr oft das Wort „ich“ vor…gibt es dazu einen Tipp?

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Autor xD,

      es ist in Ordnung, wenn in einem Buch mit einer Ich-Perspektive das Wort „ich“ häufig vorkommt. Wenn Sie sich andere Bücher mit einer Ich-Perspektive genauer ansehen (z.B. Die Tribute von Panem), dann lesen Sie „ich“ dort auch sehr häufig. Das nimmt man als LeserIn nicht wahr.

      Viel Spaß beim Schreiben!
      Anette Huesmann

  30. Alexa Antworten

    Ich bin 14 und schreibe schon seit etwas längerer Zeit an einem Fantasy Roman.
    Zwischendurch habe ich allerdings immer wieder Bedenken, ob die Idee auch gut genug ist und wie ich es jemals schaffen soll das Buch fertig zu schreiben.
    Dann verwerfe ich etliche Ideen oder lösche mehrere Seiten. Wäre es besser alle Ideen mit in das Buch einzubringen und nach erster Fertigstellung alles zu überarbeiten oder schon jetzt?
    Und würden Verlage schon Bücher von so jungen Autorinnen veröffentlichen?

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Alexa,

      Zweifel gehören dazu, auch die größten SchriftstellerInnen haben Zweifel und fragen sich, ob die Idee gut genug ist und ob sie es jemals zu Ende bringen werden.
      Ich würde dir empfehlen, eine erste Fassung mit allen Ideen zu schreiben und erst später zu entscheiden, was drinbleibt und was rausfliegt. Denn manchmal verändern sich die Ideen und die Geschichten und dann kann man erst am Ende sehen, was wirklich dazu gehört.
      Verlage sind sehr daran interessiert, Bücher von jungen Autorinnen zu veröffentlichen, es lohnt sich also, dranzubleiben :-)

      Viel Erfolg
      Anette Huesmann

  31. Laura Antworten

    Hallo Schreibtrainerin,
    ich bin 15 Jahre alt und schreibe und plane nun insgesamt seit fast 1 1/2 Jahren an meinem Buch. Ich habe immer wieder Phasen, in denen ich nicht schreiben kann, weil ich genau weiß, dass das, was ich in diesem Moment produzieren würde, nicht gerade meinen Ansprüchen genügen würde. Diese Phasen dauern teilweise bis zu drei oder vier Wochen. Oft schreibe ich, um mich von etwas abzulenken und innerlich für ein paar Stunden ruhig zu werden. Ich spüre, wenn ich gerade vor Kreativität nur so sprühe und wenn es nicht so ist, dann bin ich unsicher, ob ich jetzt wirklich in die Tasten hauen sollte. Daher zieht sich das Schreiben des Manuskriptes hin. Jetzt habe ich aber gehört, dass man den ersten Entwurf des Manuskriptes so schnell wie möglich schreiben soll. Stimmt das? Und wenn ja: Warum ist das so? Ist es schlimm, wenn ich mir bereits bei dem ersten Entwurf Zeit lasse? Ich habe es seit dem letzten August (also bis jetzt und mit mehreren Schreibpausen) geschafft innerhalb von fast einem Jahr ca. 200 Normseiten zu tippen. Mir kommt das für diese Zeitspanne so wenig vor…

    Ist es eigentlich problematisch, wenn man an mehreren Projekten gleichzeitig arbeitet? Nebenbei habe ich nämlich noch ein Kurzgeschichten-Projekt mit 12 Geschichten am Laufen, die ebenfalls alle 2-4 Normseiten betragen (also der fertige Umfang wird ca. 30-40 Seiten umfassen). Natürlich schreibe ich auch mal so eine Kurzgeschichte, wenn ich eine Idee nicht aus dem Kopf bekomme oder anderweitig gerade Inspiration für diese oder ein Gedicht finde.

    Vielen Dank im Voraus und liebe Grüße,
    Laura

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Laura,

      in einem Jahr 200 Normseiten zu schreiben ist viel – Gratulation. Wenn man nicht hauptberuflich schreibt (so wie die meisten), dann ist das ein gutes Schreibtempo. Übrigens müssen die ersten Entwürfe nicht perfekt sein. Viele AutorInnen schreiben zu Beginn einen Rohentwurf, der ruhig Mängel haben darf. Erst durch das Überarbeiten wird ein gutes Manuskript daraus.
      Wenn man anfängt mit dem Schreiben, dann muss man für sich herausfinden, wie man am besten arbeitet. Dabei entwickelt jeder Mensch einen ganz eigenen Arbeitsstil mit einem individuellen Tempo. Hauptsache, es funktioniert für einen selber gut.
      Ich arbeite auch meist an mehreren Projekten gleichzeitig – das tun viele ;-)
      Viel Freude beim Schreiben wünscht
      Anette Huesmann

  32. Dominik Antworten

    Hallo Schreibtrainerin.

    Ich habe vor kurzem meinen ersten Roman vollendet und möchte ihn nun zu einer Agentur senden. Meine Frage: „Muss ich mein Werk selbst urheberrechtlich schützen lassen? Bzw. wird das von der Agentur gemacht?

    Lg Dominik

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Dominik,

      die wichtigsten Fakten zum Thema Urheberrecht von Buchmanuskripten finden Sie hier auf meinem Blog: Urheberrecht und Buchmanuskripte.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  33. Patricia Mertens Antworten

    Hallo Schreibtrainerin,
    Ich bin auf ihre Seite gestoßen, was mir sehr helfen könnte, weil ich so nicht weiter komme, wie ich vorgehen muss. Ich habe ein Buch über Geisterbeschwörung geschrieben, was genau da drin steht, welcher Tag und was da genau passiert ist. Dieses Buch hat 55 Seiten. Wie gehe ich denn jetzt vor, um dieses Buch zu veröffentlichen? Ich sitze schon 8 Monate an diesem Buch und habe es immer wieder neu bearbeitet. Ich denke, jetzt ist es an der Zeit, dieses Buch zu veröffentlichen.
    Lg
    Patricia

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Patricia,
      ein sehr spezialisierter kleiner Verlag wäre vielleicht interessiert. Sie können nach Büchern zu ähnlichen Themen suchen und sich an die Verlage wenden, die diese Bücher herausgegeben haben. Allerdings könnte die Länge Ihres Buches ein Problem sein – 55 Seiten sind sehr schmal. In diesem Fall wäre Selfpublishing eine Möglichkeit, das heißt, Sie geben Ihr Buch mit einem der Selfpublishing-Dienstleister selber heraus. Weitere Informationen zum Thema Selfpublishing finden Sie unter http://www.selfpublishingbibel.de.
      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  34. Peter Antworten

    Hallo Schreibtrainerin,
    Sie sprechen hier immer wieder davon, dass Feedback wichtig ist und das es möglichst objektiv sein soll. Aber wo kann man sich darauf verlassen, wenn nicht im Internet?

    Ich persönlich finde, dass es eine sehr gute Möglichkeit ist.
    Jetzt haben Sie aber auch schon angesprochen, dass Verlage und Agenturen keine Bücher anfassen, die schon veröffentlicht im Internet sind.
    Wie verhält es sich dabei mit Teilveröffentlichungen, ähnlich einer Leseprobe?

    Kann es für eine Agentur oder einen Verlag nicht auch ein Argument für eine Verlegung des Buches sein, wenn dieser digitale Buchauszug tausende Male angeklickt wurde, weil man den Markt dahinter erkennen kann?

    Oder raten Sie generell von allen Arten der Vorveröffentlichung ab?

    Vielen Dank im Voraus

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Peter,

      eine Vorveröffentlichung, auch wenn es nur Ausschnitte sind, ist ein Risiko. Ist die Teilveröffentlichung im Internet ein grandioser Erfolg, ist das natürlich ein Argument für jeden Verlag, das Manuskript zu nehmen. Doch das lässt sich nicht planen. Ist die Teilveröffentlichung nur ein mäßiger Erfolg, dann ist das Manuskript womöglich für viele Verlage damit nicht mehr interessant.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  35. Jette Peplow Antworten

    Hallo Schreibtrainerin,

    ich schreibe gerade ein Buch über meine Zeit in der Ausbildung.
    Ich schreibe über das Leben und die Lehrzeit in einem Sterne-Hotel.
    Mein Buch ist ausschließlich aus der Erzählerperspektive geschrieben und enthält keine Namen. Meine Charaktere erkläre ich nur an bestimmen Merkmalen. Hat man auch damit eine Chance? Gibt es Agenturen und Verlage die auch solch einen Schreibstil annehmen?

    Liebe Grüße!
    Jette

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Jette,
      theoretisch ist alles möglich. Doch ich glaube, dass ein belletristisches Buch, in dem die Figuren keine Namen haben, es sehr schwer haben wird. Je besser die Geschichte und je besser der Schreibstil, desto eher wird das Buch eine Chance haben.
      Viele Grüße
      Anette Huesmann

  36. Celeste Antworten

    Hallo, seit Ende letzten Jahres habe ich mich dazu entschlossen ein Buch zu schreiben. Ich habe bereits angefangen am ersten Buch zu schreiben, und ich kann mir sehr gut vorstellen weitere Teile zu schreiben da mir auch passende Namen bereits eingefallen sind, jedoch merke ich dass ich immer öfters Blockaden bekomme. Was mich ziemlich ärgert, da ich Ideen habe, sie nur nicht zur Papier bringen kann, weil ich nicht weiß wie. Ich hoffe Sie verstehen was ich meine, und können mir eventuell dabei helfen.

    Liebe Grüße, Celeste!

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Celeste,
      es gibt sehr viele unterschiedliche Gründe, warum es zu Schreibblockaden kommt, deshalb ist ein Tipp schwierig. Sehr viele kämpfen damit, dass sie zu Beginn zuviel von sich erwarten: Es soll gleich beim ersten Satz der perfekte Bucheinstieg für die perfekte Geschichte sein. Das funktioniert natürlich nicht. Am Anfang sollte man sich sagen: Das ist nur ein Entwurf. Vielleicht ein schlechter Entwurf, aber ein Entwurf. Eine gute Geschichte und ein guter Text entsteht erst durch das Überarbeiten. Das dauert eine ganze Weile und man muss mehrfach überarbeiten, das gehört dazu. Auf diese Weise entwickelt sich aus dem ersten (vielleicht schlechten) Entwurf ganz allmählich ein gutes Buch. Das ist die übliche Arbeitsweise vieler bekannter AutorInnen.
      Viel Spaß beim Schreiben wünscht
      Anette Huesmann

  37. Lena Maier Antworten

    Ich bin es wieder und zwar habe ich noch eine Frage. Und zwar bin ich mir unsicher, ob ich aus meinem Buch einen Einteiler oder Zweiteiler machen soll. Was ist besser?

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Lena,
      ein Zweiteiler ist besser – funktioniert aber nur, wenn es wirklich zwei komplett in sich abgeschlossene Geschichten sind. Es funktioniert nicht, wenn es eine Geschichte ist, die auf zwei Bände verteilt wird – damit verärgert man nur die LeserInnen. Hat man zwei Bände auf dem Markt mit zwei in sich geschlossenen Geschichten, aber denselben Figuren, dann erhöht sich die Chance, einen größeren Kreis von LeserInnen anzusprechen. Die LeserInnen, denen der erste Band gefallen hat, möchten auch den zweiten Band lesen. Und LeserInnen, die den zweiten Band gelesen haben, möchten auch den ersten Band lesen. Deshalb gibt es so viele Reihen und Trilogien auf dem Buchmarkt. Aber wie gesagt – das funktioniert nur bei zwei in sich geschlossenen Geschichten.
      Viel Erfolg
      Anette Huesmann

  38. Lena Maier Antworten

    Guten Tag,

    ich hätte da mal eine Frage und zwar wie schaffe ich es an einer Geschichte dran zu bleiben. Mit meinen gerade mal 16 Jahren habe ich glaube ich schon sehr viele Geschichten angefangen, aber nach spätestens 5-15 Seiten hatte ich einfach keine Lust mehr. Vor 3 Wochen kam mir einfach so eine perfekte Idee. Noch nie war ich so begeistert von meiner eigenen Idee. Seit 2 Wochen schreibe ich nun, 6 Kapitel (40 Seiten) habe ich schon. Ich bin selbst Stolz auf mich schon so viel geschafft zu haben. Dennoch habe ich Angst in alte Muster zu fallen und irgendwann das Interesse zu verlieren. Haben sie vielleicht Tipps dafür?

    Noch eine Frage und zwar weiß ich was am Anfang der geschichte passiert, den Höhepunkt und das Ende. Mein Problem ist das zwischendrin immer noch Lücken vorhanden sind und ich weiß nicht recht wie und mit was ich diese genau füllen soll. Haben sie da vielleicht auch Tipps?

    Dazu möchte ich anmerken, dass ich von ihrem Blog wirklich begeistert bin! Er hat mir schon sehr oft weiter geholfen, also vielen Lieben Dank dafür!:)

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Lena,
      mein Tipp: dranbleiben. Auch wenn es Phasen gibt, in denen es keinen Spaß macht. Immer weiterschreiben. Es sei denn, Sie merken, dass die Idee nicht wirklich gut ist. Dann lieber aufhören und nach der richtig guten Idee suchen.
      Viel Spaß beim Schreiben
      Anette Huesmann

  39. Maxima Antworten

    Liebe Schreibtrainerin,
    ich bin 14 Jahre alt und schreiben schon Geschichten seit ich zurückdenken kann. Jetzt bin ich gerade etwa in der Mitte eines Liebesromans. Meine besten Freundinnen, die den Anfang des Buches schon gelesen haben, haben mir geraten, es unbedingt zu veröffentlichen, sobald es fertig ist, was allerdings noch mindestens ein halbes Jahr dauern wird, da ich noch zur Schule gehe. Jetzt zu meinen Fragen: Wie finde ich einen seriösen Verlag (oder beziehungsweise mehrere, angenommen einige lehnen das Buch ab) und wie ist das mit der Bezahlung an Minderjährige wie mich? Außerdem wollte ich noch fragen, wie das geht, unter einem Pseudonym zu schreiben, da ich meinen richtigen Namen nicht veröffentlichen möchte. Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn sie mir bei diesen Fragen helfen könnten. -Maxima

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Liebe Maxima,
      hier in meinem Beitrag habe ich beschrieben, wie man einen seriösen Verlag findet – einfach Schritt-für-Schritt abarbeiten ;-) Sobald du einen Verlag gefunden hast, solltet ihr gemeinsam besprechen, wie ihr das mit dem Geld am besten macht – du, dein Verlag und deine Eltern. Der Verlag kann dein Buch auf deinen Wunsch auch unter einem Pseudonym veröffentlichen, das wird oft gemacht.
      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  40. Lara Antworten

    Hallo Schreibtrainerin,

    ich habe schon seit Jahren eine Geschichten im Kopf, die auch teilweise auf wahren Situationen beruht. Vor ein paar Monaten fing ich also an einfach loszuschreiben. Seitdem kommen mir immer mehr Ideen und Situationen zu dieser Geschichte, die ich aufs Blatt bringen will. So habe ich mich also entschlossen einen Roman zu schreiben.

    Nun habe ich eine Frage an Sie.
    Die Geschichte bewegt sich im Bereich Leidenschaftlicher Sex, SM Spiele, komplizierte Beziehungen, psychische Störungen (nichts extremes)und tiefgründiger Liebe.
    Nun gibt es z.B. Shades of Grey, After Hour und ähnliche Bücher die sich um diese Themen drehen.

    In diesen Romanen ist meistens der Ausgangspunkt nettes, schüchternes Mädchen trifft auf reichen Bad Boy. In meiner Geschichte geht es aber eher um kaputtes Mädchen trifft kaputten Jungen, sozusagen beide „bad“. Es ist so eine Art Bonnie und Clyde Geschichte gemischt mit tiefen Gefühlen, Sex, Gefahr und sich gegenseitig heilen.

    Nun meine Frage. Hat so eine Geschichte überhaupt eine Chance? Wollen Leute so etwas lesen, da es ja meist immer um Good Girl, Bad Boy geht?

    Ich danke Ihnen dass Sie sich die Zeit nehmen und freue mich über eine Antwort.

    MfG Lara

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Liebe Lara,

      jede gut erzählte Geschichte hat eine Chance. Gerade dann, wenn sie eben nicht so läuft wie die bereits bekannten Geschichten. Wirken beide Hauptfiguren unsympathisch, dann wird es etwas schwieriger, das Interesse an ihrem Schicksal zu wecken – und dennoch ist es möglich. In der Geschichte „Das Parfum“ von Patrick Süskind ist die Hauptfigur alles andere als sympathisch – und trotzdem liest man diese Geschichte mit Interesse.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  41. Julia Antworten

    Sehr interessante Inhalte hier. Ich wüsste gern, weil ich selbst an einem Buch arbeite, noch 2 Dinge:

    Zum einen, ist meine Geschichte aus dem Leben gegriffen. Alles entspricht der Wahrheit. Muss ich mich über einen Anwalt absichern, wenn ich Personen im Buch habe, die wirklich existieren (ich erwähne keine Nachnamen), dass ich das auch straffrei darf oder laufe ich Gefahr, bei einem Erfolg, von diversen Personen angeklagt zu werden, da es doch sehr privat und intim ist. Oder würde es eine einfache Namensänderung der Charaktere auch tun (sie sind ja trotzdem noch im realen Leben und gewiss könnte einer die Paralellen herstellen.)?

    Zum anderen wüsste ich gern, wie es sich verhält, wenn ich mich doch für die richtigen Namen (der existieren Personen) entscheide, was ich beachten muss, wenn ich unter einem Pseudonym veröffentlichen möchte. Damit eben nicht jeder weiß, dass, was da erzählt wird, meine wahre Geschichte ist. Wie reagieren dann die Verlage?
    Vielen Dank

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Liebe Julia,

      auch dazu weiß ich nur wenig. Doch da alle Menschen im Rahmen des Persönlichkeitsrechts ein Recht auf Schutz ihrer Privatsphäre haben, könnte das schwierig werden.

      Aber ein Medienanwalt kann dazu sicher mehr sagen, wenn er genaue Informationen über das geplante Buch hat. Bevor ich mir die Mühe machen würde, ein Buch zu schreiben, würde ich mich zuvor rechtlich beraten lassen.

      Viel Erfolg
      Anette Huesmann

  42. Lisa Antworten

    Hallo Schreibtrainerin,

    ich schreibe an einem Buch, das ich anonym veröffentlichen will. Es handelt sich um ein traumatisches Erlebnis, das ich als junges Mädchen durchgemacht habe, und die Folgen, die dieses Erlebnis bis heute auf mein Leben hat. Der Drang das Buch zu schreiben und zu veröffentlichen ist schon lang da. Aber um mich selbst in meinem persönlichen wie auch professionellen Alltag zu schützen, will ich unter keinen Umständen, das man erfährt, dass ich die Autorin bin. Ich habe viel über das Veröffentlichen eines Buches unter einem Pseudonym gelesen, aber nirgendwo steht wie man dies angeht.

    Ich weiß nicht, ob du mir damit weiterhelfen kannst. Ich denke mir nur, ich kann mich nicht bei mehreren Verlagen oder Agenturen bewerben, ohne dass ich denen meine wahren Kontaktdaten vermittel. Auf Anonymität kann ich mich ja erst verlassen, wenn ein Vertrag mit einem Verlag ausgemacht wurde. Je weniger Leute meinen Namen in Verbindung mit diesem Buch sehen, so besser ist es. Wie kann ich dies angehen?
    Und damit stellt sich auch meine zweite Frage: Wie kommuniziere ich dies einem Verlag, dass dieses Buch mit einem geschlossenem Pseudonym veröffentlicht werden soll ?

    Ich hoffe, du hast Erfahrung oder eine Vermutung was man in so einem Fall machen kann.

    Vielen lieben Dank.
    Lisa

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Liebe Lisa,

      tut mir leid, damit habe ich keine Erfahrungen und auch keine Informationen dazu. Aber diese Frage kommt auf meinem Blog häufiger, ich werde das Thema also auf die Liste mit möglichen Themen für meinen Blog nehmen. Aber das hilft dir nicht weiter, denn es wird sicher noch ein paar Monate dauern, bis ich etwas dazu schreibe.

      Vielleicht findest du eine Literaturagentur, die damit Erfahrung hat und Auskunft geben mag?

      Ich wünsche dir viel Erfolg.
      Anette Huesmann

  43. Max Antworten

    Hallo, ich hoffe hier eine Antwort zu finden. Ich habe aus eigenen Erfahrungen eine Idee für ein Buch. Kurzform: Zwei Menschen lernen sich im Internet kennen. Einer aus Deutschland, einer aus Russland. Sie jung und hübsch, er ein normaler Typ. Sie chatten jeden Tag, es sind erst so viele Lügen zwischen ihnen, die immer weniger werden, das Vertrauen wird größer, die Sehnsucht unendlich. Hätte sowas eine Chance?

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Max,

      das kommt ganz darauf an, wie gut und wie spannend das Buch geschrieben ist. Wenn es richtig gut geschrieben ist, dann hat es eine Chance.

      Viel Spaß beim Schreiben
      Anette Huesmann

  44. Katja Antworten

    Hallo Schreibtrainerin,

    Deine Tipps sind wirklich sehr hilfreich und informativ. Dennoch habe ich da ein paar Fragen:

    Wenn ich Zahlen in meinem Werk verwende (zum Beispiel Alter, Größe und so was) schreibe ich diese dann als Wort oder als Zahl?

    In deinen Beiträgen erwähnst du oft eine „Normseite“. Wie genau sieht denn so eine Seite aus? Kann ich das am PC einsellen? Und wenn ich das Werk fertig habe und die wichtigen Teile für die Agentur ausdrucke, drucke ich so eine Normseite dann auf normalem DIN A4 Papier, oder gibt es dafür auch spezielle Papiergrößen?

    Wenn ich mein Werk fertig habe und mich bei der Agentur vorstelle, sollte ich dann erstmal nur zu einer Agentur gehen und auf eine Antwort von dieser warten, oder direkt mehrere ansprechen und mich später für eine entscheiden?

    Ich hoffe du kannst mir da ein paar Tipps zu geben.

    Liebe Grüße
    Katja

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Katja,

      die alte Buchdruckregel lautete:

      In Buchmanuskripten schreibt man die Zahlen eins bis zwölf in Buchstaben, ab 13 verwendet man Zahlen.

      Das sieht man heute nicht mehr so absolut und die Empfehlung heute lautet: Mach es so, wie es besser zu lesen ist. Bei Duden findet man mehr zur Schreibung von Zahlen.

      Mehr zur Normseite findest du hier auf meinem Blog: Ein Manuskript formatieren.

      Üblicherweise schreibt man mehrere Agenturen an – am Ende kann man sich freuen, wenn wenigstens eine Interesse anmeldet.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  45. Andreas Schneider Antworten

    Ich bin begeistert von Ihrer Webseite. Danke für Ihre vielen, wertvollen Hinweise. Wenn ich es schaffe, ein Buch zu veröffentlichen, dann waren Sie die Basis.
    MfG
    Andreas

  46. Weichl Antworten

    Hallo liebe Schreibtrainerin!

    Mit Interesse verfolge ich Ihre informative Webseite, ich lese bei Ihnen den Bericht, über Agenturen, Verlage und SelfP. Ich habe vor ein paar Tagen im Internet gelesen, dass es angeblich überhaupt nichts mehr bringt, wenn man seine Manuskripte an Verlage schickt. Ein Blogger hat mit einigen Lektoren gesprochen, die ihm bestätigt hätten, dass sie max. 1 Buch im Jahr vom Stapel ziehen und das war’s. Das man mit einer Agentur wesentlich leichter an Verlage herankommt ist einleuchtend und auch die Tatsache, dass die Verlage überhäuft werden mit Einsendungen, aber kann man das wirklich pauschalisieren? Wie sehen Sie das?

    Und noch eine Frage: Wenn ich beispielsweise bei Heyne mein Buch einsende, wie komme ich da an einen Ansprechpartner, den ich persönlich anschreiben kann? Bei den großen Verlagen wird immer nur die Verlagsadresse angegeben. Ich höre jedoch immer wieder davon, dass man das Buch an einen direkten Ansprechpartner schicken soll. Ich kann mich zwar erkundigen, wer derzeit die Leiter der Abteilungen sind, dennoch kennt man dort selten die einzelnen Lektoren. Was empfehlen sie?

    Liebe Grüße Mel

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Mel,

      seit ein paar Jahren höre oder lese ich auch immer häufiger, dass LektorInnen sich auf die Angebote der Agenturen verlassen und immer seltener eines der Manuskripte veröffentlichen, die unverlangt eingesandt wurden. Ich persönlich glaube, dass dieses tatsächlich eine allgemeine Entwicklung ist und besonders die großen Publikumsverlage betrifft. Je kleiner ein Verlag, desto eher prüfen sie noch selber Manuskripte, die ihnen zugeschickt werden.

      Was direkte AnsprechpartnerInnen betrifft: In vielen Ratgebern kann man lesen, man solle direkte AnsprechpartnerInnen ausfindig machen oder bei den Verlagen anrufen. Doch bei den Verlagen hat niemand Zeit für solche Gespräche. Die meisten Verlage haben einen Hinweis auf ihrer Internetseite, man solle von persönlichen Anfragen absehen. Ähnlich genervt reagieren sie auf den Versuch, einen persönlichen Ansprechpartner ausfindig zu machen. Und auch da glaube ich – je größer der Verlag, desto weniger Sinn macht das. Je kleiner, desto eher bringt mich das vielleicht weiter.

      Ich würde mich an das halten, was die Verlage auf ihrer Internetseite schreiben, wie sie Anfragen von potenziellen neuen AutorInnen haben wollen: Wenn dort kein Name genannt ist, dann eben an die aufgeführte allgemeine Adresse.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  47. Doreen Antworten

    Hallo Schreibtrainerin!
    Ich schreibe seit vielen Jahren Gedichte! Nachdem viele sagen, dass sie toll sind und ich sie für andere veröffentlichen soll, grübel ich natürlich. Meine Frage: Kann man auch erst mit ein oder zwei Gedichten irgendwo anfragen, ob sie diese überhaupt veröffentlichen würden? Ich denke sie brauchen hier und da noch einen Feinschliff! Doch möchte ich noch nicht gleich alle Gedichte schicken, auch für mich als Vorsichtsmaßnahme! Ich weiß ja nicht, ob man Ihnen ein oder zwei zukommen lassen könnte, wie Sie darüber denken würden? Wäre sowas möglich? Liebe Grüße Doreen

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Doreen,

      es gibt kaum noch Verlage, die Lyrik verlegen. Deshalb stehen die Chancen, für seine Gedichte einen Verlag zu finden, sehr schlecht. Aber es gibt einige Zeitschriften, die Gedichte veröffentlichen. Vielleicht wäre ja das eine Möglichkeit für Sie.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  48. Lisa Antworten

    Hallo!
    Ich überlege schon eine Weile, ein Buch über Zeichnungen und Illustrationen zu machen. Es sollen unter anderem auch Anleitungen enthalten sein, wie man zum Beispiel verschiedene Techniken verwendet usw. Jetzt frage ich mich, wie hier ein „Manuskript“ aussehen sollte. Ich denke, dass meine Zeichnungen hier eine große Rolle spielen würden. Wie stelle ich diese am Besten dar? Freue mich auf Ihre Antwort!
    Danke und liebe Grüße,
    Lisa

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Lisa,

      das Wichtigste ist, dass man dem Verlag die Bilder in der Originaldatei zur Verfügung stellt. Baut man die Bilder z.B. in eine Word-Datei ein, dann werden sie vom Programm runtergerechnet und sind für den Buchdruck nicht mehr geeignet. Ein Verlag benötigt für den Druck hochauflösende Bilder.

      Bewirbt man sich mit einem Sachbuch bei einem Verlag, dann macht man das in aller Regel vor dem Schreiben (im Gegensatz zu einem Roman: Da bewirbt man sich meist erst, wenn das Manuskript bereits fertig ist). So kann man auch mit dem Verlag absprechen, welche Formatierung sie möchten und vor allem, ob und wie die Bilder eingebunden sein sollen.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  49. Denise Antworten

    Hallo Anette,
    ich möchte mich ganz herzlich bedanken für diese ganz tolle und hilfreiche Artikelserie. Ich plane gerade ein Buch zu schreiben und deine Tipps haben mir schon sehr weitergeholfen, lieben Dank dafür!
    Liebe Grüße,
    Denise

  50. Olivia Savanha Antworten

    Hallo liebe Schreibtrainerin,
    ich heiße Olivia bin 27 Jahre, und habe ein paar Fragen! Ich habe schon als kind gerne kleine Geschichten geschrieben. Doch dann mit der Zeit, über den Jahren kam halt was dazwischen, DAS LEBEN, die täglichen veröffentlichungen. Und man hatte nicht mehr die Zeit zum schreiben. Doch seit einer Weile schreiben ich wieder und habe die liebe dazu neu entdeckt, sei es über Dinge die mich bewegen. Z.b Gefühle oder ein bestimmter Moment. Seit ein paar Wochen schreibe ich auch an meinem ersten Liebesroman. Bei mir ist es aber so ich habe kein Konzept, sondern ich schau auf das Papier und dann ist es so als ob mir einer die Geschichte erzählt. Und ich schreibe sie einfach nur mit. Ist das falsch? Und soll ich weiter machen? Ich finde bis jetzt ist es wirklich ein wunderschönes Buch, was vor allem von seinem Wort aus Gefühlen lebt. Aber es ist doch meisten so, das man von dingen die man selber geschaffen hat immer begeistert ist. Und es nicht mehr objektiv sehen kann. Es macht mir zwar sehr viel Spaß, aber ich möchte auch mit meinen Geschichten etwas erreichen, sie in die Welt bringen, und Menschen berühren.
    Doch ich finde man sollte aufhören mit etwas wenn es keinen Sinn ergibt, und seine Zeit nicht verschwenden. Und wie machen ich es öffentlich wenn ich finanziell nicht die Möglichkeit habe? Aber es trotzdem in großen Handel vertreiben will!

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Liebe Olivia,

      Sie können sich die Meinung von anderen einholen – am besten von Menschen, die gerne lesen, ehrlich und freundlich sind und Ihnen nicht allzu nahe stehen. Familienangehörige und FreundInnen sind meist in ihrer Einschätzung nicht sehr objektiv ;-). Das sollte man frühzeitig machen, bevor das Buch fertig ist. Für die Veröffentlichung gibt es heute viele Möglichkeiten – zum Beispiel im Self Publishing, das auch mit wenig Startkapital möglich ist.

      Viel Spaß beim Schreiben
      Anette Huesmann

  51. Miriam Glöckler Antworten

    Liebe Frau Huesmann,
    Ich studiere im 3. Semester Kommunikationsdesign und in einer Semesterarbeit habe ich ein Kinderbuch für Kinder im Vorschulalter geschrieben und illustriert. Ich würde es gerne veröffentlichen, bin mir aber noch unsicher ob das Buch bei den Kindern ankommen wird. Die erwachsenen Probeleser waren alle begeistert. Was können Sie mir raten?

    Liebe Grüße
    Miriam Glöckler

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Frau Glöckler,

      Sie können Ihre Geschichte einigen Eltern geben, die Kinder im passenden Alter haben, damit diese es ihren Kindern vorlesen. Oder fragen Sie bei einem Kindergarten in Ihrer Nähe, ob Sie dort Ihre Geschichte vorlesen/erzählen dürfen. Dann können Sie unmittelbar die Reaktion der Kinder erleben.

      Viel Spaß :-)
      Anette Huesmann

  52. Scheherazade Antworten

    Sehr geehrte Frau Huesmann,

    seit Langem geistert eine Idee in meinem Kopf herum, die ich nun endlich aufs Papier bringen möchte. Ich bin noch am Planen der Geschichte, habe also noch gar nicht mit dem eigentlichen Schreibprozess begonnen… Ich habe gelesen, dass sich J.K. Rowling ein Jahr vorbereitet hat, bevor sie zu schreiben begann und ich finde, der Handlungsverlauf ihrer HP-Reihe ist absolut logisch und nachvollziehbar. Und genau das möchte ich ebenfalls erreichen. In der Vergangenheit habe ich einfach drauflosgeschrieben und bald bemerkt, dass ich mich – was den Handlungsverlauf betrifft – in eine Sackgasse manövriert habe. Nun ist mir aufgefallen, dass ich jede neue Idee kritisch analysiere und für jede Handlung einen logischen Beweggrund finden möchte… Allein für die ersten Notizen zur Einleitung saß ich Stunden. Übertreibe ich? Ich gehe davon aus, dass eine gute und genaue Planung hilft, Schreibblockaden vorzubeugen, aber gehen in diesem Planungsprozess vielleicht kreative Ansätze verloren? Weil man alles hinterfragen muss?

    Eine weitere Frage hätte ich noch: Wenn ich mein vollendetes Werk an einen Verlag schicke, ist es auf irgendeine Art und Weise urheberrechtlich geschützt? Wie kann ich beweisen, dass es mein Werk ist, sollte es jemand für gut befinden und es für sich selbst nutzen wollen? (Ich hoffe, dass man zumindest den großen Verlagen trauen kann…)

    Vielen Dank im Voraus!

    Mit freundlichen Grüßen
    Scheherazade :)

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Scheherazade,

      eine gute Planung ist sehr hilfreich und spart Arbeit. Viele planen ein halbes Jahr oder ein Jahr, bevor sie mit dem Schreiben beginnen. Ohne Planung ist das Risiko groß, früher oder später in einer Sackgasse zu landen. Außerdem spart man Arbeit bei der Überarbeitung der Rohfassung, da vieles schon gut passt.

      Sie haben an Ihrem Text automatisch das Urheberrecht und das kann Ihnen auch niemand nehmen. Eine Veröffentlichung ohne Ihre Einwilligung ist verboten. Als Beweis, dass es Ihr Text ist, können Sie das Manuskript bei einem Notar hinterlegen. Eine andere Möglichkeit ist, dass sie Ihr Manuskript als Einschreiben an sich selber schicken und den ungeöffneten(!) Brief gut verwahren – so können Sie anhand des Poststempels beweisen, dass Sie das Manuskript zu diesem Zeitpunkt an sich selber geschickt haben.

      Doch es kommt so gut wie nie vor, dass ganze Manuskripte geklaut werden, da die Rechtslage hier sehr eindeutig ist.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  53. Linda Antworten

    Guten Tag Frau Huesmann,
    mein Name ist Linda und ich werde nächsten Monat 16 Jahre alt. Ich schreibe schon seit 10 Jahren und seit drei Jahren arbeute ich an meinem Herzstück, das ich sehr gerne veröffentlichen würde. Da ist allerdings auch schon mein Problem: Ich finde auf den Websites von Verlagen, die zu meinem Buch passen würden, keine Hinweise auf Exposee-Einsendungen, Richtlinien oder Adressen für Manuskripte oder Gespräche. Können Sie mir vielleicht weiterhelfen?
    Mit freundlichen Grüßen
    Linda

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Linda,

      es handelt sich vermutlich um kleinere Verlage (die größeren Verlage haben inzwischen alle entsprechende Hinweise auf ihren Internetseiten, auch wenn man manchmal etwas danach suchen muss).
      Bei einem kleineren Verlag rufen Sie am besten direkt an und fragen nach: An wen Sie Ihr Exposee schicken können und in welcher Länge der Verlag die Leseprobe gerne haben möchte. Vielleicht ergeben sich auf diesem Weg schon die ersten Kontakte.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  54. Thorsten Antworten

    Hallo, ich bin eher zufällig auf Ihre Website gestoßen. Ich finde den Beitrag und Ihre konkrete persönliche Beratung der Fragesteller klasse. Sehr cool! MfG Thorsten

  55. Christian Leeder Antworten

    Sehr geehrte Frau Huesmann,

    ich möchte im neuen Jahr 2017 ein Buch schreiben. Es wird mein erstes Buch und habe bereits die Idee und die Umsetzung geplant. Allerdings weiß ich bereits, das es eine Reihe von Büchern geben wird. Nun wäre meine Frage: wie lang sollte ein Band sein? Ich tendiere hin zu etwa 80-120 Seiten. Freue mich über ihre Meinung.

    Mit freundlichen Grüßen

    C. Leeder

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Herr Leeder,

      jeder Band einer Reihe muss sich als eigenständiges Buch verkaufen. Deshalb wird auch von diesen Büchern der übliche Umfang erwartet, also rund 250 bis 350 Seiten. Zumindest, wenn es sich um einen Roman handelt.

      Viel Spaß beim Schreiben
      Anette Huesmann

  56. suna kiesel Antworten

    Hallo Schreibtrainerin,

    Ich bin vierzehn und schreibe an einem Fantasy-Roman. Habe nun auch schon zweihundert Seiten. Meine Bedenken sind, dass ich keinen Verlag finde, da ich ja noch jugendlich bin. Wenn ich eine Leseprobe an einen Verlag schicke, muss es dann wie ein Manuskript aufgebaut sein oder kann es auch einfach wie eine normale Buchseite sein?

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Suna,

      ein Verlag möchte ein Exposee und eine Leseprobe haben, wie hier auf meiner Seite beschrieben. Ein Manuskript, von dem eine solche Leseprobe stammt, ist üblicherweise wie ein Buch formatiert – hier ist nachzulesen, wie ein Buchmanuskript formatiert sein sollte. Wenn die Qualität des Manuskripts gut ist, dann freut sich ein Verlag ganz besonders, wenn es von sehr jungen AutorInnen stammt – in diesem Fall ist das Alter eher ein Vorteil.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  57. Feodosi Antworten

    Hallo :) Ich schreibe schon gut zwei Wochen an meinem ersten Buch. Ich wollte schon immer ein Buch schreiben, doch mir stand immer meine recht schreib schwäche im Weg. Jetzt habe ich die ersten eineinhalb Kapitel fertig und das schreiben macht mir unglaublich viel Spas. Doch durch meine recht schreib schwäche hat es natürlich viele Fehler im Text. Durch die Autokorrektur sind es nur noch vorwiegend Punkt und Komma Fehler. Wie sehr werten diese das Manuskript ab? Gibt es dafür Verständnis in den Verlagen oder sollte ich lieber das Manuskript von einem privaten Lektor auf meine kosten überarbeiten lassen, bevor ich es einschicke um überhaupt eine Chance zu haben ?

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Feodosi,

      es ist in der Tat ein großer Nachteil, wenn im Manuskript viele Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehler sind. Das kann dazu führen, dass in Agenturen und Verlagen Ihr Manuskripts schnell zur Seite gelegt wird. Deshalb würde ich Ihnen empfehlen, das Manuskript Korrektur lesen zu lassen. Entweder von einer Lektorin oder von einer Freundin, die sehr gut ist in Rechtschreibung. Um das Manuskript einem Verlag anzubieten, muss es nicht lektoriert sein, es ist ausreichend, wenn es korrigiert ist. LektorInnen unterscheiden zwischen Korrektorat (Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehler korrigieren) und Lektorat (Korrektorat plus stilistische und z.T. inhaltliche Überarbeitung). Ein Korrektorat ist günstiger und im ersten Schritt ausreichend. Denn ein Verlag wird vor der Veröffentlichung ein Buch immer auf eigene Kosten lektorieren lassen.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  58. Sarah Antworten

    Liebe Schreibtrainerin,

    ich schreibe gerade an einem Fantasy-Roman. Ich schreibe meinen Roman am Laptop in der Schriftart Arial, Größe 12. Nun habe ich das Problem, dass meine Kapitel da gerade mal ca 2 Seiten lang sind. Ist die Länge ok? Wenn ich fertig bin, werde ich die Geschichte noch überarbeiten, aber möchte auch nicht zu viele unnötige Infos geben – es soll ja nicht langweilig werden oder von der eigentlichen Handlung ablenken.

    Ich freue mich auf Ihre Hinweise!

    Viele Grüße
    Sarah

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Sarah,

      die Länge der Kapitel ist nicht so wichtig – Dan Brown hat in Illuminati auch oft sehr kurze Kapitel, manche sind nur eine Seite lang.

      Viel Spaß beim Schreiben wünsche ich Ihnen!
      Anette Huesmann

  59. Jannick Antworten

    Hallo, ich wollte Sie fragen ob ich in meinem jungen Alter mit nur 11 Jahren schon einen Verlag finden würde. Meine Eltern sind einverstanden und wollen mich unterstützen weil sie meinen, dass ich gute Ideen habe. Liebe grüße Jannick

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Jannick,
      wenn ein Manuskript wirklich gut ist, dann ist das Alter nicht so wichtig. Da viele Verlage gerade junge AutorInnen unterstützen möchten, hast du sogar einen Vorteil.
      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  60. Sina/Julienne Antworten

    Hallo liebe Schreibtrainerin,
    Wir (Lina, 14 und Fabienne, 13) schreiben seit ungefähr 2 Monaten ein Buch und sind momentan bei Kapitel 7 angelangt. Die 7 Kapitel bestehen momentan aus 18 Seiten, da wir jedoch am PC (DIN-A4) mit der Schriftgröße 14 schreiben dürfte es sich in einem gedrucken Buch um etwas mehr handeln. Wir denken schon immer sehr weit vorraus und haben im Grunde auch klare Vorstellungen wie es weiter gehen soll, was passiert und wie das Ende aussehen soll. Unser Problem ist nur, dass wir nicht gut vorankommen, obwohl wir mit ganzer Seele an unserem Buch hängen. Darum unsere Frage: Wie schafft man es konzentrierter an die ganze Sache ranzugehen und all seine Ideen zu verwirklichen?

    Ein anderes Anliegen, das wir hätten: Wie zögert man eine bestimmte Stelle etwas weiter heraus, ohne dass es langweilig wird? Also Spannung aufbauen, ohne ewig um den heißen Brei herum zu reden und dem Schreiber die richtige Atmosphäre geben. Unser Problem ist dort, dass wir oftmals zwar viel beschreiben, aber bei wichtigen Stellen, die spannend sein sollen, die Aktionen zwar erklären, aber das Drumherum ein wenig außer acht lassen. Dann sind diese schnell vorbei und es ist längst nicht alles so genau beschrieben wie wir es uns vorgestellt haben.
    Wir hoffen das sie uns weiterhelfen können und Danken Ihnen schonmal im voraus.
    MFG Lina und Fabienne

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Liebe Lina, liebe Fabienne,

      am besten klappt es mit Gewohnheit. Denn der Mensch ist ein Gewohnheitstier und was man aus Gewohnheit sehr regelmäßig macht, funktioniert meist gut.

      Das bedeutet konkret: Vereinbart eine bestimmte Schreibzeit. Immer sonntags von 14 bis 16 Uhr. Oder jeden Donnerstag und Dienstag von 13 bis 15 Uhr. Oder immer samstags von 10 bis 12 Uhr. Und ganz egal, ob ihr an diesen Schreibzeiten wirklich Lust habt zu schreiben oder nicht, ihr setzt euch hin und schreibt. Wenn es dann mit dem Schreiben einfach nicht klappt, dann formatiert ihr eben den Text, der schon da ist. Oder macht was anderes, was für das Buchprojekt ansteht.

      Das macht ihr jede Woche. Versucht diese Schreibzeiten so oft wie möglich einzuhalten. Wenn das zu 80 % klappt, ist das super.

      Wenn man auf diese Weise eine Gewohnheit entwickelt, dass man „immer“ zu diesen oder jenen Zeiten schreibt, dann kommt man voran. Auch wenn es am Anfang zäh ist.

      Was eure zweite Frage betrifft: Den Text überarbeiten und ausprobieren, was man noch besser machen kann. Atmosphärisch beschreiben, ohne langweilig zu werden: Was hören die Figuren, was sehen sie, was fühlen sie, wovor fürchten sie sich? Dann diese Passage in mehreren Versionen schreiben: Einmal mehr Atmosphäre, einmal mehr Action, einmal mehr Dialoge. Und hinterher die verschiedenen Versionen vergleichen, welche spannender ist. Durch das Ausprobieren kann man seinen Schreibstil allmählich verbessern und weiterentwickeln.

      Ich wünsche euch viel Spaß beim Schreiben :-)
      Anette Huesmann

  61. Jenn S. Antworten

    Liebe Frau Dr. Huesmann,

    ich bin durch Zufall auf Ihre Seite gestoßen, als ich mich über die Möglichkeiten der Veröffentlichung meines Romans machte. Ich schreibe schon lange Jahre immer wieder an Geschichten oder Romanen, habe bis jetzt aber leider noch nichts zu Ende gebracht. Diesmal bin ich allerdings selbst so von meiner Geschichte gefesselt, dass ich sie auf jedenfall fertig machen möchte. Im besten Fall wäre es mein Traum, dass sich tatsächlich ein Verlag findet, der daran Interesse zeigt. Es handelt sich um einen Liebesroman mit ein paar sexuellen Szenen. Allerdings bin ich mir nicht sicher, was die richtige Vorgehensweise ist. Sollte ich mein Skript an Agenturen senden (welche sind da geeignet), oder an Verlage, oder sollte ich es gleichzeitig bereits versuchen im Netz selbst zu vermarkten, um so die Aufmerksamkeit der potentiellen Leser bzw. Verlage zu erregen. Ich bin mir eben nicht sicher ob es ein guter Weg ist das fertige Buch mit Cover etc. direkt hochzuladen und parallel dazu eine Internetseite und Facebookseite einzurichten um möglichst viele Menschen auch über die sozialen Netzwerke zu erreichen. Ich bin für jeden Tipp sehr dankbar. Lieben Dank im Voraus.

    Jenn S.

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Frau S.,

      Verlage und Agenturen mögen keine Manuskripte angeboten bekommen, die schon irgendwo veröffentlicht sind (egal ob als E-Book, als gedrucktes Buch oder im Netz). Wenn Sie sich alle Möglichkeiten offen halten wollen, dann sollten Sie Ihr Manuskript erst den Agenturen anbieten. Wenn keine Agentur Interesse hat, können Sie es im zweiten Schritt den Verlagen anbieten. Hat kein Verlag Interesse, dann können Sie es im dritten Schritt selber vermarkten. Welche Agenturen geeignet sind, das können Sie im Handbuch für Autorinnen und Autoren nachlesen von Sandra Uschtrin, derzeit in der 8. Auflage. Da finden Sie eine Liste der Agenturen und welche Genres sie vermitteln.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  62. Peter Antworten

    Liebe Schreibtrainerin,

    Ich habe eine interessante Lebensbiographie meines Vaters aus dem 2. Weltkrieg, die er vor seinem Tod vor vielen Jahren niedergeschrieben hat. Ich bin selbst kein Autor und habe auch aus Berufsgründen keine Zeit, Formatierungen zu machen oder den Schreibstil zu verbessern – jedoch höre ich immer wieder von Leuten, die es gelesen haben, dass dies veröffentlicht werden sollte.
    Meine Frage ist, ob es auch Agenturen oder andere Vermittler gibt, die ein unformatiertes Manuskript akzeptieren oder auch behilflich sind, so etwas in ein Format zu bringen, dass es einem Verlag vorgelegt werden kann.
    Dazu kommt, dass ich seit 20 Jahren in den USA lebe, aber der Text nur auf Deutsch existiert.

    Vielen Dank für jegliche Hilfe,

    Peter W.

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Herr W.,

      Sie können die Lebensbiographie Ihres Vaters einer Lektorin vorlegen und mit ihr besprechen, ob es sich lohnt, dieses lektorieren zu lassen, d.h. in eine Form bringen zu lassen, sodass Sie es Agenturen und/oder Verlagen anbieten können. LektorInnen beurteilen die sprachliche und die inhaltliche Qualität eines Manuskripts. Freiberufliche LektorInnen finden Sie über den Verband der freien Lektorinnen und Lektoren, dort gibt es ein Adressverzeichnis: http://www.vfll.de.

      Viele Erfolg!
      Anette Huesmann

  63. Durukan Antworten

    Liebe schreibtrainerin,

    wir sind 3 Geschwister aus einer zerrütteten Familie von Geburt an getrennt in verschiedene Heime pflegefamilie kinderzentrum usw. Jeder hat was anderes gefühlt und empfunden aber erlebt haben wir fast alle das gleiche nur andere Ansichten. Wir wollen nun unsere Erfahrungen Gefühle und alles was wir empfunden haben in einem Buch zusammen fassen. Wir 3 sind nun erwachsen bzw heranwachsende 18, 25, 26 Jahre nur haben wir nicht viel Erfahrung gemacht wie wo was mit wem usw. Ich bin davon überzeugt das was wir durchgemacht haben viele Menschen bewegt, da das alles auf wahrer Begebenheit basiert. Ich will das unsere Story ein brüllen wird und man unsere traumatischen und aber auch guten Erfahrungen die das was wir erlebt haben und das was wir heute geworden sind bestens Rüber kommt. Wir wollen jetzt anfangen alles was in uns steckt los zu lassen damit wir normal leben können. Ich denke das würde in einem Buch in dem wir alles ablegen können sowie Druck Freude usw. beschreibt passieren kann. Denn seit Jahren reden wir mit Psychiater Freunden Bekannten aber es ist nirgends festgehalten und somit tragen wir alle drei alles in uns. Ich bitte um Rat. Liebe grüße und ein herzliches Dankeschön schon mal im voraus.

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Durukan,

      ich würde Ihnen empfehlen, sich für dieses Projekt Unterstützung zu suchen. Helfen können Ihnen dabei Menschen, die auf Biografien spezialisiert sind. Diese unterstützen andere darin, ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben. Hier finden Sie weitere Informationen: http://www.biographiezentrum.de.

      Viele Grüße und viel Erfolg
      Anette Huesmann

  64. Tanja Antworten

    Hallo Schreibtrainerin,

    Ich habe zwei Fragen, bei denen Sie mir bestimmt weiter helfen können.

    1. Wie verhindere ich , daß mein bei einem Verlag eingereichtes Manuskript bzw meine Idee zur Geschichte einfach weiterverwendet wird ohne mein Wissen und meine Zustimmung ?

    2. Sollte man auch von kurzen Erzählungen, Kurzgeschichten und Gedichten nur Leseproben an die Verlage schicken, oder das Manuskript?

    Viele liebe Grüße
    Tanja

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Tanja,

      an Ihren Texten haben Sie grundsätzlich das Urheberrecht und damit ist es rechtlich nicht zulässig, dass ein Verlag Ihr Manuskript ohne Ihre Zustimmung verwendet. Ideen dagegen sind erst ab einer gewissen „Schöpfungshöhe“ geschützt und wann diese erreicht ist, darüber lässt sich streiten. Mehr dazu finden Sie bei Wikipedia: Schöpfungshöhe. Doch dabei sollte man bedenken, dass Verlage eine Vielzahl an fertigen Manuskripten angeboten bekommen – jeden Tag. Und aus dieser Vielzahl können sie sich die allerbesten heraussuchen. Warum sollten sie also Interesse an Ideen haben.

      Bei kurzen Texten schickt man oft das vollständige Manuskript. Heute haben nahezu alle Verlage auf ihrer Internetseite stehen, ob und in welcher Form sie Manuskriptangebote haben möchten. Deshalb würde ich immer zuvor auf deren Internetseite nachsehen und das Manuskript so einschicken, wie es der jeweilige Verlag haben möchte.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  65. Lina Antworten

    Hallo liebe Schreibtrainerin,

    Ich bin 18 Jahre alt und schreibe schon, seit ich zurückdenken kann. Allerdings habe ich mich nie getraut, eines meiner Werke zu veröffentlichen, es seie denn, es war ein Gedicht für einen besonderen Anlass, zum Beispiel einer Feier.

    Nun bin ich schon recht tief in einem Werk, bei dem ich der Meinung bin, dass es veröffentlichungsfähig ist. Ich bin auch schon in Kontakt mit einem Verlag getreten, der sich rühmt, perfekt für Neuautoren zu sein. Allerdings habe ich noch meine Zweifel, ob er zu mir passt.

    Sollte ich mich mit einem kleinen Verlag „zufrieden“ geben? Oder kann ich als Neuautorin auch größere Verlage ansprechen? Wie ist es mit den Rechten an der Geschichte, der Preisverteilung? Habe ich Mitspracherecht bei allem, was das Buch betrifft, auch nach der Veröffentlichung? Zum Beispiel für Film, Bezug darauf, kopieren von Textstellen etc.
    Sollte ich mich vorab mit einem Anwalt in Verbindung setzen? Und wenn ja, reicht ein „normaler“ Anwalt aus oder sollte ich mich an jemanden wenden, der auf solche Thematiken spezialisiert ist?

    Verzeihen Sie mir bitte die vielen, vielleicht auch unnötigen Fragen, aber es sind die, die mich momentan beschäftigen.

    Ich würde mich wirklich sehr über eine Antwort freuen!

    Mit lieben Grüßen,
    Lina

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Lina,

      Sie schreiben: „Ich bin auch schon in Kontakt mit einem Verlag getreten, der sich rühmt, perfekt für Neuautoren zu sein.“ Sie sollten vor allem darauf achten, dass es sich um einen seriösen Verlag handelt. Welche Verlage seriös sind und welche eher nicht, das können Sie hier nachlesen: http://www.literaturcafe.de/welche-verlage-und-literaturagenten-wir-empfehlen/. Natürlich können Sie als Neuautorin auch größere Verlage ansprechen. Was die Rechte betrifft, so kann man sich beim Börsenverein des Deutschen Buchhandels einen Mustervertrag herunterladen. Der Mustervertrag zeigt, was üblicherweise in den Autorenverträgen der Verlage drinsteht. Wenn man den eigenen Vertrag und den Mustervertrag nebeneinander legt und Punkt für Punkt vergleicht, dann merkt man schnell, ob der eigene Vertrag seriös ist und den marktüblichen Verträgen entspricht. Ein Anwalt ist dafür in aller Regel nicht notwendig. Aber Sie können sich mit Ihrem Manuskript auch bei Agenturen bewerben und natürlich unterstützen die Agenturen ihre AutorInnen auch bei allen rechtlichen Dingen.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  66. Annette Antworten

    Hallo Schreibtrainerin,
    ich schreibe schon sehr lange an einem Buch…es soll eins werden. Ich weiß aber gar nicht was ich als erstes tun soll. Das ist schon lang das Problem bei mir. Die Angst sitzt im Nacken, das ich was falsch machen könnte, es hört sich alles so kompliziert an.
    Können Sie mir nicht helfen?
    Liebe Grüße
    Annette

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Annette,

      so kann es gehen: Ein Buch schreiben – so fängt man an. In diesem Blogbeitrag habe ich beschrieben, wie man den Einstieg findet ins Buchschreiben.

      Viel Erfolg!
      Anette

  67. Jana Antworten

    Hallo Schreibtrainerin,
    seit längerer Zeit schreibe ich schon an meinem ersten Buch, da ich aber noch ziemlich jung bin, wird das Buch wahrscheinlich nicht weit kommen. So also hier auch die Frage: Gibt es Agenturen und Verlage die Interesse an Jugendautoren haben? Schon mal im Voraus danke.

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Jana,

      das Interesse der Verlage an JungautorInnen ist sehr groß. Deshalb kann ich Ihnen nur empfehlen weiterzuschreiben und dann Ihr Glück zu versuchen. Es gibt auch zahlreiche Wettbewerbe, die sich besonders an junge AutorInnen wenden. Von der Zeitschrift Federwelt gibt es beispielsweise einen kostenlosen Newsletter, der regelmäßig über neue Ausschreibungen informiert.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  68. René Amado Antworten

    Hallo Schreibtrainerin,

    mit großem Interesse habe ich Ihre Blogreihe zu den wichtigsten Schritten bis zu einer Veröffentlichung gelesen.
    Ich bin jetzt 19 Jahre alt und seit vier Jahren in Ausbildung zum Erzieher, seit ca. 3 Jahren habe ich eine Romanidee, welche auch mit meinem Beruf zu tun hat.
    Seit kurzem bin ich auch dabei – mehr schlecht als recht – mit meinem Werk zu beginnen, leider habe ich Probleme damit die Geschichte auszuschmücken.
    Zum Einen soll das Buch eine teils übernatürliche Begabung der Hauptperson thematisieren und sich zum Anderen auch im humoristischen Stil den Klischees und Vorurteilen im sozialpädagogischen Metier, sowie der modernen, elterlichen Erziehung bedienen.
    Haben Sie irgendwelche Tipps und Tricks, Eselsbrücken etc. für mich, wie man gleichzeitig ausschmückt und es andererseits schafft auf das Wesentliche zu begrenzen. Zu viel möchte ich mir ja auch nicht vornehmen…
    Wenn Sie einige Minuten Zeit haben, würde ich mich über eine Antwort freuen :)

    MfG,

    René Amado

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo René,

      das schaffen Sie am besten, wenn Sie die Klischees und Vorurteile und alles, was Sie auf die Schippe nehmen möchten, nicht als Ausschmückung mitnehmen, sondern zu einem Teil der Handlung machen.

      Beispiel: Angenommen, ein wichtiger Teil der Handlung ist, dass die Hauptfigur zu einem Termin zu spät kommt. Dann könnte ein Steit mit einem uneinsichtigen Elternteil, der die Hauptfigur an der Eingangstür abgefangen hat, der Grund für das Zuspätkommen sein. Auf diese Weise ist der Streit (und die Ursache dafür) zu einem wichtigen Teil der Handlung geworden und nicht nur eine Ausschmückung.

      Viel Spaß beim Schreiben
      Anette Huesmann

  69. William Antworten

    Ich bin 15 und schreibe derzeit an einem Buch, das heißt Christ, Kill. Es soll ein Roman werden, ein Psychothriller. Aber meine Kapitel sind extrem kurz, gerade mal 2 Seiten lang. Können sie mir da einen Tipp geben? Und noch was, gibt es überhaupt Agenturen oder Verlage die Jugend-Autoren unterstützen? Und wenn mein Buch ein Erfolg wird, an wen geht dann das ganze Geld?
    MfG,
    William

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo William,

      damit die Kapitel länger werden, würde ich sie allmählich ausweiten: Nach dem ersten Entwurf würde ich sie ein paar Tage liegen lassen und mir in der Zwischenzeit überlegen, was noch alles in diesem Kapitel passieren könnte. Das würde ich dann später ergänzen: weitere Dialoge, weitere Handlung, weitere Beschreibungen.

      Gerade junge AutorInnen sind bei Verlagen und Agenturen sehr begehrt. Es lohnt sich also weiterzuschreiben und sich am Ende mit dem vollständigen Manuskript zu bewerben.

      Bis das Buch fertig ist, dauert es sicher noch eine Weile. Zwischen Fertigstellung des Manuskripts und Bewerbung bei einer Agentur und der Veröffentlichung liegen meist ein bis zwei Jahre. Bis dahin sind Sie volljährig und können das Honorar für die verkauften Bücher selber bekommen.

      Viel Erfolg :-)
      Anette Huesmann

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