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Buch veröffentlichen

Ein Buch veröffentlichen: Die zehn wichtigsten Tipps, um einen Verlag für Ihr Manuskript zu finden.
 

1. Alle Chancen nutzen, um einen Verlag zu finden

Wer für sein Buch einen Verlag suchen möchte und alle Chancen nutzen will, sollte sein Buch zuerst den Agenturen vorlegen. Denn Agenturen nehmen kein Manuskript, das schon von etlichen Verlagen abgelehnt wurde. Doch der umgekehrte Weg ist möglich: Selbst wenn viele Agenturen das Buch abgelehnt haben, kann ich es immer noch direkt bei den Verlagen versuchen. Also schreibe ich im ersten Schritt die Agenturen an. Interessiert sich keine für mein Buch, versuche ich es im zweiten Schritt direkt bei den Verlagen.
 
 

2. Agenturen

Eine Agentur prüft ein Manuskript auf seine Marktchancen. Fällt das Urteil positiv aus, so wird die Autorin / der Autor unter Vertrag genommen. Die Agentur wird dann versuchen einen Verlag zu finden, um das Buch zu veröffentlichen. Da AgentInnen meist gute Kontakte haben, stehen ihre Chancen deutlich besser, das Buch auch wirklich unterzubringen. Sie kennen viele LektorInnen persönlich, natürlich auch deren Wünsche und das Verlagsprogramm. So können sie ein Manuskript gezielt interessierten Verlagen anbieten.

Seriöse Agenturen verlangen erst dann Geld von mir, wenn ich mit einem Verlag einen Vertrag für mein Buch unterschrieben habe. Üblicherweise bekommen die AgentInnen ein Erfolgshonorar zwischen 15 und 20 % – das heißt, sie bekommen diesen Anteil von allen Einnahmen, die der Verlag für das Buch an mich bezahlt.

Die meisten Agenturen haben sich auf bestimmte Genres spezialisiert. Sie möchten nur Manuskripte angeboten bekommen, die diesen Genres entsprechen. Deshalb sollte man sich frühzeitig darüber informieren, welche Genres und Subgenres es gibt und ob das eigene Manuskript dazu passt. Einen Überblick über die wichtigsten Genres und Subgenres und ihren charakteristischen Merkmalen findet man in meinem Buch „Buchgenres kompakt“.

Bevor man eine Agentur anschreibt, sollte man auf deren Homepage nachsehen, ob eine Agentur an dem Genre interessiert ist, das ich ihr anbieten möchte. Eine Übersicht über Agenturen und deren Arbeitsschwerpunkte findet sich im „Handbuch für Autorinnen und Autoren“ aus dem Uschtrin Verlag. Darin gibt es noch viele weitere wertvolle Tipps für die Veröffentlichung, die Anschaffung lohnt sich also. Auch hier findet sich eine Liste von Literaturagenturen mit Tätigkeitsschwerpunkt.
 
 

3. Verlage

Hat keine der angeschriebenen Agenturen Interesse an meinem Buch, dann kann ich mich im nächsten Schritt direkt an die Verlage wenden. Bevor man einen der Verlage anschreibt, sollte man prüfen, ob das eigene Manuskript in das Buchprogramm des jeweiligen Verlags passt. Auch für Verlage gilt, dass die meisten sich auf bestimmte Genres und Subgenres spezialisiert haben. Nur wenn das eigene Buch zu den Genres passt, die der Verlag veröffentlicht, hat es eine Chance. Meist genügt ein Blick auf die Homepage oder ein Gang in die Buchhandlung, um herauszufinden, welche Genres und Subgenres der Verlag veröffentlicht. Bewirbt man sich mit einem Buchprojekt direkt bei einem Verlag, so braucht man Geduld: Oft dauert es mehrere Monate, bis man Antwort bekommt. Nicht selten besteht die Absage aus einem Standardschreiben ohne Begründung. Doch eine Absage ist kein Qualitätsurteil, denn es gibt viele Gründe ein Manuskript abzulehnen: Der Verlag möchte das Buch nicht veröffentlichen, weil es nicht ins Programm passt, es bereits eines mit einem ähnlichen Thema bei diesem Verlag gibt, das Budget erschöpft ist, und vieles mehr. Man sollte sich also von Absagen nicht abschrecken lassen und es weiter versuchen.

Wurde mein Manuskript schon von etlichen großen Verlagen abgelehnt, dann lohnt es sich, nach kleinen Verlagen Ausschau zu halten. Die sind oft auf bestimmte Subgenres, ein bestimmtes Thema, eine Region oder eine bestimmte Zielgruppe spezialisiert. Finde ich einen kleinen Verlag, der genau zu meinem Buch passt, dann habe ich dort meist bessere Chancen als bei einem großen Verlag. Spielt zum Beispiel in meinem Buch ein Lawinenspürhund eine große Rolle, dann ist vielleicht ein Spezialverlag für Bücher über Hunde daran interessiert.

Übrigens kann man schlechte Erfahrungen mit kleinen und mit großen Verlagen machen – und gute natürlich auch. Schlechter oder liebloser Umgang mit AutorInnen hängt nicht von der Größe des Verlags ab, sondern von dessen Unternehmenskultur.
 
 

4. Self Publishing

Finde ich weder eine Agentur noch einen Verlag für mein Buch, dann kann ich es immer noch selber veröffentlichen. Dafür muss ich nicht extra einen Verlag gründen, sondern ich suche mir einen passenden Dienstleister. Das Veröffentlichen auf eigene Faust wird heute Self Publishing genannt und ist auf dem Buchmarkt weitgehend akzeptiert. Die Frankfurter Buchmesse hat eine „Self-Publishing Area“ eingerichtet und auch die Leipziger Buchmesse hat für Self Publisher ein spezielles Programm. Viele bekannte AutorInnen wie Nele Neuhaus, Hanni Münzer und E.L. James haben ihre Bücher erst selbst herausgebracht, bevor sie von einem Verlag „entdeckt“ wurden. Natürlich interessieren sich Verlage nur für Self Publisher, deren Bücher gut laufen. Ein Manuskript, das im Self Publishing floppt oder einfach irgendwo ins Netz gestellt wurde, ohne groß Beachtung zu finden, wird von keinem Verlag angenommen.

Bücher von Self Publishern müssen qualitativ mit Verlagsbüchern mithalten können: Man sollte auf den ersten Blick erkennen, zu welchem Genre oder Subgenres das Buch gehört. Dazu ist ein entsprechender Titel und ein professionelles Cover notwendig. Beides sollte genau zum Genres oder Subgenres des Buches passen. Außerdem muss das Manuskript von sehr guter Qualität sein, mit einwandfreier Rechtschreibung und möglichst von einem Profi lektoriert. Dann stehen die Chancen nicht schlecht, ein paar Exemplare zu verkaufen.

Self Publisher müssen ihre Bücher auch selber vermarkten – und das macht eine Menge zusätzlicher Arbeit. Wer ernsthaft über Self Publishing nachdenkt, sollte sich umfassend informieren, zum Beispiel auf www.selfpublisherbibel.de oder im www.literaturcafe.de oder mit dem Magazin „der selfpublisher“ aus dem Uschtrin Verlag.
 
 



5. Hände weg von Druckkostenzuschussverlagen

Druckkostenzuschussverlage sind keine Alternative. Die kosten nur Geld und bringen nichts. Einen Druckkostenzuschussverlag erkennt man daran, dass ich als Autorin viel Geld dafür bezahlen soll, dass mein Manuskript überhaupt gedruckt wird. Gleichzeitig gaukelt der Verlag mir vor, dass er seriös sei und mein Manuskript kritisch geprüft habe. In Wirklichkeit nehmen die Druckkostenzuschussverlage alle Manuskripte und verdienen daran, dass die AutorInnen für die Veröffentlichung viel Geld bezahlen. Im Gegensatz dazu machen die Self-Publisher-Dienstleister niemandem etwas vor: Sie präsentieren sich nicht als Verlag, sondern als Dienstleister.

Mehr Informationen gibt es beim Aktionsbündnis faire Verlage, eine Initiative deutscher, österreichischer und schweizerischer Autorenverbände. Und hier findet sich eine Liste von Druckkostenzuschussverlagen.
 
 

6. Das Anschreiben

Als unbekannte Autorin kann ich Agenturen und Verlagen mein Buch erst anbieten, wenn das Manuskript fertig ist. Doch dann sollte man auf keinen Fall den vollständigen Text schicken! Für die Kontaktaufnahme mit einem Verlag oder einer Agentur brauche ich ein Anschreiben, ein Exposé und eine Leseprobe.

Auf den Internetseiten vieler Agenturen und Verlage ist nachzulesen, in welcher Form sie ein Buchangebot haben möchten. Auch der Name der Person oder der Abteilung, an die das Schreiben adressiert sein soll, ist häufig genannt, außerdem die Länge der Leseprobe und der Umfang des Exposés. Diese Angaben sollte man unbedingt beachten, sonst ist schnell klar, dass mein Schreiben Teil einer Massenaussendung ist – und das mag niemand.

Aus dem Anschreiben sollte natürlich hervorgehen, dass ich dem Verlag oder der Agentur mein Manuskript anbiete. Gab es schon zuvor einen Kontakt, sollte das ebenfalls drin stehen. Ansonsten verzichtet man am besten auf alle Hinweise, wie toll ich oder andere mein Manuskript finden – das kommt nicht gut und die Profis bilden sich ohnehin ihre eigene Meinung.
 
 

7. Das Exposé

Bevor man sein Buch veröffentlichen kann, muss man ein ansprechendes und unterhaltsames Exposé schreiben. Für viele AutorInnen ist das Schreiben eines Exposés die Hölle: Gerade steckte ich noch mittendrin in einer komplizierten Geschichte und nun soll ich das Ganze in wenigen Sätzen wiedergeben. Das ist hart. Aber es lohnt sich!

Ein gutes Exposé enthält:

  • Name und Adresse der Autorin / des Autors
  • Länge des vollständigen Manuskripts in Normseiten oder in Zeichenzahlen (inkl. Leerzeichen)
  • Genre bzw. Subgenre des Buches
  • Schauplatz
  • Wann findet die Handlung des Romans statt (Jahreszahl oder Zeitabschnitt)
  • Ist das Buch Teil einer Reihe oder ein Einzeltitel
  • Ganz kurze Beschreibung der Hauptpersonen (2 bis 3 Sätze pro Figur)
  • Eine knappe Zusammenfassung der Geschichte in fünf bis zehn Sätzen
  • Eine lange Zusammenfassung auf etwa ein bis zwei Normseiten (eine Normseite: 30 Zeilen mit je 60 Anschlägen)

 
Ein Exposé ist üblicherweise etwa drei bis fünf Seiten lang. Die knappe Zusammenfassung sollte wie der Klappentext eines Buches geschrieben sein. Die lange Zusammenfassung sollte den Schluss enthalten und einen ersten Eindruck geben vom Schreibstil.

Mehr über das Schreiben eines Exposés findet sich hier in meinem Blogbeitrag: Exposé schreiben für einen Roman.

 
 

8. Die Leseprobe

Agenturen und Verlage möchten natürlich wissen, wie gut und in welchem Stil das Buch geschrieben ist. Zu einem Buchangebot gehört deshalb eine Leseprobe, die zwischen 15 und 30 Normseiten umfasst (mehr über die Normseite ist hier auf meinem Blog nachzulesen: Ein Manuskript formatieren). Viele AutorInnen wählen als Leseprobe den Beginn ihres Romans, da dieser einen guten Einstieg bietet.
 
 

9. Das Manuskript

Selbstverständlich muss die Leseprobe und auch das vollständige Manuskript sorgfältig formatiert sein:

  • Der gesamte Text ist in Normseiten formatiert.
  • Ein Kapitelanfang ist zu erkennen an einer Zahl, einem Buchstaben oder einer Überschrift.
  • Jede Szene beginnt mit einer Leerzeile.
  • Dialoge sind vom restlichen Text abgesetzt: Die wörtliche Rede ist zu Beginn und am Ende durch Anführungsstriche kenntlich gemacht.
  • Die wörtliche Rede einer Figur beginnt mit einem neuen Absatz. Spricht eine andere Figur, so beginnt auch deren Rede mit einem neuen Absatz.
  • In der Fußzeile des gesamten Manuskripts ist der Arbeitstitel des Buches genannt sowie Name und Telefonnummer/Mailadresse der Autorin oder des Autors.

 
Hier gibt es weitere Einzelheiten, wie ein Buchmanuskript formatiert sein sollte.

Kann die Leseprobe überzeugen, so fordern Verlage oder Agenturen das vollständige Manuskript an. Das muss natürlich nahezu fehlerfrei sein, komplett abgeschlossen und mehrfach überarbeitet. Nur sehr selten machen sich Verlage oder Agenturen die Mühe mitzuteilen, was ihrer Meinung nach fehlt oder anders sein sollte. In aller Regel werden einwandfreie Manuskripte erwartet, die fertig sind zur Veröffentlichung.

Doch niemand muss seinen Text auf eigene Kosten lektorieren lassen – das übernehmen am Ende die Verlage, wenn sie sich dazu entschieden haben, das Buch herauszubringen. Einzige Ausnahme: Da Self Publisher keinen Verlag haben, müssen sie ein Lektorat aus eigener Tasche bezahlen.
 
 

10. Mail oder Papier?

Verlage und Agenturen bekommen heutzutage jede Menge Manuskripte angeboten. Um nicht in der Papierflut unterzugehen, bevorzugen Agenturen meist Angebote per Mail. Verlage wiederum möchten oft die Unterlagen lieber ausgedruckt auf Papier mit einem Brief zugeschickt bekommen.

Ob Papier oder per Mail – auch dazu findet sich in aller Regel ein Vermerk auf der jeweiligen Homepage. Man sollte immer vorab auf den Internetseiten der Agenturen und Verlage nachlesen und dann die Unterlagen wie angegeben zusenden. So steigt die Chance, in der Flut der Manuskripte wahrgenommen zu werden.

 

 


Ein Buch veröffentlichen

1. Teil: Wie schreibt man ein Buch – die 10 wichtigsten Tipps
2. Teil: Ein Buch schreiben – so fängt man an
3. Teil: Ein Buch veröffentlichen – so findet man einen Verlag

Dr. Anette Huesmann ist Autorin, Dozentin für Kreatives Schreiben und Sprachwissenschaftlerin. Sie leitet Workshops zum Kreativen Schreiben, schreibt Bücher und berät (angehende) AutorInnen. Hier finden Sie die aktuellen Schreibkurse und hier erfahren Sie mehr über ihr Beratungsangebot.
  1. Eva Antworten

    Liebe Frau Huesmann,

    vielen Dank für diesen interessanten und überaus hilfreichen Artikel!

    Wenn ich eine autobiographisches Buch voller Erzählungen veröffentlichen möchte und dieses allerdings in Englisch geschrieben ist. Kann ich mich dennoch an die Agenturen wenden oder lieber an internationale? Wenn zweiteres der Fall ist, hätten Sie vielleicht Tipps welche Agentur ich anschreiben könnte?

    Liebe Grüße,

    Eva

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Frau Riedel,

      mit englischsprachigen Büchern kenne ich mich leider nicht aus. Meine Vermutung: Deutschsprachige Literaturagenturen vermitteln keine fremdsprachigen Büchern. Es gibt in Deutschland auch international tätige Agenturen, aber inwieweit diese englischsprachige Bücher vermitteln, kann ich nicht sagen.

      Ich hoffe, Sie finden noch was Passendes.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  2. Juliane von Crailsheim Antworten

    Liebe Annette Huesmann, liebes Team der Schreibtrainierin!

    herzlichen Dank für diese hilfreichen Beiträge!

    Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir einen Rat geben:
    Ich habe ein Manuskript für ein Gedichtband von etwa 70 Gedichten/ 75 Seiten, dafür suche ich nun einen Verlag. Wie ich Sie verstehe, gibt es keine Agentur für Lyrik und wende ich mich direkt an entsprechende Verlage.

    Was reiche ich bei einem ersten Anschreiben ein?
    Gibt es für Lyrik eine Form von Beschreibung/ Exposé?
    Oder schicke ich eine Auswahl – und was wäre dann eine gute Zahl?

    Herzlich,

    Juliane v. Crailsheim

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Juliane,

      mein Schwerpunkt liegt auf Belletristik, Kinderbuch und Sachbuch. Es tut mir leid, bei Lyrik kenne ich mich nicht aus – da kann ich Ihnen leider nicht weiterhelfen.

      Herzliche Grüße
      Anette Huesmann

  3. Kaan Antworten

    Hallo Frau Dr. Huesmann,

    Danke für die tolle Arbeit !
    Meine Frage wäre kostet es das Manuskript an einem Lektoren und an AgentInnen und Verlägen zu schicken. Und kostet dann das Cover, Marketing usw. wenn ja wie viel.
    Schöne Grüße

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Kaan,

      an Verlage und Agenturen schickt man üblicherweise ein unlektoriertes Manuskript. Lektorat, Buchsatz, Cover und Druck bezahlt der Verlag und auch das Marketing sollte der Verlag übernehmen. Nur wenn man selber veröffentlicht, muss man alles selber bezahlen.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  4. Lilja Antworten

    Hallo Frau Huesmann,
    ich bin gerade dabei ein Buch zu schreiben und hätte eine Frage.
    Was ist das Mindestalter, ab dem man bei einem Verlag angenommen wird?
    Mich interessiert dies, da ich noch minderjährig bin.

    Liebe Grüße Lilja

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Lilja,

      die Verlage sind sehr interessiert an jungen Autor*innen. Wenn du noch minderjährig bist, dann müssen natürlich deine Eltern der Veröffentlichung zustimmen.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  5. Martin Antworten

    Liebe Frau Huesmann,
    ich habe gerade einen belletristischen Roman fast fertiggestellt, der dem Plot eines bekannten Autors in Grundzügen sehr ähnelt. Sein Buch ist vor kurzem erschienen, ich war ziemlich überrascht. Natürlich entmutigt und blockiert mich das nun. Denken Sie, ich habe dennoch eine Chance das Buch zu veröffentlichen? Oder werden die Verlage von vorneherein abwinken, da niemand einen Abklatsch von etwas rausbringen will?
    Danke für Ihren Rat.

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Martin,

      letztlich ist jedes Buch einzigartig, selbst wenn es einige Ähnlichkeiten gibt. Durch die Figuren, den Schreibstil und die Umsetzung der Szenen gibt es sicher genug Individuelles, so dass es ganz Ihr Werk ist. Ich würde es an Ihrer Stelle auf jeden Fall versuchen und das Buch anbieten. Wie die Verlage darauf reagieren, kann ohnehin niemand voraussagen. Sie müssen es einfach versuchen.

      Viel Erfolg wünsche ich Ihnen.
      Anette Huesmann

  6. Carina Antworten

    Hallo Schreibtrainerin!

    Ich habe ein Kinderbuch bzw. Bilderbuch geschrieben und illustriert. Können Sie mir Tipps geben, wie ein Manuskript eines Bilderbuches aussehen sollte? Es besteht aus 24 farbig illustrieren Seiten. Wie lange sollte die Leseprobe sein? Ist ein Exposé oder eine Autorenbeschreibung notwendig?

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Carina,

      bei Bilderbüchern ist es üblich, es anzubieten mit einer kurzen Zusammenfassung (ca. eine Viertel Seite Text) plus Autorenvita. Statt Leseprobe legt man den kompletten Text bei. Wenn es Illustration dazu gibt, würde ich ebenfalls ein oder zwei Zeichnungen hinzufügen. Anhand von Zusammenfassung, Autorenvita, Text und einer Zeichnung können Agenturen oder Verlage beurteilen, ob sie interessiert sind.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  7. Anna Kröger Antworten

    Hallo Frau Huesmann,

    Tolle Erklärungen und Beiträge stellen Sie uns hier zu Verfügung.
    Ich habe selbst ein Buch geschrieben, es bereits mehrfach überarbeitet und es Korrektur lesen lassen.
    Eine Autorin war angetan, konnte mir aber bis auf das „Self-Publishing“ nicht weiterhelfen. Jetzt (im November 17 11.2020) habe ich mehrere Exposé an verschiedenen Verlage gesendet. Leider habe ich noch keine Antwort bekommen.
    Jeder der bisher mein Buch gelesen hat, 5 Menschen (Lehrer, Autoren und Bücherwürme) gaben mir ein indentisches Feedback „Du triffst den Kern der Zeit. Dieses Buch muss veröffentlicht werden!“

    Liebe Frau Huesmann,
    Haben Sie einen entscheidenden Tipp?
    Ich weiß, ohne Name in der Branche, ist alles Mist, aber mir lieg unglaublich viel daran – an meinem Buch!!

    Hoffnungsvolle Grüße
    Anna

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Liebe Anna,

      so wie Ihnen geht es vielen anderen Menschen auch – sehr vielen. Deshalb sind die Verlage überlastet, weil so viel Manuskript-Angebote kommen. Und sehr viele von den Manuskripten sind richtig gut. Deshalb brauchen manche Verlage bis zu einem Jahr, bis sie antworten. Da hilft nur eines: dran bleiben, sich nicht abschrecken lassen, an den Erfolg des eigenen Werkes glauben und es immer wieder versuchen. Hartnäckigkeit zahlt sich aus.

      Ich drücke Ihnen die Daumen!
      Anette Huesmann

  8. Kiki Antworten

    Hallo,

    Ich hätte eine Frage: Könnte man auch schon einen Verlag fragen, auch wenn das Buch noch nicht ganz fertig ist?

    LG

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Kiki,

      nein, die Verlage sind in aller Regel nicht an einem Manuskript interessiert, das noch nicht fertig ist – das gilt für alle, die bisher noch nichts veröffentlicht haben. Denn viele Menschen möchten ein Buch schreiben, viele beginnen zu schreiben und nur wenige bringen es auch zu Ende. Das heißt, die Verlage würden sich nicht darauf verlassen, dass eine Person, die sie nicht kennen, auch wie angekündigt das Buch fertig schreibt.

      Viel Freude beim Schreiben wünscht
      Anette Huesmann

  9. Margot Schenten Antworten

    Sehr geehrte Frau Huesmann,

    herzlichen Dank für die vielen, vielen hilfreichen Informationen!

    Ich habe mein Erstlingswerk; eine kleine fiktive Familien-Sage vollendet.
    Wäre es sinnreich, die beiden Bücher vorab einer Lektorin zu übergeben und mit welchen ca. Kosten müßte ich rechnen, bei einer Seitenstärke von 300 Seiten je Buch (2 Bücher) ?

    Mit vielen Grüßen aus dem sonnigen Waldorf!
    Margot Schenten

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Frau Schenten,

      ja, ein Gespräch vorab mit einer Lektorin ist meist sinnvoll. Doch dabei muss sie nicht gleich das ganze Manuskript lesen. Oft genügt einer Lektorin ein Exposé und eine Leseprobe, um fundiert Feedback geben zu können. Das vollständige Lektorat der Manuskripte übernimmt später dann üblicherweise der Verlag, wenn es zu einem Verlagsvertrag kommt.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  10. Liane Rößner Antworten

    Liebe Anette,
    ich habe eine Gedicht-Sammlung, die ich gerne veröffentlichen möchte, sie ist auch schon an zwei Verlage geschickt. Die Frage ist nur, ob diese antworten werden hihi.. ;)
    Sollten die Verlage in meiner Stadt sein oder ist das nicht notwendig?
    Und wie finde ich eine Agentur?

    Ich bedanke mich im Voraus für Ihre Antwort.
    Liebe Grüße, Liane

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Liebe Liane,

      soweit ich weiß, gibt es keine Literaturagentur, die Lyrik vermittelt. Die Honorare für Lyrik sind extrem niedrig, das ist für eine Agentur als Geschäft nicht interessant. Räumliche Nähe ist für einen Verlag völlig unwichtig, du kannst alle Verlage im deutschsprachigen Raum ansprechen, die Lyrik herausgeben. Auf der Autorenwelt gibt es eine Liste von Verlagen, die Lyrik verlegen: https://www.autorenwelt.de/forum/verlage-und-agenturen/verlagsliste-lyrikverlage

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  11. Sascha Spies Antworten

    Hallo Frau Huesmann,

    Ich schreibe seit einer Weile an meinem Fantasyroman. Aktuell schreibe ich in Word auf Calibri habe aber schon gesehen dass das nicht gern genommen wird. Außerdem schreibe ich im Taschenbuchformat. Bisher sind es 10 Kapitel mit rund 250 Seiten (etwa 24/25 sind angedacht) Ich habe Ihren Beitrag zur Formatierung eines gelesen, bin damit allerdings maßlos überfordert. Muss ich denn wirklich auf DIN A4 schreiben und jede wörtliche Rede mit einem neuen Absatz beginnen? Im Buch wird viel gesprochen. Wie läuft das dann mit der Formatierung, wenn es um das Format geht?

    Lg Sascha Spies

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Herr Spies,

      empfohlen wird, das Manuskript so zu formatieren, dass eine Manuskriptseite einer Normseite entspricht – das ist eher eine Taschenbuchseite als eine DIN-A4-Seite. Und eine wörtliche Rede sollte mit einem neuen Absatz beginnen, wenn eine andere Figur spricht. Wenn Sie sich in einem Buchladen einen Fantasyroman aus dem Regal nehmen, dann sehen Sie, dass diese Romane alle so formatiert sind.

      Viel Spaß beim Schreiben!
      Anette Huesmann

  12. Paolo Antworten

    Liebe Frau Dr Huesmann,

    Vielen Dank für all Ihre aufschlussreichen Beiträge! Agenturen verwenden auf ihren Webseiten verschiedene Labels, zB „Belletristik“ und „Literatur“.

    In der Alltagssprache sind diese Labels etwas zweideutig. Sind sie hier synonym gebraucht, oder meint „Belletristik“ in dem Kontext so etwas wie „Unterhaltungsliteratur **ohne** literarischen Anspruch“?

    Es würde mich interessieren, was Ihre Meinung dazu ist, wie die Labels im gegenwärtigen Markt zu verstehen sind. Sind Agenturen, die an „Belletristik“ interessiert sind damit explizit **nicht** an „literarischem Anspruch“ (ohne Wertung!) interessiert?

    Vielen Dank!
    Paolo

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Paolo,

      auch auf dem Buchmarkt finden sich leider beide Bedeutungen von „Belletristik“. Zum einen als Bezeichnung für erzählende Texte ganz allgemein (im Gegensatz zum Sachbuch). Oder als Unterscheidung zwischen „Belletristik“ einerseits und „Literatur“ andererseits. Das heißt, Sie müssen damit rechnen, dass die Agenturen Unterschiedliches darunter verstehen, wenn sie schreiben, dass sie an „Belletristik“ interessiert sind. Doch darüberhinaus kann man sich bei einem Manuskript trefflich streiten, ob es nun als „Belletristik“ (im Gegensatz zu literarischen Werken) einzuordnen ist oder als „Literatur“ – das geschieht ja auch bei bereits veröffentlichten Büchern. Im Zweifelsfall würde ich mich bei allen Agenturen bewerben und denen dort selber die Entscheidung überlassen, ob es sich bei Ihrem Werk um „Belletristik“ im engeren oder im weiteren Sinn handelt.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  13. Victor Weiss Antworten

    Vielen Dank fuer Ihre aufschlussreichen Beitraege.
    Ich habe einen Familienroman geschrieben und frage, wie ich ihn am besten ueberarbeite und dann zur Publikation bringe.
    Was erhoeht die Chancen dazu? Zuerst es durch einen LektorIn bearbeiten lassen oder direkt von einer Agentur? Gibt es auch AgentInnen, die Lektoren sind? Wie finde ich dies heraus?

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Herr Weiß,

      die Agent*innen sind meist keine Lektor*innen. Man kann eine Leseprobe, bevor man sie bei der Agentur oder einem Verlag einreicht, auch lektorieren lassen, muss man aber nicht. Üblicherweise gehen die Agenturen davon aus, dass ein Leseprobe und das Manuskript dazu unlektoriert ist – sie wollen ja sehen, wie der unverfälschte Schreibstil eines Autors / einer Autorin ist.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  14. Gabriela Hoppe Antworten

    Liebe Frau Huesmann,
    Ihre Seite ist eine wahre Fundgrube! Ich bin sehr dankbar für die vielen Anregungen, die ich hier finden konnte. Zwei Fragen habe ich, zu denen ich keine Antwort gefunden habe:
    Ich schreibe meine Geschichte, also mein Leben und möchte versuchen, das fertige Manuskript bei einem Verlag oder Agenten zu platzieren. Ich möchte als Autorin anonym bleiben und bin mir unsicher, ob ich das Buch in der Kategorie „Biografie“ oder „Roman“ anbieten soll. Was empfehlen Sie in diesem Fall?
    Die zweite Frage wäre, wie ist der Rechtliche Text zu verfassen, damit Personen, die nicht ganz so gut weg kommen, keine Handhabe gegen mich haben? Natürlich habe ich Namen von Personen und Orten geändert, aber anhand der Beschreibungen dürfte trotzdem jeder wissen, wann er gemeint ist. Muss dieser rechtliche Vorspann von mir gestaltet werden oder übernimmt das der Verlag?
    Herzlichen Dank schon mal im Voraus!

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Frau Hoppe,

      es tut mir leid, aber ich bin ganz auf Romane spezialisiert, also auf fiktionale Geschichten. Mit Lebenserinnerungen kenne ich mich leider nicht aus.

      Viele Grüße
      Anette Huesmann

      • Hoppe

        Hallo liebe Frrau Huesmann,
        vielen Dank für die Info. Ich habe auch schon überlegt, das Buch als Roman zu veröffentlichen, wenn ich in der dritten Person schreibe. Wie denken Sie darüber?
        Liebe Grüße
        Gabriela Hoppe

      • Die Schreibtrainerin

        Hallo Frau Hoppe,

        um das beurteilen zu können, müsste man sich das Manuskript ansehen. Ich würde Ihnen empfehlen, sich eine Lektorin zu suchen, die sich sowohl mit Romanen als auch mit Biografien auskennt, und sich von ihr beraten zu lassen. Ein Verzeichnis von Lektorinnen und Lektoren finden Sie beim Verband der Freien Lektorinnen und Lektoren.

        Viel Erfolg!
        Anette Huesmann

  15. Stefan Antworten

    Guten Tag Frau Huesmann,

    Ich habe Ihre interessante Web-Präsenz entdeckt, und hätte ein paar kurze Fragen: Ich habe in den letzten 4 Wochen (dank Corona) ein Buch geschrieben. (ca. 250 Norm-Seiten), in dem es um eine Republikflucht aus der DDR geht: (Handlungszeitraum 1961-66).
    Eine Frage wäre, inwieweit das Lektorat bei Verlagen den Text auf Formulierungsfragen und auf inhaltliche Fragen des Ablaufs hin überprüft. Wird man evtl. darüber beraten, was inhaltlich abgewandelt werden sollte bzw. könnte.
    Die 2. Frage: Wie realistisch ist es, eine Veröffentlichung bis zum 60. Jahrestag des Mauerbaues im kommenden Jahr zu realisieren?
    Vielen Dank für Ihre Hinweise vorab!
    Liebe Grüße,
    Stefan (58)

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Stefan,

      ja, ein Verlag gibt üblicherweise ein Lektorat in Auftrag, das den Text sowohl auf Formulierungen als auch auf inhaltliche Fragen überprüft. Verlage haben oft einen Vorlauf von etwa ein bis anderthalb Jahren – es müsste also jetzt sehr schnell gehen, dass Sie einen Verlag finden, damit das zeitlich noch hinhaut. Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass es bei einem so aktuellen Thema (also der Jahrestag) schon noch klappten könnte – denn im Einzelfall geht es dann auch mal schneller.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

      • Stefan

        Liebe Frau Huesmann,

        Herzlichen Dank für Ihre schnelle Antwort. Ich werde versuchen, zügig eine Agentur oder einen Verlag zu finden, an die/den ich herantreten kann. Wenn ich noch eine Frage stellen darf, – In welches Genre würden Sie eine fiktionale Republikflucht einordnen, denn es ist weder ein Thriller im klassischen Sinn (aufgrund des dokumentarischen Stils) noch ist es eine „echte“ Dokumentation.

        Herzlichen Dank nochmals für Ihre Zeit.
        Liebe Grüße, Stefan

      • Die Schreibtrainerin

        Hallo Stefan,

        eine Republikflucht passt nicht so ganz in die „üblichen“ marktgängigen Genres. Verlage und auch Filmgesellschaften bezeichnen solche Geschichten oft ganz allgemein als „Drama“. Wenn es dokumentarisch ist, könnte es evtl. auch als Dokumentarroman (Synonym: Tatsachenroman) bezeichnet werden, das ist ein Mix aus Dokumentation und Roman.

        Viel Erfolg!
        Anette Huesmann

      • Stefan

        Liebe Frau Huesmann,

        Nochmals einen herzlichen Dank für Ihre Hilfe!
        Das macht es für mich immerhin leichter, die Einordnung etwas differenzierter vorzunehmen, bzw. darauf hinzuweisen, dass hier eine „Mischform“ vorliegt. Sollte das Projekt je von Erfolg gekrönt sein, erhalten Sie ein Exemplar!

        Liebe Grüße, Stefan

  16. Anne Antworten

    Hallo Anette,
    vielen Dank für diesen lehrreichen Beitrag!
    In dem Kommentaren hatten Sie geschrieben, dass einige Verlage für einen Roman ca. 300 Seiten erwarten. Wenn ich nun für mein Erstlingswerk um die 500 Seiten habe, schmälert das die Chancen, dass das Buch veröffentlicht wird, weil einige Verlage grundsätzlich dickere Bücher nicht annehmen?

    Danke und viele Grüße,
    Anne

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Liebe Anne,

      es kommt darauf an :-) Vor allem auf das Genre und den Verlag. Einige der Verlag, die Regionalkrimis verlegen, möchten nicht viel mehr als 300 bis 400 Seiten pro Buch. Da sind 500 Seiten nicht unmöglich, aber die Chancen stehen schon etwas schlechter. Verlage, die beispielsweise Fantasy verlegen, sind es gewohnt, dass die Bücher 400 Seiten und mehr haben. Da stehen die Chancen nicht unbedingt schlechter, dass sie das Manuskript nehmen, auch wenn es etwas umfangreicher ist.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  17. Michael Antworten

    Guten Tag Frau Huesmann,

    mein Name ist Michael, bin inzwischen 40 Jahre jung und habe 2017 mein Leben niedergeschrieben um das ganze Gedankenchaos aus meinem Kopf zu bekommen, das schon viel zu lange herum gewirbelt ist und mich nicht wirklich hat ruhen lassen und um es schließlich meiner Familie und ein paar Freunden zu unterbreiten.

    Mitgenommen von vielen verschiedenen Schicksalen die durchlebt und überwunden werden mussten und geschrieben in meiner Redensart mit wenigen vereinzelten Kraftausdrücken.

    Jetzt, nachdem ich noch weitere Gedanken und Erfahrungsberichte hinzugefügt habe möchte ich es nun auch veröffentlichen.

    Viele Grüße und lieben Dank für Ihre Bemühungen

  18. Martina Antworten

    Liebe Frau Huesmann,
    ich habe vor einiger Zeit ein Buch fertiggestellt und wollte es nunmehr (auch wenn ich weiss, dass es aussichtslos ist) doch noch an ein paar Verlage senden. Ich lese überall, dass man den Namen des Lektors im Anschreiben angeben soll – aber wie findet man diesen heraus? IdR stehen auf den Internetseiten nur die Abteilungen, an die man das Manuskript schicken soll. Wie würden Sie empfehlen vorzugehen?
    Besten Dank und viele Grüße,
    Martina

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Martina,

      man sollte sich an die Wünsche der Verlage halten. Wenn auf deren Internetseiten zu lesen ist, dass man das Manuskript an eine bestimmte Abteilung schicken soll und die Anschrift der Abteilung genannt ist, dann sollte man sein Anschreiben an diese Abteilung richten. Die meisten dieser Verlage reagieren genervt, wenn man versucht, den Namen einer Ansprechpartnerin oder eines Ansprechpartners herauszufinden. Denn inzwischen erhalten die meisten Verlage 3.000 bis 4.000 Manuskripte im Jahr und wenn alle vorher Mails schreiben oder anrufen, um den Namen einer Lektorin herauszufinden, dann würde dort dauernd das Telefon klingeln.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  19. Kornelia Antworten

    Hallo Frau Huesmann,

    ich habe ein Buch geschrieben und möchte es nun erst mal für mich allein drucken lassen. Ich habe jetzt etwas Angst, dass die Druckerei vielleicht meine Geschichte „klaut“. Ich traue mich nicht so recht, meine Datei in die Hände einer Druckerei zu geben. Ich möchte nicht, dass dort jemand die Datei liest und ich möchte auch nicht, dass meine Geschichte vielleicht dann im Buchladen auftaucht und ich nichts davon mitbekomme. Was kann ich tun?

    Außerdem habe ich meine Datei auf einem Stick gesichert und als Datei an eine Entwurf-Mail in meinem E-Mail-Account angefügt. Da ich Angst habe, dass der Stick verloren geht oder kaputt ist. Könnte der E-Mail-Anbieter eigentlich auch auf diese Datei zugreifen? Die Datei selber ist mit Passwort geschützt. Aber selbst das kann man ja bestimmt knacken im Word, oder?

    Mir stellen sich doch so einige Frage, wie ich mein geistiges Eigentum vor Veröffentlichung schützen kann. Ich bin über jeden Tipp dankbar.

    Vielen Dank bereits jetzt für Ihre Bemühungen und Ihre Antwort.

    LG Kornelia

  20. Julia Fl. Antworten

    Hallo Frau Huesmann,
    Ich finde Ihr Blog sehr nützlich und interessant.
    Vielleicht liegt meine Frage grundsätzlich nicht in Ihrem Bereich, aber da ich keine Informationen dazu irgendwo noch finden konnte, frage ich Sie.
    Ich habe zurzeit ein Ziel ein lyrisches Buch zu veröffentlichen, doch habe ich zurzeit nur 50-60 passende Stücke. Ich weiß nicht, ob das reichen würde. Wie steht es mit Normseiten im Bereich von Lyrik überhaupt?
    Es ist sehr schwer etwas im Netz darüber zu finden.
    Vielen Dank im Voraus!
    Julia Fl.

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Julia,

      bei Lyrik gibt es keine Vorgaben bzw. keine Erwartungen, wie umfangreich ein Buch sein sollte. Lyrik folgt ganz eigenen Regeln, da sind auch sehr schmale Bände mit 50 bis 60 Stücken willkommen.

      Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!
      Anette Huesmann


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