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Ein Manuskript formatieren

Verlage und Agenturen erwarten von einem Manuskript für einen Roman, dass es ordentlich formatiert ist. Auch Leseproben, mit denen man sich bei Verlagen und Agenturen bewirbt, sollten so aussehen. Am besten, man schreibt seinen Text gleich von Anfang an auf diese Weise, sonst muss man hinterher mühsam Zeile für Zeile nacharbeiten, was man zu Beginn versäumt hat. Hier die wichtigsten Formatierungsempfehlungen für Romane:

1. Normseite
Das gesamte Manuskript sollte in Normseiten formatiert sein. Eine Normseite besteht aus 30 Zeilen mit je 60 Anschlägen. Jeder „Anschlag“ (die Bezeichnung stammt aus Zeiten der Schreibmaschine, gemeint sind Buchstaben oder Leerschritte) sollte genau gleich breit sein, egal ob dort ein „o“ oder ein „i“ steht. Deshalb kann man keine Proportionalschrift wie Calibri verwenden. Bei Proportionalschriften nimmt ein Buchstabe nur den Platz ein, den er eben braucht – und damit lässt sich die Zeichenzahl pro Zeile nicht festlegen. Für Normseiten verwendet man deshalb eine nichtproportionale Schrift wie Courier New, bei der jedes Zeichen den genau gleichen Platz einnimmt.

In vielen Schreibprogrammen für AutorInnen sind Normseiten voreingestellt. In WORD richtet man einfach so breite Ränder unten und an der rechten Seite ein, dass auf einer Seite nur noch 30 Zeilen mit je 60 Anschlägen Platz haben. Beim Ausdrucken verwendet man Papier im DIN-A4-Format, auf dem die breiten Ränder unten und an der rechten Seite einfach frei bleiben.

Da bei einer Normseite die Zeilen nicht immer ganz vollgeschrieben sind, schwankt die Textmenge pro Seite. Vereinfacht wird davon ausgegangen, dass eine Normseite rund 1.500 Zeichen (inkl. Leerzeichen) enthält. Auf Wikipedia ist mehr über die Normseite nachzulesen.

2. Zeilenabstand
Der Abstand zwischen den Zeilen ist 1,5-fach.

3. Schrift
Für den Text verwendet man am besten eine gut lesbare Schrift wie Courier in Schriftgröße 11 oder 12. Mit dieser nichtproportionalen Schriftart lässt sich die Normseite exakt einrichten. Wer lieber eine andere Schriftart möchte, kann auch gut lesbare proportionale Schriften verwenden wie Arial oder Times New Roman und das Manuskript so formatieren, dass im Schnitt zwischen 1.500 Zeichen und 1.800 Zeichen inklusive Leerzeichen auf eine Seite passen.

4. Satz
Der Text steht linksbündig im Flattersatz.

5. Worttrennungen
Normseiten enthalten keine Trennungen, deshalb sollte man auf Worttrennungen grundsätzlich verzichten. In einem Textverarbeitungsprogramm schaltet man am besten die automatische Worttrennung ab.

6. Absatz
Die Absätze sind in der ersten Zeile eingerückt (Formatierung in WORD: Absatz > Sondereinzug > Erste Zeile: 0,3). Das gilt nicht für den jeweils ersten Absatz, z.B. für den ersten Absatz im Buch, den ersten Absatz im neuen Kapitel oder den ersten Absatz in einer neuen Szene.

7. Szene
Im gesamten Manuskript beginnt jede Szene mit einer Leerzeile und endet mit einer Leerzeile.

Buchmanuskript Format - Beispiel Szenenende und Szenenanfang

Auf allen Bildern sind Beispiele aus einem meiner Manuskripte zu sehen – einfach draufklicken, dann ist der Text gut zu lesen.

8. Dialoge
Alle Dialoge sind so gesetzt, wie wir es üblicherweise aus Büchern kennen. Dazu verwendet man die im eigenen Textverarbeitungsprogramm üblichen Anführungszeichen. In WORD sind das die Anführungszeichen unten (zu Beginn der wörtlichen Rede) und die Anführungszeichen oben (am Ende der wörtlichen Rede). Möchte der Verlag im Buchsatz andere Zeichen verwenden, so tauscht er diese einfach aus.

  • Fängt eine Romanfigur zu sprechen an, so beginnt die wörtliche Rede mit einem neuen Absatz. Spricht im Anschluss eine andere Romanfigur, so beginnt auch deren wörtliche Rede mit einem neuen Absatz.
     
    „Ist dir kalt?“ 
    „Ja.“

     
     
    Buchmanuskript Format - Beispiel Dialog
    Einzige Ausnahme: Die unmittelbar zuvor stattfindende Handlung gehört zur Sprecherin/zum Sprecher.
     
    Sie schob das Buch zur Seite. „Ist dir kalt?“ 
    „Ja“, antwortete er.

     
     
    Buchmanuskript Format - Beispiel Dialog mit vorhergehendem Satz
     
  • Wenn unmittelbar auf das Gesprochene ein „sagte sie“ oder „antwortete sie“ oder etwas Ähnliches folgt, so fällt am Ende der wörtlichen Rede der Punkt weg. Es folgen die Anführungszeichen oben und ein Komma.
     
    „Mir ist kalt“, sagte sie.
     
     
    Buchmanuskript Format - Beispiel Dialog
     
  • Es fällt jedoch nur der Punkt als Satzzeichen weg, alle anderen Satzzeichen werden wie üblich gesetzt, beispielsweise das Ausrufezeichen und das Fragezeichen. Auch hier folgen im Anschluss die Anführungszeichen oben und ein Komma.
     
    „Ist dir kalt?“, fragte sie.
     
     
    Buchmanuskript Format - Beispiel Dialog mit Anschlusssatz
     
  • Fehlt am Ende der wörtlichen Rede ein „sagte sie“ oder Ähnliches, dann wird der Punkt wie alle anderen Satzzeichen gesetzt. Erst dann folgen die Anführungsstriche oben.
     
    „Mir ist kalt.“
     
     
    Buchmanuskript Format - Beispiel Dialog mit Punkt am Ende
     
  • Sprechen mehrere Romanfiguren hintereinander, dann braucht man eigentlich das „sagte sie“ und „sagte er“, um klarzustellen, wer gesprochen hat. Doch längere Passagen werden dadurch oft zu monoton, weil das „sagte sie, sagte er, sagte sie“ zu oft wiederholt werden muss. In diesem Fall kann ein anderer Anschlusssatz verdeutlichen, wer gesprochen hat. Denn der Anschlusssatz folgt ohne Zeilenumbruch, wenn er zur Sprecherin gehört. Damit wird klar, wer gesprochen hat.
     
    „Mir ist kalt.“ Sie legte das Buch zur Seite.
     
     
    Buchmanuskript Format - Beispiel Dialog mit vorhergehendem und anschließendem Satz
     

9. Fußzeile
Alle Seiten im Buchmanuskript sind fortlaufend nummeriert, das heißt jede Seite trägt eine eigene Seitenzahl. In einer Fußzeile sollte auf jeder Seite außerdem der Arbeitstitel des Romans sowie Name und Mailadresse der Autorin/des Autors stehen. Alle Einzelseiten können dann jederzeit dem richtigen Manuskript zugeordnet werden.

Buchmanuskript Format

10. Ausdruck
Beim Ausdruck sind alle Seiten nur einseitig bedruckt.

Die Bilder zeigen eine Passage aus meinem Krimi „Die Glut des Bösen“, der 2012 im Aufbau Taschenbuchverlag erschienen ist. Als ich das Manuskript damals den Agenturen anbot, trug er den Arbeitstitel „Der Kastrat“.


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Dr. Anette Huesmann ist Autorin, Dozentin für Kreatives Schreiben und Sprachwissenschaftlerin. Sie leitet Workshops zum Kreativen Schreiben, schreibt Bücher und berät (angehende) AutorInnen. Hier finden Sie die aktuellen Schreibkurse und hier erfahren Sie mehr über ihr Beratungsangebot.
  1. Cindy Koplin Antworten

    Hallo Frau Dr. Huesmann,

    Ihr Beitrag hat mir sehr weitergeholfen, obwohl ich nun schon seit einigen Jahren schreibe. Habe mich nur noch nicht getraut, meine fertigen Manuskripte an Agenturen oder gar an Verlagen zu schicken.

    Ich habe mir leider seit Beginn an (vielleicht etwas Falsches) angewöhnt, statt die normalen Anführungszeichen „so wie man sie hier kennt“, leider »diese hier angewöhnt«.

    Jetzt meine Frage dazu, kann ich »diese hier« weiter benutzen und so im Manuskript stehen lassen, wenn ich das Werk an einem Verlag schicke? Oder wirkt das eher unprofessionell und ich sollte die „Standard-Anführungszeichen“ benutzen?

    Ich bedanke mich schon mal im Voraus über Ihre Antwort. Liebe Grüße aus Frankfurt an der Oder.

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Frau Koplin,

      es ist nicht wichtig, welche Art der Anführungszeichen Sie verwenden – Sie können deshalb die Anführungszeichen so lassen, wie sie sind. Die Formatierung ist wichtig, das heißt, dass an den entsprechenden Stellen Anführungszeichen stehen. Das Aussehen der Formatierung bzw. der Anführungszeichen spielt zu dem Zeitpunkt keine Rolle.

      Viel Erfolg wünsche ich Ihnen!
      Anette Huesmann

  2. Katalin Fischer Antworten

    Hallo Frau Huesmann,
    vielen Dank, ich habe Ihre Anleitung mit großem Interesse gelesen. Natürlich noch eine Frage: in meinem Roman sprechen manchmal viele Leute durcheinander, eine ganze Gesellschaft, wo es auch nicht darauf ankommt, jeden einzelnen Satz einer bestimmten Person zuzuordnen – es geht eher darum, den fröhlich-chaotischen Charakter der Gesellschaft fühlbar zu machen.
    Wie formatiere ich das am besten? Jeden Satzfetzen in einer neuen Zeile setzen?
    Oder, als Veranschaulichung des Durcheinanders, hintereinander, nur durch Anführungszeichen getrennt?
    Oder nach den Anführungszeichen immer drei Punkte am Anfang und am Ende?
    Oder?
    Vielen Dank für Ihre Hilfe, herzliche Grüße
    Katalin

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Frau Fischer,

      ich würde auch in diesem Fall jeden Satzfetzen in eine neue Zeile setzen. Sonst wird es zu unübersichtlich und die Leser*innen können nicht auf den ersten Blick sehen, dass hier viele Menschen durcheinander reden. Doch vielleicht brauchen Sie dafür auch nicht so viele wörtliche Reden, wenn der Inhalt des Gesprochenen nicht so wichtig ist. Vielleicht können Sie die Atmosphäre dieser Situation mit einer anschaulichen Schilderung der Gesellschaft sogar noch besser rüberbringen?

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  3. Angstgeschichten Antworten

    Sehr geehrte Frau Dr. Huesmann,

    danke für die ausführliche Anleitung, sie hat mir in der Vergangenheit weitergeholfen.

    Allerdings stellt sich mir noch eine Frage, die vermutlich im Bereich Belletristik mehr gefragt ist. Sollte man Zeichnungen z.B. die Umrisse eines erfundenen Landes oder auch ein in der Geschichte abgebildetes Symbol innerhalb eines Kapitels direkt ins Manuskript einfügen, oder erst später, sollte es bei einem Verlag angenommen werden, den Verlag darum bitten das zu tun?

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo,

      Zeichnung sind in einem Roman eher unüblich, das muss auf jeden Fall mit dem Verlag zuvor abgesprochen werden. Aber es ist kein Problem, das an entsprechender Stelle in das Manuskript einzufügen und später mit dem Lektorat abzusprechen, ob das wirklich so drinbleiben kann.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  4. Mari Antworten

    Hallo!

    Vielen Dank für den Beitrag!
    Ich würde gerne wissen, ob man nach einer Kapitelüberschrift eine Leerzeile einfügen soll.

    Vielen dank und nette Grüße
    Mari

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Mari,

      ja, das sollte man tun.

      Viel Spaß beim Schreiben!
      Anette Huesmann

  5. Regine Geldermann Antworten

    Sie haben super viele Tipps. Vielen Dank Dafür. Ich habe trotzdem eine Frage. Ich schreibe mein erstes Buch.
    Bin gerade dabei das Expose zu schreiben und stolper über die Formatierung & Co. Es wird ein Ratgeber.
    Ich habe noch nicht ganz verstanden ob ich jetzt das ganze Inhaltsverzeichnis – es umfasst ca. 8 Seiten, noch nicht auf Normseiten formatiert, aufführe und zusätzlich eine Zusammenfassung des Buches über 2 – 3 Normseiten gebe, oder ob das beides Kombiniert wird?
    Viele Grüße aus Münster

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Frau Geldermann,

      diese Formatierungsempfehlungen gelten ausschließlich für Romane.

      In einem Exposé für ein Sachbuch würde ich das gesamte Inhaltsverzeichnis des geplanten Buches aufnehmen plus Konzept bzw. Zusammenfassung (aber nur ganz kurz) – mehr dazu finden Sie hier: https://www.die-schreibtrainerin.de/sachbuch-schreiben/

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  6. Annalena Antworten

    Und was muss man bei Kapitelüberschriften bezüglich Zeilenabstand und Schriftgröße beachten? Darf man so etwas schreiben wie „1. …“ oder „1. Kapitel“ oder nur einen Titel? Und schreibt man so etwas wie eine Danksagung oder „Über mich“ erst mit dem Verlag zusammen? Und wie sieht es mit einem Gliederung und einem Deckblatt am Anfang des Buches aus, wo z.B. Titel und Name draufstehen?

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Annalena,

      bei Kapitelüberschriften oder Deckblatt gibt es keine Regeln. Das kann man machen, wie man möchte. Danksagung und „Über mich“ schreibt man selber, bevor es an den Verlag geht.

      Viel Erfolg
      Anette Huesmann

  7. Annalena Antworten

    Hallo,

    wie kann man denn in Word sowohl die Angaben über Name, Buchname und E-Mail-Adresse, als auch die Seitenzahl in die Fußnote schreiben? Sobald ich Seitenzahlen einfügen will, verschwinden die anderen Angaben in der Fußzeile.

    Viele Grüße,
    Annalena

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Annalena,

      das geht, wenn man die richtige Reihenfolge einhält: Zuerst die Seitenzahl einfügen, dann im Anschluss den Rest.

      Viel Erfolg
      Anette Huesmann

  8. Lesefee Antworten

    Guten Abend,

    gelten diese Formatierungsvorschläge auch für Sachbücher? Ich habe an anderer Stelle gelesen, dass man diese Einzüge am Anfang von Sätzen nicht machen soll und lieber Leerzeilen einfügt. Jetzt bin ich doch etwas verunsichert. Vielleicht können Sie nochmal aufführen, ob es Unterschiede zu Sachbüchern gibt? Und wie ist das mit dicken oder kursiven Hervorhebungen? Vielen Dank!

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo,

      diese Formatierungsempfehlungen gelten ausschließlich für Romane.

      Sachbücher würde ich so formatieren, wie man üblicherweise Sachtexte formatiert: Überschriften als Überschriften kennzeichnen, regelmäßig Absätze machen und zur Gliederung bei Bedarf eine Leerzeile einfügen. Keine Hervorhebungen im Text (bzw. möglichst wenig), weder kursiv noch fett.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  9. Martina Antworten

    Sehr geehrte Frau Dr. Huesmann,

    ich wollte mich ganz herzlichen für diesen tollen Beitrag bedanken. Ich bin gerade dabei mein erstes Buch fertigzustellen und formatiere es anhand Ihrer Vorgaben, welche ausgesprochen hilfreich sind!
    Es haben sich aber für mich noch zwei Fragen ergeben.
    1. Im Rahmen eines Dialogs – wenn vorangestellt die Handlung steht und dann erst das gesprochene Wort, beginnt es dann mit einem großen oder kleinen Buchstaben?
    Hier ein Beispiel:
    Ohne Daniel wirklich wahrzunehmen stotterte Henry nur, „ein Notfall. Es ist dringend“, und war schon fast aus der Tür.
    Schreibt man „ein Notfall“ oder „Ein Notfall“ ?
    2. Wie zitiert man Gedanken? Ich habe es bisher mit einfachen Anführungszeichen gemacht:
    ‚Wie ist sie dort bloß gelandet?‘, dachte er sich.
    Oder ist das falsch? Wird etwas anderes empfohlen? Ich habe es in einem ihrer Beiträge so verstanden, dass man die Anführungszeichen ganz weglassen kann/soll?

    Vielen herzlichen Dank und bleiben Sie gesund!
    Martina

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Martina,

      in dem von Ihnen geschilderten Beispiel würde ich es klein schreiben, also „ein Notfall“, da der Redebeitrag mit einem Komma beginnt.

      Die Gedanken von Figuren werden in den Romanen oft unterschiedlich wiedergegeben. Einfache Gedankenstriche sind möglich, manche setzen die Gedanken kursiv (was aber von vielen Verlagen nicht gern gesehen wird). Ich persönlich lasse die Anführungszeichen ganz weg und sorge dafür, dass aus dem Kontext klar wird, dass es sich um die Gedanken der Figur handelt.

      Viel Erfolg wünsche ich Ihnen!
      Anette Huesmann

  10. Maik Heller Antworten

    Hallo, Frau Huesmann,
    wenn ich das Procedere der Normseiten-Erstellung für ein Buchmanuskript richtig verstanden habe, ist es demzufolge logisch, dass das Normtextmanuskript ca. ein- bis eineinhalbmal größeren Umfang (höhere Seitenzahl) besitzt.
    Und es müsste dann auch so sein, dass der Normtext fortlaufend geschrieben wird. Soll heißen, dass zum Beispiel Zwischenüberschriften (diese natürlich mit entsprechenden Leerzeilen) auch am unteren Seitenende stehen können. Oder dass man auf „Hurenkinder“ bzw. „Schusterjungen“ o. ä. bei der Normtextfassung keine Rücksicht zu nehmen braucht?
    Danke für Ihre Antwort.

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Herr Heller,

      ja genau, es ist so, wie Sie schreiben. Da Normseiten einen geringeren Umfang haben als üblicherweise A4 – Seiten, ist der Gesamtumfang des Manuskripts entsprechend höher. Und Sie müssen keine Rücksicht nehmen auf Schusterjungen o.ä., denn das wird erst später beim Buchsatz berücksichtigt, also wenn das Buch gelayoutet wird. Bei der Formatierung des Buchmanuskripts sollte man nur auf die Prinzipien wie hier beschrieben achten.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  11. Kristin Juliet Fritsch Antworten

    Sehr geehrte Frau Dr. Huesmann,

    vielen Dank für Ihren hilfreichen Beitrag, er hat mir sehr weitergeholfen.

    Allerdings hätte ich noch eine Frage:
    Wie verhält sich die Formatierung der Kapitelüberschriften?
    Fange ich jedes Kapitel auf einer neuen Seite an oder lasse ich quasi nur zwei Absätze zwischen dem letzten Satz des alten Kapitels und der Überschrift des neuen Kapitels?

    Vielen Dank schonmal.
    Mit freundlichen Grüßen,
    Kristin Fritsch

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Frau Fritsch,

      bei der Formatierung eines Manuskripts sollte der Text fortlaufen. Zwischen dem vorhergehenden und dem nachfolgenden Kapitel sind zwei Absätze Abstand ausreichend. Den Kapitelanfang auf die nächste Seite zu setzen ist üblich beim Buchsatz, aber nicht bei der Formatierung eines Manuskripts.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  12. Manuel Will Antworten

    Sehr geehrte Frau Dr. Husemann,

    ich würde einer Agentur gerne mein Manuskript senden. Bei den Bedingungen der Agentur werden auch kurze Biografien meiner Hauptcharaktere verlangt. Nun habe ich eine Frage, werden diese Biografien wie die Handlungsskizze auch in Präsens geschrieben?

    Mit freundlichen Grüßen
    Manuel Will

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Herr Will,

      ja, ich würde eine kurze Charakterisierung der Hauptfiguren im Präsens schreiben.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  13. Freya L May Antworten

    Wenn im Anschluss zur wörtlichen Rede etwas folgt, dass zum sprechenden Charakter gehört, muss das dann auch noch in der Zeile stehen oder folgt dennoch ein neuer Absatz? Danke schon Mal für die Mühe! Liebe Grüße – Freya

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Freya,

      in diesem Fall folgt kein Absatz, es steht alles in einer Zeile.

      Viel Spaß beim Schreiben
      Anette Huesmann

      • Johann Lange

        Liebe Frau Dr. Huesmann,

        genau wegen dieser Frage bin ich auf Ihren Blog gestoßen und hätte es intuitiv so gehandhabt, wie Sie hier sagen. Ich stoße aber häufig auf Fälle, in denen weitere Handlungen des letzten Sprechers in einem neuen Absatz stehen, so z.B. auch, wenn ich es richtige verstehe, in Ihrem im Blogbeitrag aufgeführten „Der Kastrat“, S. 222:

        „[…] Das haben ich und einige andere so bescheuert gefunden, dass wir gegangen sind.“ [Absatz]
        Sie [die letzte Sprecherin?] trat in die noch immer offen stehende Haustür. [Absatz]
        Emma [neue Sprecherin] blieb stehen. „Wer?“

        Ähnliches sehe ich so häufig, dass ich mir dachte, dazu gibt es doch bestimmt irgendwelche Richtlinien oder Konventionen die sich mir bisher nicht erschließen?

        Mit freundlichen Grüßen
        Johann Lange

      • Die Schreibtrainerin

        Hallo Herr Lange,
        nein, dazu gibt es keine Richtlinien. Aber es gibt die Empfehlung, dass die Absätze den Lesefluss und/oder die Spannung in einem Buch unterstützen sollen. Die Kunst ist also, nicht zu viele Absätze zu machen (dann wirkt der Text zerhackt), aber doch so viele, dass der Inhalt an der richtigen Stelle durch eine kleine Pause (d.h. einen Absatz) mehr Spannung erhält.

        Und an der von Ihnen aufgeführten Stelle soll der Absatz genau das erreichen. Das heißt, man muss beim Schreiben abwägen, ob es wichtiger ist, dass die Leser*in an der Stelle eine Orientierung bekommt, wer gesprochen hat (dann würde ich keinen Absatz machen), oder ob es wichtiger ist, eine kleine dramatische Pause einzubauen (dann würde ich einen Absatz machen).

        Es gibt trotz der Vorgaben genug Spielraum, um auch die Formatierung für den Spannungsaufbau zu nutzen.

        Viel Erfolg!
        Anette Huesmann

  14. Renate Runge Antworten

    Liebe Frau Huesmann,

    bin zufällig auf Ihre Seite gestoßen.Welch ein Glück.
    Sie waren für mich eine große Hilfe in einigen Fragen.Ich bin im vorgerücktem Alter und tue mich schwer mit Textformatierung, Buchsatz usw. Ich habe meinen ersten Roman geschrieben. Bisher Geschichten und muss mich nun damit „anfreunden“.
    Vielen Dank.
    Viele Grüße
    Renate Runge

  15. Tom Valeska Antworten

    Sehr geehrte Schreibtrainerin

    Ich bedanke mich zuerst über ihren Blog und ihren bisherigen Antworten, die mich sehr belesen machten.
    Eine Frage hätte ich aber noch:
    Nachdem ich die ersten, bereits geschriebenen Kapitel meines Romanes in Normseiten unformatiert habe, habe ich leider festgestellt, dass die Sätze, in denen ich Gedanken beschreibe nun nicht mehr schräg sind.
    Muss ich sie dann alle wieder einzeln schräg stellen oder kann man das auch irgendwie sofort richtig übertragen?

    Liebe Grüße,
    Tom Valeska

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Herr Valeska,

      am besten, Sie behalten das ursprüngliche Dokument bei und verändern nur das Seitenlayout, um es als Normseite zu formatieren. Dann behalten die Textstellen, die Sie kursiv gestellt haben, ihre Formatierung und bleiben kursiv.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  16. Aileen Antworten

    Hallo Schreibtrainerin!
    Vielen, vielen Dank für diesen Beitrag, er hat mir sehr geholfen.
    Eine Frage hätte ich noch :)
    Ich habe ein Kinderbuch geschrieben, das natürlich nicht ewig lang ist (15 Normseiten) und möchte es einschicken. Die meisten Verlage möchten ja nur eine Leseprobe haben, viele geben als Maximum z.B. 30 Seiten an. Nun ist die Länge des Gesamtmanuskripts ja sowieso schon um einiges kürzer – soll ich dann einfach das gesamte Manuskript einschicken oder nur ein bis zwei Kapitel, also fünf bis sechs Seiten?
    Vielen Dank und liebe Grüße!

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Aileen,

      ich würde in diesem Fall das komplette Manuskript einschicken, da es ja nur 15 Normseiten lang ist.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  17. Janette Nußbaumer Antworten

    Guten Tag Frau Dr. Huesmann,
    ich bin eine junge angehende Schriftstellerin und mir haben ihre Inhalte schon sehr geholfen. Jedoch bin ich bei der Normseite noch verunsichert. Wird die Normseite als A4 Seite bei einem Verlag eingereicht oder kann man diese schon als Taschenbuchformat erstellen? Ich habe eine Vorlage eines Manuskripts auf A4, aber ich weiß nun nicht wie viel ich genau schreiben soll das ich auf 250-300 Seiten bei einem Urban-Fantasy Roman in Taschebuchformat komme. Können Sie die Wortanzahl hier einschätzen? Seite A4, Schriftart Courier New, Größe 12pt und nach der Norm formatiert. Für Ihre Hilfe wäre ich sehr dankbar. Schöne Grüße aus Österreich!

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Frau Nußbaumer,

      eine Normseite richtet man üblicherweise als Seitenformat für eine DIN A4 Seite ein. Auf literaturcafe.de finden Sie eine Dokumentvorlage für Normseiten für verschiedene Textverarbeitungsprogramme zum Download.

      Eine Normseite umfasst etwa 1.500 inkl. Leerzeichen. Wenn Sie die Zeichenzahl, die Ihr Textprogramm für Ihr Manuskript anzeigt, durch 1.500 teilen, haben Sie etwa die Anzahl der Normseiten für Ihren Text.

      Die Lektorin Marion Kümmel geht davon aus, dass im Deutschen ein Wort durchschnittlich 7 Zeichen lang ist. Eine Normseite mit durchschnittlich 1.500 Zeichen inkl. Leerzeichen umfasst demnach etwa 215 Wörter. Ein Manuskript mit rund 300 Normseiten hätte dann rund 70.000 Wörter.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  18. Jana Antworten

    Sehr geehrte Frau D. Huesmann,

    erst einmal vielen Dank für die Erklärunge, wie man ein Manuskript formatiert. Ich arbeite momentan an meinem ersten Roman und mir hat dieser Artikel sehr geholfen, aber dennoch hätte ich noch eine Frage. Ich arbeite mit Opneoffice und habe bereits eine Normseite mit den oben genannten Tipps erstellt, aber bin mir jetzt nicht sicher wann genau ich eine Zeile einrücken muss. Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar.

    Lg

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Jana,

      immer die erste Zeile von jedem Absatz sollte eingerückt sein. Nur wenn der Absatz der erste Absatz einer neuen Szene, der erste Absatz des Kapitels oder der erste Absatz des Buches ist, dann wird er nicht eingerückt. Das ist auch noch später bei den Büchern so und deshalb können Sie sich das bei fast allen Romanen ansehen: Die meisten Unterhaltungsromane wie Krimis oder Liebesromane sind im endgültigen Layout immer noch so formatiert.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  19. Julia-Lisa Antworten

    Danke!
    Eine Frage: ist es üblich das Manuskript vor dem Anbieten bei Agentur/Verlag, eigenständig lektorieren zu lassen? Im Normalfall sind Autoren ja zwar sprachgewandt aber bei komplexen Satzstruktureb gibt es über 500 Normseiten hinweg sicherlich unzählige Grammatikfehler.

    Herzlichen Dank!

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Julia-Lisa,

      üblicherweise bietet man Agenturen / Verlage Manuskripte an, die noch nicht lektoriert sind. Selbstverständlich sollte man sein eigenes Manuskript so fehlerfrei wie möglich anbieten, doch das Lektorat sollte der Verlag organisieren und bezahlen, der das Buch veröffentlichen will.

      Viel Erfolg und viele Grüße
      Anette Huesmann

  20. Andrea Schöneberg Antworten

    Ich habe hier sehr viele nützliche Tipps erhalten. Herzlichen Dank dafür.
    Dennoch habe ich zwei Fragen:
    Meine Protagonistin (Katze) erzählt ihre Geschichte. Dazwischen wird sie unterbrochen durch 1. Fragen „imaginärer Zuhörer“ und 2. kurze Gegenwartsmomente. Ich wollte diese Passagen in farblich hinterlegten Textfeldern darstellen.
    Ist das falsch, bzw. wie sollte das richtig gemacht werden.
    Ich werde Bilder verwenden. Sind diese in das Manuskript bereits einzufügen, welches dem Verlag angeboten wird?
    Danke für Ihre Hilfe!

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Andrea Schöneberg,

      farblich hinterlegte Textfelder gehören zum Layout und das sollte man vermeiden (siehe meine Erklärung weiter unten: Unterschied zwischen Layout und Formatierung). Aber Sie könnten diese Textpassagen kursiv darstellen – mehr würde ich nicht machen.

      Ein Verlag möchte selber entscheiden, ob und welche Bilder ergänzt werden. Deshalb sollte man darauf verzichten, dem Verlag zusätzlich zum Text Bilder anzubieten. Ausnahmen:
      – es ist ein Sachbuch (dann kann man eine Grafik/Abbildung als Beispiel mit anbieten)
      – es ist ein Kinderbuch und Sie sind Illustratorin und haben das Bild selber gezeichnet (dann kann man eine Illustration als Beispiel mit anbieten)

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  21. Sabine Raabe Antworten

    Vielen Dank für Ihre nützlichen Tipps. Könnten Sie mir verraten, wie man die Kapitel in einem Buch so formatiert, dass man nicht jedes einzeln durchnummerieren muss? Gibt es da Vorlagen? Auch für ein Inhaltsverzeichnis?
    Danke für eine Antwort und viele Grüße
    Sabine Raabe

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Frau Raabe,

      das können inzwischen (fast) alle Textverarbeitungsprogramme. Beispielsweise kann man in WORD eine Gliederung erstellen und die Kapitel automatisch durchnummerieren lassen. Auch ein automatisches Inhaltsverzeichnis kann man mit Word erstellen. Die genauen Beschreibungen, wie man das macht, finden Sie in den Handbüchern/Hilfetexten der Programme oder Sie googeln danach (Stichwort: +Word +Gliederung), im Internet finden sich viele Beschreibungen.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  22. L. Vöcker Antworten

    Hallo Frau Huesmann,

    Ich bin 16 Jahr alt und versuche mich an meinem ersten Manuskript mit einer Freundin zusammen und wollte fragen ob es so etwas wie eine Bilanz gibt, wie viele Manuskripte im Jahr angenommen werden und wie viele abgelehnt werden.
    Und ich weiß nie so genau wann ich ein neues Kapitel anfangen sollte, und wollte fragen ob sie dafür einen guten Tipp hätten.

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo,

      solche Zahlen hätten viele gern, wie viele Manuskripte angenommen und wie viele abgelehnt werden :-) Ich vermute mal, es werden weniger als 10 % angenommen.

      Ein Kapitel sollte an einer Stelle enden, die neugierig macht auf das, was im nächsten Kapitel geschieht – damit man am liebsten immer weiterlesen möchte.

      Viel Freude am Schreiben wünsche ich euch
      Anette Huesmann

  23. Tom Kraus Antworten

    Hallo Frau Dr. Huesmann,
    vielen Dank für die kostbaren Einblicke in die Kunst der Formatierung! Etwas irritiert hat mich allerdings die Aussage, dass auch die Leseprobe bereits formatiert sein soll (bis auf den gezeigten Flattersatz). Ich habe gehört, dass eine gelayoutete Leseprobe von Verlagen / Agenturen als Anfängerfehler gewertet wird. Mich würde insbesondere interessieren, ob die oben aufgeführte Formatierung von wörtlicher Rede auch schon in der Leseprobe eine gängige Praxis ist. Herzlichen Dank auch für diesen Rat und Ihr Engagement hier, zeigt es doch, dass der Bedarf groß ist.

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Herr Kraus,

      vielen Dank für Ihre Frage, das gibt mir die Gelegenheit, noch eine Sache klarer zu formulieren.

      Die Leseprobe eines Romans soll ordentlich formatiert sein, aber nicht gelayoutet. Denn mit dem Layout ist es, wie Sie sagen: Das gilt als unprofessionell. Der Unterschied zwischen Formatierung und Layout: Die Formatierung bezieht sich auf die Anordnung des Textes, das Layout auf die Gestaltung von Text und Buchseiten und damit auf den Gesamteindruck. Das Layout dient in erster Linie dazu, dass ein Roman „gut“ aussieht. Dazu gehört z.B. eine schöne Schriftart, die Verzierung der Kapitelanfänge, Bilder usw. Die Leseprobe sollte auf keinen Fall gelayoutet sein, man sollte auf jeglichen Zierrat verzichten. Die Formatierung wiederum, wie ich sie oben geschildert habe, dient vor allem dazu, dass der Text gut lesbar ist. Und natürlich basiert jedes Layout auf einer sauberen Formatierung – das ist sozusagen der erste Schritt zu einem guten Buchlayout. Eine Leseprobe sollte also sauber formatiert sein, aber nicht gestaltet (gelayoutet) sein.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

      • Tom Kraus

        Hallo Frau Dr. Huesmann, vielen Dank für die Differenzierung der Fragestellung. Verstehe ich richtig, dass es dann zwischen der Formatierung einer Leseprobe und dem Text-Layout eines Manuskripts nicht mehr viel Unterschied gibt außer Blocksatz und Schriftart? Anders gefragt: Sollte ich also bei der Leseprobe direkte Rede und neue Absätze bereits einrücken? Sorry, für das Nachhaken, aber so ganz klar ist es mir für die angesprochene Praxis immer noch nicht.
        Dank und viel Erfolg auch Ihnen!

      • Die Schreibtrainerin

        Hallo Herr Kraus,

        ich kann das gerne noch präzisieren: Sowohl ein Manuskript als auch eine Leseprobe sollten sauber formatiert sein, aber kein Layout haben. Was Sie hier auf meiner Internetseite sehen (auf den Bildern), ist die Formatierung eines Manuskripts. Eine Leseprobe sollte ebenso formatiert sein: direkte Rede wie hier beschrieben formatieren und neue Absätze einrücken.

        Viel Erfolg!
        Anette Huesmann

  24. Jessica Antworten

    Guten Tag! :)

    Das war alles sehr hilfreich. Aber irgendwie frage ich mich jetzt, wie die erste Seite eines Manuskripts aussieht? Gestaltet man die erste Seite nur mit dem Titel des Buches und beginnt dann auf der nächsten Seite mit dem ersten Kapitel? Gibt es da irgendwo ein Beispielbild, an dem man sich orientieren kann? Leider habe ich da nichts richtiges dazu gefunden.

    Mit freundlichen Grüßen
    Jessica

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Jessica,

      es ist beides möglich. Ich selber schreibe auf der ersten Seite oben den Titel und beginne drei oder vier Absätze darunter – ebenfalls auf der ersten Seite – mit dem ersten Kapitel. Aber das ist Geschmackssache.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  25. Vanessa Antworten

    Hallo,
    Ich wollte mal fragen, ob Punkte und Satzzeichen ebenso wie Leerzeichen und Buchstaben als Anschlag gelten und in die sechzig mit einbezogen sind

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Vanessa,

      ja, auch jeder Punkt und jedes andere Satzzeichen zählt mit. Das ist wie bei einer alten Schreibmaschine oder der Tastatur eines Computers: Alles, wofür ein Druck auf die Tasten notwendig ist, zählt als Anschlag.

      Viele Grüße
      Anette Huesmann

  26. Jürgen H. Moch Antworten

    Hallo,

    wie muss ich denn Kapitelüberschriften formatieren? Dazu habe ich keine sinnvolle Vorgabe gefunden.

    VG
    Jürgen

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Herr Moch,

      dafür kenne ich keine Vorgaben, das würde ich so gestalten, wie man es oft in belletristischen Büchern sieht, z.B. zentriert und die Schrift zwei oder drei Punkt größer als der restliche Text.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

      • Jürgen H. Moch

        Hallo Frau Huesmann,

        ich versuche es dann mal mit 14Pkt fett.
        Vielen Danke!

        VG
        Jürgen

  27. Sahin Antworten

    Sehr geehrte Frau Dr. Huesmann,

    leider bin ich erst nach der Beendigung meines ersten Buches auf Ihren Beitrag gestossen. Heute habe ich angefangen, es nach zu bearbeiten. In diesem Zuge habe ich ein paar Fragen, was die wörtliche Rede angeht. Ich bin hochgradig sehbehindert und habe daher keine Erfahrung mit Schriftbildern, da ich mir Bücher von einer Sprachausgabe vorlesen lasse.

    1. Es geht um eine Person, die sich an einem unbekannten Ort wiederfindet. Seine Umgebung wird beschrieben, und er denkt sich etwas. Wenn ich Sie richtig verstanden habe, wird eine unmittelbar vorangegangene Handlung, die mit der Person zu tun hat, die etwas sagt, mit dem Gesprochenen in die gleiche Zeile geschrieben. Genauso verhält es sich mit einer nachfolgenden Handlung. Wie geht es dann aber weiter? Können Sie mir bitte den folgenden Abschnitt entsprechend formatieren?

    Ein Mann, der ihn aus der Ferne rief, ein Kind auf einem Pferd, eine Frau, die hinter ihm stand und ihn ansprach. Doch es war vergebens. Keine dieser Situationen kam ihm auch im entferntesten bekannt vor. Irgendwie war Mike auch kein so schlechter Name. „Ich glaube, ich werde ihn behalten“, dachte er sich, während er die Taschen der Hose und Jacke untersuchte. Ein kleines Klappmesser mit einem roten Griff kam zum Vorschein.

    2. Ich würde gerne einen Weg finden, plötzliche Situationen besser zu beschreiben. Im folgenden Beispiel soll ein Schreckmoment verdeutlicht werden:

    Er trat vor die nächste Nische und betrachtete sich den Behälter, der sich darin befand etwas näher. Er war mit einer trüben Flüssigkeit gefüllt und … „Oh mein Gott“ stieß er leise aus. In der Flüssigkeit lag einer dieser Wesen.

    3. Wie schon oben geschrieben, habe ich nicht so viel Erfahrung mit Schriftbildern.

    Wenn Sie von Absätzen sprechen, meinen Sie einfache oder doppelte Zeilenumbrüche?
    Werden wörtliche Reden, die nach einem neuen Absatz beginnen immer eingerückt?
    Ist es für eine Personen mit normaler Sehkraft tatsächlich angenehmer zu lesen, wenn beispielsweise in einer Zeile nur ein „Ja“ steht?

    Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir helfen könnten.

    Vielen Dank schon einmal im Voraus.

    Mit besten Grüßen

    Sahin

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Sahin,

      wie Sie oben den Text formatiert haben, das passt schon. Wie man Schreckmomente besser beschreibt, da hilft es, einfach verschiedene Versionen auszuprobieren, das heißt, die Stelle auf drei, vier oder fünf verschiedene Arten zu formulieren. So kann man herausfinden, was besser passt. Mit Absätzen meine ich einfache Zeilenumbrüche. Ja, immer wenn ein neuer Absatz beginnt, werden die Zeilen eingerückt – auch wenn der Absatz mit einer wörtlichen Rede beginnt. Es geht dabei nicht darum, dass es angenehmer zu lesen ist, sondern dass eindeutiger ist, wer gesprochen hat. Neue Zeile, neue SprecherIn – das hilft bei der Orientierung, wer was sagt.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  28. Manuel W. Antworten

    Sehr geehrte Frau Dr. Huesmann,
    ich hätte eine kleine Frage bezüglich der Seitenzahlen, wie ist denn die erste Seite des Manuskripts zu numerieren? Wenn ich mit Seite 1 beginne müsste das doch von einem Verlag wieder umständlich geändert werden, da der Fließtext in Büchern ja meist mit Seite 7 oder sogar noch später anfängt. Gibt es hierbei auch so etwas wie eine Norm?

    Viele Grüße Manuel W.

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Manuel,

      das Manuskript kann einfach mit der Seitenzahl 1 beginnen. Ein Verlag wird ohnehin das Manuskript für den Druck neu setzen und die Seitenzahlen neu vergeben, das ist ohne Probleme machbar.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

    • Susanne Kunkel Antworten

      Liebe Frau Huesmann,

      Ich bin gerade dabei, meine Leseprobe für die Einreichung an den Verlag zu formatieren und habe noch eine Frage zu den Szenen.
      Beginnt eine neue Szene immer, sobald ein Ortswechsel und ein zeitlicher Wechsel stattfindet? Da tue ich mir gerade etwas schwer.

      Liebe Grüße,
      S. Kunkel

      • Die Schreibtrainerin

        Hallo Frau Kunkel,

        ja, ein Szenenwechsel findet oft statt, wenn ein Ortswechsel und/oder ein Zeitwechsel stattfindet oder ganz andere Figuren auftauchen. Ein Szenenwechsel ist oft eine Zäsur: ein Handlungsverlauf / ein Ereignis endet an dieser Stelle, ein neues beginnt an anderer Stelle – es ist also eine bewusste Entscheidung von Ihnen, ob an der jeweiligen Stelle im Text eine Zäsur richtig / wichtig / sinnvoll ist. Und ja – ein Szenenwechsel ist immer auch ein bisschen subjektiv, also Ihre Entscheidung, ob das an der Stelle passend ist.

        Viel Spaß beim Schreiben!
        Anette Huesmann

  29. Max H. Antworten

    Sehr geehrte Frau Dr. Huesmann,

    toll, wie sie hier die Rahmenregeln für ein gutes Manuskript zusammengefasst haben, vielen Dank dafür!

    Ich habe mich nun aber gefragt: Gibt es eigentlich eine Instanz oder ein Standardwerk, ähnlich dem Bibliographisches Institut bzw. dem Duden, wo solche Regeln (es geht mir um Regeln wie die unter ihrem Punkt Dialoge, nicht um formales wie Zeilenabstände, Seitenränder u.ä.) festgelegt sind und auf die/das man sich berufen kann, oder ist das mehr so ein brancheninterner Konsens, ein ungeschriebenes Gesetz?

    Beim Duden kann man beispielsweise zwar die Formatierung von Direkter Rede nachschlagen, nicht aber die von Ihnen genannte Regel, dass kein Absatz erfolgen muss, wenn der Satz vor der Rede eine Handlung der Person beschreibt, die dann spricht.

    Absätze scheinen mir generell recht nebulös geregelt zu sein und nach Geschmack des Autors gesetzt zu werden.
    Mir sind auch schon einige unklare Fälle in literarischen Texten aufgefallen:

    Muss z.B. ein neuer Absatz erfolgen, wenn immer dieselbe Person spricht, die Rede aber mehrfach durch beschreibende Nebensätze unterbrochen wird und sogar über mehrere Sätze verteilt ist?

    Beispiel:
    „Ja“, sagte sie und blickte sich um. [Absatz?] „Das stimmte“, sie nickte, „machen wir es also so.“ [Absatz?] Sie wollte sich schon umdrehen, fügte dann aber noch hinzu: [Absatz?] „Gut aufgepasst.“

    Variante dazu: Was ist, wenn über mehrere Sätze die Handlung einer Person beschreiben werden, die dann spricht. Neuer Absatz direkt vor der Rede (wenn klar ist, dass nur die Person der Sprecher sein kann)? Absatz vor der Rede und dem letzten Satz der unmittelbar davor die Person beschreibt? Oder gar kein neuer Absatz innerhalb des Abschnitts in dem die Person beschrieben wird und dann spricht?

    Beispiel:
    Er war heute unglaublich müde und musste laut gähnen. Nachdem er sich etwas erholt hatte, riss er sich zusammen und konzentrierte sich auf seinen Gegenüber. [Absatz?] Er räusperte sich. [Absatz?] „Was war nochmal die Frage?“

    Variante zur Variante: Was wenn zuerst geredet wird, die Rede in einen beschreibenden Nebenseatz übergeht, und danach weitere Sätze mit Beschreibungen/Handlungen desselben Sprechers erfolgen. Absatz oder nicht?

    Beispiel: „In Ordnung“, sagte er. [Absatz?] Dann rieb er sich müde die Augen. [Absatz?] Als er wieder aufblickte stand mit einem Mal sein Chef vor ihm.

    Zweiter Fall: Was wenn Zunächst Person A redet, dann ein beschreibender Nebensatz über Person A und B kommt, und dann Person B redet. Darf das zusammen bleiben, oder muss hier ein Absatz rein, und wenn ja wo?

    Beispiel:
    „Was meinst du dazu?“, meinte Lisa und schaute Ralf fragend an, worauf dieser kurz schluckte, dann aber entschlossen dreinblickte. [Absatz?] „Ich würde sagen, machen wir es!“

    Vielen Dank schonmal
    und Beste Grüße
    Max H.

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Max,

      die Regeln sind eher ein brancheninterner Konsens und Sie werden auch immer Bücher finden, die anders formatiert sind. Insbesondere literarische Texte und Bücher gehen oft eigenwilliger damit um.

      Ich würde Ihre Beispiele so formatieren:

      “Ja”, sagte sie und blickte sich um. “Das stimmte”, sie nickte, “machen wir es also so.” Sie wollte sich schon umdrehen, fügte dann aber noch hinzu: “Gut aufgepasst.”

      Er war heute unglaublich müde und musste laut gähnen. Nachdem er sich etwas erholt hatte, riss er sich zusammen und konzentrierte sich auf seinen Gegenüber. Er räusperte sich. “Was war nochmal die Frage?”

      “In Ordnung”, sagte er. Dann rieb er sich müde die Augen. Als er wieder aufblickte stand mit einem Mal sein Chef vor ihm.

      “Was meinst du dazu?”, meinte Lisa und schaute Ralf fragend an, worauf dieser kurz schluckte, dann aber entschlossen dreinblickte. “Ich würde sagen, machen wir es!”

      Aber in der Tat sind das Beispiele, die man auch anders formatieren könnte, je nachdem, welche Akzente man im Text setzen möchte. Das ist ein Vorteil, als AutorIn hier auch eine gewisse Freiheit zu haben, und zugleich der Nachteil, dass man selber entscheiden muss.

      Viele Grüße
      Anette Huesmann

  30. Theo Antworten

    Sehr geehrte Frau Dr. Huesmann,

    ich habe gerade Ihre Seite entdeckt und habe viele Fragen beantwortet bekommen. Dafür vielen Dank.

    Eine Sach bleibt mir noch unklar, wie formatiere ich Gedanken also zB.

    „Kann dieses Auto nicht schneller fahren“, dachte er bei sich….

    Werden sie entsprechend der Dialoge formatiert?

    Vielen Dank schon mal und liebe Grüße
    Theo

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Theo,

      das wird in Büchern sehr unterschiedlich gehandhabt. Wie Dialoge werden die Gedanken meist nicht formatiert, dann kann man sie zu wenig von der direkten Rede unterscheiden.

      Oft sieht man dieses:

      Kann dieses Auto nicht schneller fahren, dachte er bei sich.

      Also ohne Anführungsstriche. Auch diese Version ist manchmal zu sehen:

      Kann dieses Auto nicht schneller fahren, dachte er bei sich.

      Ich würde mich für eine der Versionen entscheiden und dann konsequent so formatieren. Das Wichtigste ist, dass man es immer gleich macht – dann kann der Verlag bzw. das Lektorat später immer noch entscheiden, wie es im Buchdruck umgesetzt werden soll.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  31. Ralf König Antworten

    Sehr geehrte Frau Dr. Huesmann,

    wenn ich 65 Zeilen habe pro Manuskriptseite (Arial, Schriftgröße 11), kann das trotzdem als 129 seitiges Buch gedruckt werden?

    Mit freundlichen Grüßen

    Ralf König

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Herr König,

      die Normseite (mit je 60 Zeilen) sagt nur etwas über die Länge des Manuskripts aus und nur bedingt etwas über den Umfang des Buches. Verlage und Agenturen können anhand der Normseiten einschätzen, wie viel Text vorliegt. Das entspricht zwar ganz grob etwa dem Umfang eines Buches – aber am Ende entscheidet der konkrete Buchsatz, ob auf einer Buchseite mehr oder weniger Text steht als auf einer Normseite. Wie umfangreich das Buch sein wird, entscheidet also nicht der Umfang in Normseiten, sondern das Layout des Buches.

      Viele Grüße
      Anette Huesmann

  32. Juergen Domagala Antworten

    Hallo Frau Dr. Huesmann,

    Eine kurze Frage, im Word Programm von Microsoft, gibt es eine Manuskript Vorlage, allerdings ist hier die Fußzeile leer und Seitenzahl sowie Name des Autors stehen in der Kopfzeile.
    Kann ich diese Formatierung verwenden oder sollte ich besser umstellen?

    Vielen Dank für Ihre Tipps

    Beste Grüße

    Juergen Domagala

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Herr Domagala,

      ob der Name des Autors / der Autorin und die Seitenzahlen in der Fußzeile oder in der Kopfzeile stehen, ist nicht so wichtig. Hauptsache, sie sind auf allen Seiten. Aber in meiner Word-Version hat die Formatvorlage mit dem Namen „Manuskript“ keine Normseiten. Das eigene Manuskript sollte aber in Normseiten formatiert sein, um die Länge des Textes angeben zu können. Im Internet gibt es mehrere Formatvorlagen für Word zum Download, die mit Normseiten angelegt sind, einfach die passenden Stichworte in die Suchmaschine eingeben.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  33. Manuel W. Antworten

    Guten Tag werte Schreibtrainerin,

    zunächst möchte auch mich sehr herzlich für ihre Ausführungen über das Formatieren eines Manuskripts bedanken, sie haben mir eine Menge zusätzliche Arbeit beschert, da ich schon ein wenig geschrieben hatte, jedoch in der Formatierung alles falsch gemacht habe, was man falsch machen konnte. Meine Frage wäre, sollte es dazu kommen, dass ein Verlag, dem ich eine Leseprobe und ein Exposee schicke, mein Manuskript anfragt, ich das Manuskript so ausdrucken soll, dass auf einer DIN A4 Seite eine Doppelseite des Buches zu lesen ist, also 14 und 15 zum Beispiel, oder wird eine Buchseite als eine DIN A4 Seite ausgedruckt? Und trifft dieselbe Methode ebenso bei der Leseprobe zu?

    Mit freundlichen Grüßen
    Manuel W.

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Manuel W.,

      eine DIN-A4-Seite = eine Normseite. Das heißt, wenn man eine Leseprobe mit 20 Normseiten ausdruckt, dann hat man zwanzig DIN-A4-Seiten und auf jeder Druckseite ist eine Normseite darauf, nicht mehr. Der Rest bleibt leer.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  34. Anja Antworten

    Hallo Schreibtrainerin,

    gibt es eine bestimmte Formatierung für Kapitelüberschriften (fett, kursiv, Schriftgröße, zentriert)? Oder werden diese wie der übrige Text formatiert und lediglich durch Zeilenumbruch getrennt? Ich denke, es wäre schön, einen Ausschnitt aus Ihrem Manuskript zu sehen.

    Viele Grüße
    Anja

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Anja,

      da kenne ich keine Vorgaben. Ich persönlich mache meine Kapitelüberschriften fett, zehn Schriftgrößen mehr als der übrige Text, linksbündig.

      Viele Grüße
      Anette Huesmann

  35. Annalena Antworten

    Hallo Schreibtrainerin,

    noch eine letzte Frage meinerseits: Beginnt man ein neues Kapitel im Manuskript auf der nächsten Seite, auch wenn man vielleicht nur noch drei Sätze auf der letzten Seite geschrieben hat? Einerseits finde ich es, das sieht blöd aus. Andererseits weiß ich nicht, warum ich nur einen einzigen Absatz zwischen das alte und neue Kapitel schieben sollte.

    MfG,
    Annalena

  36. Annalena Antworten

    Hallo Schreibtrainerin!

    1. Heißt das, dass man nicht mal den Buchtitel am Anfang über den Rest schreibt, sondern nur in die Fußzeile?
    2. Wie ist es mit der Kapitelbenennung (z.B. 1. Kapitel, etc.)?
    3. Muss man alle eigenen Gestaltungsideen in seinem Konzept, dass man dem Verlag schickt, weglassen (z.B. in einem Psychologiebuch Tabellen, Symbole oder Bilder zum besseren Verständnis oder der besseren Darstellung)?

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Annalena,

      alle hier genannten Formatierungen gelten für belletristische Bücher, also für Romane, nicht für Sachbücher. Wie ein Sachbuch formatiert wird, ist immer vom Verlag vorgegeben und wird vor dem Schreiben zwischen der Autorin und dem Sachbuchverlag abgesprochen. Da gibt es keine allgemeinen Regeln.
      Für einen Roman gilt: Den Buchtitel schreibt man nicht nur in die Fußzeile, sondern auch ganz am Anfang einmal über das ganze Manuskript. Die Kapitelzahlen stehen jeweils über dem Kapitel, am Kapitelanfang. Zwischen dem Ende eines Kapitels und dem Anfang des nächsten Kapitels lässt man nicht den Rest der Seite leer, sondern nur zwei oder drei Absätze und macht dann auf der gleichen Seite weiter.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  37. Ana Antworten

    Guten Abend Frau Huesmann,

    All diese wertvollen Tipps zur Formatierung sind sehr hilfreich, vielen Dank!

    Ich verstehe nur nicht ganz, wie das mit den eingerückten Absätzen gemeint ist. Im ersten Absatz des Buches und im ersten des neuen Kapitels soll der Absatz nicht eingerückt sein, warum genau? Und bei einer neuen Szene auch nicht, sondern hier lediglich mit einem Leerzeichen beginnen und mit einem enden. Aber beginnen neue Szenen nicht normalerweise mit einem neuen Absatz und dann automatisch nicht mehr mit einem eingerückten Absatz und demnach auch nicht mit eine Leerzeichen? Das ist mir nicht ganz klar. Vielen Dank!

    Ana

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Ana,

      eine neue Szene beginnt mit einer Leerzeile (nicht mit einem Leerzeichen), dann folgt ein Absatz, der nicht eingerückt ist.

      Warum das so ist? Das sind lediglich Konventionen, also die „üblichen“ Erwartungen von Verlagen an ein professionell formatiertes Manuskript. Hält man sich daran, zeigt man als Autorin, dass man professionell arbeitet bzw. diesen Anspruch an sich selber hat.

      Viele Grüße
      Anette Huesmann

  38. Sascha Rensen Antworten

    Hallo,

    ihr Artikel ist schon lange in meinen Favoriten gespeichert und hat mir sehr bei der Herstellung meiner Manuskripte geholfen.

    Ich schreibe derzeit an meinem zweiten Buch, da ich für mich entscheiden möchte, welche Geschichte mir persönlich und meiner Familie besser gefällt.

    Auf vielen Seiten kann man allerhand Blödsinn lesen zur Umrechnung Normseiten zu Buchseiten, da es ja im Endeffekt auf den Verlag ankommt. Könnten Sie eventuell ein oder zwei Beispiele geben, wie es in Wirklichkeit ist? Umrechnungsfaktor wird es kaum geben aber eine grobe Schätzung könnte möglich werden.

    Noch dazu würde ich gerne Fragen, ob Sie einen Autorenagenten empfehlen könnten oder machen Sie alles ohne?

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Sascha,

      ich habe einen Agenten und die Entwicklung wird wohl immer weiter in diese Richtung gehen, dass die Verlage sich auf das Urteil von AngentInnen verlassen. Schon deshalb ist es empfehlenswert.

      Auf einer Normseite stehen ungefähr zwischen 1.500 und 1.800 Zeichen inklusive Leerzeichen. Da in belletristischen Büchern oft nicht alle Zeilen voll geschrieben sind (durch Dialoge, Absätze und Leerzeilen), kann es nur eine durchschnittliche Angabe sein. Wenn ich die Länge meines Manuskripts schätzen möchte, dann teile ich die Zeichenzahl (inkl. Leerzeichen) durch 1.750. Dann habe ich einen guten durchschnittlichen Wert, der mir ungefähr die Länge meines Manuskriptes angibt. Auf dem Buchmarkt ist es üblich, die Länge eines Manuskripts anhand der Normseiten anzugeben. Die Verlage wissen dann schon, wie viel das ungefähr bei ihrem eigenen Buchsatz wäre, denn natürlich hängt die konkrete Länge am Ende vom individuellen Buchsatz ab.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  39. Parsiegla Antworten

    Sehr geehrte Frau Dr. Huesmann,
    Ihre Ausführungen über das Formatieren eines Manuskriptes finde ich sehr gut, lehrreich und nachvollziehbar – auch schon für einen Laien.
    Wohin ich persönlich nicht so tendiere, ist der Flatter-„Rand“ auf der rechten Seite, den Sie beschreiben. Ich bin als „Augen-Mensch“ mehr für Blocksatz. Ist der Blocksatz nun grundsätzlich falsch ? Oder wird er weniger den Verlagen vorgelegt ? Oder wünschen die Verlage – aus welchem Grunde auch immer – den Flattersatz ?
    Danke für eine entsprechende Antwort.
    Ich hoffe, dass mein PC-Mann mir mein Manuskript nun endlich in die richtige Form bringt. – –
    Mit den besten Grüßen R. Parsiegla

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Frau Parsiegla,
      wie in meinem Beitrag beschrieben, erwarten die Verlage, dass ein Manuskript im Flattersatz formatiert ist. Das ist wie mit den Bewerbungen auf einen Job: Man bekommt nicht allein dadurch den Job, dass man bei seinen Unterlagen auf den Formalkram achtet. Aber wenn man den Formalkram nicht beachtet, ist schon der allererste Eindruck nicht gut. Letztlich ist es dann die eigene Entscheidung, wie man damit umgeht.
      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  40. Paula Antworten

    Sehr geehrte Frau Huesmann,

    vielen Dank für die sehr hilfreichen Informationen. Mich wundert jedoch, dass Sie unter Punkt „1. Normseite“ explizit erwähnen, dass die Verwendung einer Proportionalschrift nicht möglich und deshalb auf eine nichtproportionale Schrift wie Courier zurückzugreifen sei, unter dem Punkt „3. Schrift“ außer Courier aber auch Arial und Times New Roman empfehlen, von denen die beiden Letztgenannten Proportionalschriften sind, weswegen sie deutlich mehr als 60 Anschläge pro Normseitenzeile füllen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Paula

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Paula,
      da haben Sie natürlich recht :-) Und der Text ist zu knapp, um zu verstehen, was ich damit meine. Ich habe jetzt Punkt 3 ausführlicher beschrieben, dann ist es klarer.
      Danke für den Hinweis!
      Anette Huesmann

  41. kamm Antworten

    Sie leisten mit ihrer Seite wirklich tolle Arbeit! Ich frage mich, ob sie Leseproben entgegen nehmen…

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Herzlichen Dank :-) Und Leseproben nehme ich nicht entgegen.

      Viel Spaß beim Schreiben
      Anette Huesmann

  42. Ronja Antworten

    Ok, ich hab gerade gesehen, dass Sie das oben auch beschrieben haben! Mein Fehler! ‚-.-
    Danke nochmal! Ich habe lange im Internet recherchiert um genauere Angaben zum Schreiben zu finden und Ihre Seite hat mir auf Anhieb super weitergeholfen!
    Liebe Grüße :)

  43. Ronja Antworten

    Hallo! :)
    Ihr Beitrag hat mir wirklich weitergeholfen, aber ich habe dennoch eine Frage:
    Immer wenn ein neuer Absatz beginnt oder jemand neues beginnt zu sprechen, dann fängt der erste Satz nicht vorn an, sondern hat ein Leerzeichen davor! Wie stelle ich so etwas ein und wie genau ist da der Abstand?
    Ich hoffe, Sie wissen was ich meine und können mir weiterhelfen! :)
    Liebe Grüße

    • Ulrike Jonack Antworten

      Hallo Ronja,
      nein, da steht kein Leerzeichen. Der Verlag müsste jedes davon wieder „rauspuhlen“. Die Einrückung organisiert man über die Formatierung. Beim Anlegen der Formatvorlage stellt man zum Beispiel „Einzug erste Zeile“ auf 3 mm, das ergibt am ehesten eine schöne Optik.
      Gruß von
      jon

  44. Sylvia Grunwald Antworten

    Sie machen eine klasse Arbeit, liebe Frau Dr. Huesmann!
    Schlicht, klar und versiert. Und famos zu lesen.

    Vielen Dank für die ersten fundamentalen Schritte zum Buch!

    Herzlich,
    Sylvia Grunwald

  45. Alice Linder Antworten

    Sehr geehrte Frau Huesmann
    können Sie mir sagen wie es sich mit dem Formatieren des Manuskriptes bei Gedichten verhält?
    Es macht wenig Sinn, mit den Versen die Normseiten zu füllen…

    Freundliche Grüsse und herzlichen Dank!

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Frau Linder,

      meine Angaben beziehen sich auf Romane und Kurzgeschichten – mit Gedichten kenne ich mich nicht aus :-)

      Viele Grüße
      Anette Huesmann

  46. Annalena Antworten

    Hallo Schreibtrainerin,

    ich hätte noch 1 weitere Frage. Was bringt es einem, eine Fußzeile bei einem Dokument einzufügen, die man einem Verlag schicken will? Ich dachte, die sieht man gar nicht mehr, wenn man die Seiten ausgedruckt hat?

    MfG,

    Annalena

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Annalena,

      beides hängt von den Einstellungen des jeweiligen Textverarbeitungsprogramms ab. Da sollten Sie am besten jemanden fragen, der sich gut mit dem Programm auskennt, das Sie verwenden, und wie es auf Ihrem Computer eingestellt ist.

      Viele Grüße
      Anette Huesmann

  47. Annalena Antworten

    Hallo Schreibtrainerin,

    vielen Dank für diese ausführlichen Informationen! Ich habe nur ein kleines Problem bei mir. Wenn ich versuche, in meinem Dokument den Buchname, meinen Namen, meine E-Mail und die Seitenzahl nebeneinander in die Fußzeile zu kriegen, klappt das irgendwie nicht. Bei mir kann man nur 3 Infos nebeneinander packen. Können Sie mir da einen Tipp geben? Und ist der Abstand zwischen den einzelnen Daten egal? Da mein Name und meine E-Mail-Adresse ziemlich lang sind, kleben diese immer zusammen, weshalb ich die Anordnung verschieben muss.

    MfG,

    Annalena

    • Julia Lisa Antworten

      Liebe Schreibtrainerin,

      ich hätte zwei Fragen:
      Bei direkten Gedanken a la :
      Ich muss hier weg.
      Setze ich die Schrift in Kursiv. Es gäbe noch zwei weitere Fälle, die sich aus stilistischen Gründen bei mir ergeben haben:
      1. Er ist nicht ganz richtig im Kopf, dachte sie. – hier würde ich den ersten Teil auch kursiv setzen.
      2. Dieser Kerl war nicht ganz richtig im Kopf, dachte sie so bei sich. – hier würde ich den ersten Teil eher nicht kursiv setzen.

      Habe ich hier diese Freiheit oder gibt es da eindeutige Regeln?

      Die zweite Frage: Darf ich Szenen auch einheitlich so trennen, weil ich es als härteren Cut empfinde:

      blabla

      blabla

      Herzlichen Dank für Ihre Hilfe

      Julia

      • Die Schreibtrainerin

        Liebe Julia,

        kursive Schrift im Manuskript wird von vielen Verlagen nicht gern gesehen. Trotzdem wird es immer wieder gemacht, am ehesten bei den Gedanken einer Figur wie „Ich muss hier weg.“. Hier steht kein „dachte sie“ oder Ähnliches als Zeichen, dass es sich um Gedanken handelt. Da ist das Kursive eine Möglichkeit, das zu zeigen. Aber wenn „dachte sie“ dabei steht, ist schon klar, dass es die Gedanken einer Figur sind. Da ist das Kursive nicht auch noch notwendig, um zu zeigen, dass es Gedanken sind.

        Ein Strich oder ein Sternchen als Trennung zwischen zwei Szenen ist in Büchern auch immer wieder mal zu sehen, kann man machen.

        Viel Erfolg!
        Anette Huesmann

  48. Geschichten-Erzähler Antworten

    Sehr geehrte Frau Dr. Huesmann,

    herzlichen Dank für die schöne Auflistung der richtigen Vorgehensweise zur Veröffentlichung eines Buches. Habe lange nach diesen hilfreichen Infos gesucht. Einfach erklärt, übersichtlich, einfach toll.

    Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg und bitte weiter so.

  49. Carina Mehlis Antworten

    Vielen Dank für diese super ausführliche Anleitung!

    Eine Frage habe ich allerdings noch: Ich habe an anderer Stelle gelesen, dass man die einzelnen Zeilen vor dem Text durchnummerieren soll. Wie sehen Sie das?

    Viele Grüße aus Stuttgart!

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Nein, es ist nicht notwendig, dass die einzelnen Zeilen durchnummeriert sind. Das finde ich persönlich auch eher störend beim Lesen.

  50. Ursula Birkle Antworten

    Kolumbien, 28.Februar 2016

    Sehr geehrte Frau Dr. Huesmann,
    vielen Dank für so viel Mühe!!
    Ich kann leider nicht telefonieren, da ich auf den Weltmeeren unterwegs bin. An einer Kommunikation mit Ihnen wäre mir viel gelegen. Ihre ausführlichen Anregungen haben mir auch so schon viel geholfen. Noch einmal: vielen herzlichen Dank.

  51. Ramona Hönig Antworten

    Dieser Beitrag hat mir selbst sehr weiter geholfen, da ich mich entschlossen habe ein Buch zu schreiben, wusste aber nicht wie es funktioniert.

  52. Manfred Heppner Antworten

    Sehr geehrte Frau Dr. Huesmann,

    Ihren Blog „Ein Buchmanuskript formatieren“ fand ich sehr interessant. Er hat mir viele Fragen beantwortet und war mir eine gute Hilfe.

    Darum möchte ich mich für Ihre Mühe, Ihr Wissen der Öffentlichkeit zugänglich zumachen, recht herzlich bedanken.

    Mit freundlichen Grüßen
    Manfred Heppner

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