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Ein Manuskript formatieren

Verlage und Agenturen erwarten von einem Manuskript für einen Roman, dass es ordentlich formatiert ist. Auch Leseproben, mit denen man sich bei Verlagen und Agenturen bewirbt, sollten so aussehen. Am besten, man schreibt seinen Text gleich von Anfang an auf diese Weise, sonst muss man hinterher mühsam Zeile für Zeile nacharbeiten, was man zu Beginn versäumt hat. Hier die wichtigsten Formatierungsempfehlungen für Romane.

1. Normseite

Das gesamte Manuskript sollte in Normseiten formatiert sein. Eine Normseite besteht aus 30 Zeilen mit je 60 Anschlägen. Der Begriff „Anschlag“ stammt aus Zeiten der Schreibmaschine, gemeint sind Buchstaben oder Leerschritte oder Satzzeichen. Früher war jeder Anschlag genau gleich breit, egal ob dort ein „o“ oder ein „i“ stand. Diese so genannte nichtproportionale Schrift gibt es bis heute als Schriftart auf dem Computer, beispielsweise Courier New, bei der jedes Zeichen den genau gleichen Platz einnimmt. Bei nichtproportionalen Schriftarten lässt sich die Anzahl der Zeichen pro Zeile exakt einstellen. Heute sind jedoch Proportionalschriften wie Calibri üblich. Bei Proportionalschriften nimmt ein Buchstabe nur den Platz ein, den er eben braucht – und damit lässt sich die Zeichenzahl pro Zeile nicht exakt festlegen. In diesem Fall schwankt die Anzahl der Zeichen pro Zeile, doch die Seitenränder (Abstand der beschriebenen Fläche von oben und unten, nach links und rechts) sorgen dafür, dass die Textmenge pro Seite einer durchschnittlichen Normseite entspricht.

In vielen Schreibprogrammen für Autor*innen sind Normseiten voreingestellt. In WORD richtet man einfach so breite Ränder unten und an der rechten Seite ein, dass auf einer Seite nur noch 30 Zeilen mit je etwa 60 Anschlägen Platz haben. Beim Ausdrucken verwendet man Papier im DIN-A4-Format, auf dem die breiten Ränder unten und an der rechten Seite einfach frei bleiben.

Da bei einer Normseite die Zeilen nicht immer ganz vollgeschrieben sind, schwankt die Textmenge pro Seite. Vereinfacht wird davon ausgegangen, dass eine Normseite in der Belletristik rund 1.500 Zeichen (inkl. Leerzeichen) enthält. Auf Wikipedia ist mehr über die Normseite nachzulesen.

2. Zeilenabstand

Der Abstand zwischen den Zeilen ist 1,5-fach.

3. Schrift

Für den Text verwendet man am besten eine gut lesbare Schrift wie Courier in Schriftgröße 11 oder 12. Mit dieser nichtproportionalen Schriftart lässt sich die Normseite exakt einrichten. Wer lieber eine andere Schriftart möchte, kann auch gut lesbare proportionale Schriften verwenden wie Arial oder Times New Roman und das Manuskript so formatieren, dass im Schnitt etwa 1.500 Zeichen inklusive Leerzeichen auf eine Seite passen.

4. Satz

Der Text steht linksbündig im Flattersatz.

5. Worttrennungen

Normseiten enthalten keine Trennungen, deshalb sollte man auf Worttrennungen grundsätzlich verzichten. In einem Textverarbeitungsprogramm schaltet man am besten die automatische Worttrennung ab.

6. Absatz

Die Absätze sind in der ersten Zeile eingerückt (Formatierung in WORD: Absatz > Sondereinzug > Erste Zeile: 0,3). Das gilt nicht für den jeweils ersten Absatz, z.B. für den ersten Absatz im Buch, den ersten Absatz im neuen Kapitel oder den ersten Absatz in einer neuen Szene.

7. Szene

Im gesamten Manuskript beginnt jede Szene mit einer Leerzeile und endet mit einer Leerzeile.

Buchmanuskript Format - Beispiel Szenenende und Szenenanfang

Auf allen Bildern sind Beispiele aus einem meiner Manuskripte zu sehen – einfach draufklicken, dann ist der Text gut zu lesen.



8. Dialoge

Alle Dialoge sind so gesetzt, wie wir es üblicherweise aus Büchern kennen. Dazu verwendet man die im eigenen Textverarbeitungsprogramm üblichen Anführungszeichen. In WORD sind das die Anführungszeichen unten (zu Beginn der wörtlichen Rede) und die Anführungszeichen oben (am Ende der wörtlichen Rede). Möchte der Verlag im Buchsatz andere Zeichen verwenden, so tauscht er diese einfach aus.

  • Fängt eine Romanfigur zu sprechen an, so beginnt die wörtliche Rede mit einem neuen Absatz. Spricht im Anschluss eine andere Romanfigur, so beginnt auch deren wörtliche Rede mit einem neuen Absatz.
     
    „Ist dir kalt?“ 
    „Ja.“

     
     
    Buchmanuskript Format - Beispiel Dialog
    Einzige Ausnahme: Die unmittelbar zuvor stattfindende Handlung gehört zur Sprecherin/zum Sprecher.
     
    Sie schob das Buch zur Seite. „Ist dir kalt?“ 
    „Ja“, antwortete er.

     
     
    Buchmanuskript Format - Beispiel Dialog mit vorhergehendem Satz
     
  • Wenn unmittelbar auf das Gesprochene ein „sagte sie“ oder „antwortete sie“ oder etwas Ähnliches folgt, so fällt am Ende der wörtlichen Rede der Punkt weg. Es folgen die Anführungszeichen oben und ein Komma.
     
    „Mir ist kalt“, sagte sie.
     
     
    Buchmanuskript Format - Beispiel Dialog
     
  • Es fällt jedoch nur der Punkt als Satzzeichen weg, alle anderen Satzzeichen werden wie üblich gesetzt, beispielsweise das Ausrufezeichen und das Fragezeichen. Auch hier folgen im Anschluss die Anführungszeichen oben und ein Komma.
     
    „Ist dir kalt?“, fragte sie.
     
     
    Buchmanuskript Format - Beispiel Dialog mit Anschlusssatz
     
  • Fehlt am Ende der wörtlichen Rede ein „sagte sie“ oder Ähnliches, dann wird der Punkt wie alle anderen Satzzeichen gesetzt. Erst dann folgen die Anführungsstriche oben.
     
    „Mir ist kalt.“
     
     
    Buchmanuskript Format - Beispiel Dialog mit Punkt am Ende
     
  • Sprechen mehrere Romanfiguren hintereinander, dann braucht man eigentlich das „sagte sie“ und „sagte er“, um klarzustellen, wer gesprochen hat. Doch längere Passagen werden dadurch oft zu monoton, weil das „sagte sie, sagte er, sagte sie“ zu oft wiederholt werden muss. In diesem Fall kann ein anderer Anschlusssatz verdeutlichen, wer gesprochen hat. Denn der Anschlusssatz folgt ohne Zeilenumbruch, wenn er zur Sprecherin gehört. Damit wird klar, wer gesprochen hat.
     
    „Mir ist kalt.“ Sie legte das Buch zur Seite.
     
     
    Buchmanuskript Format - Beispiel Dialog mit vorhergehendem und anschließendem Satz
     

9. Fußzeile

Alle Seiten im Buchmanuskript sind fortlaufend nummeriert, das heißt jede Seite trägt eine eigene Seitenzahl. In einer Fußzeile sollte auf jeder Seite außerdem der Arbeitstitel des Romans sowie Name und Mailadresse der Autorin/des Autors stehen. Alle Einzelseiten können dann jederzeit dem richtigen Manuskript zugeordnet werden.

Buchmanuskript Format

10. Ausdruck

Beim Ausdruck sind alle Seiten nur einseitig bedruckt.

Die Bilder zeigen eine Passage aus meinem Krimi „Die Glut des Bösen“, der 2012 im Aufbau Taschenbuchverlag erschienen ist. Als ich das Manuskript damals den Agenturen anbot, trug er den Arbeitstitel „Der Kastrat“.

 

 

Dr. Anette Huesmann ist Autorin, Dozentin für Kreatives Schreiben und Sprachwissenschaftlerin. Sie leitet Workshops zum Kreativen Schreiben, schreibt Bücher und berät (angehende) AutorInnen. Hier finden Sie die aktuellen Schreibkurse und hier erfahren Sie mehr über ihr Beratungsangebot.
  1. Mouad Amrani Antworten

    Sehr geehrte Frau Huesmann,
    vielen Dank für ihren interessanten Beitrag und die hilfreichen Tipps. Meine Frage, darf ein Manuskript bzw. eine Leseprobe beim Einreichen im Verlag Fotos enthalten ? Wenn ja, gibt es Vorgaben in Bezug auf die Größe und die Abstände zum Text? Wie integriert man Fotos in die Normseite?
    Herzliche Grüße Herr Amrani

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Herr Amrani,

      ja, ein Manuskript kann auch Fotos enthalten. Am besten fügt man die Fotos als Anhang hinzu und integriert sie nicht in den Text. Sie sollen ja ebenso wie die Leseprobe nur einen ersten Eindruck geben und nicht das fertige Layout zeigen. Für das Aussehen und damit den Buchsatz ist später der Verlag zuständig.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  2. Martin Ziegler Antworten

    Liebe Frau Dr. Huesmann,
    Ihre sehr hilfreichen Tipps haben mich letztendlich überzeugt, mich doch mal an das Schreiben zu wagen. Ich habe mich für einen autobiografischen Roman entschieden, da ich eine wirklich spannende und gleichzeitig romantische Geschichte zu erzählen habe.
    Und dazu meine Frage: Da die meisten der im Roman vorkommenden Personen noch leben, bin ich gezwungen, Orte und Namen entsprechend zu „verschlüsseln“. Trotzdem ist es wahrscheinlich, dass sich die ein oder andere Person darin erkennen wird.
    Deshalb denke ich darüber nach, unter einem Pseudonym zu schreiben. Akzeptieren Verlage das? Gibt es irgendwelche Einschränkungen oder gesetzliche Vorgaben zu beachten, wenn man persönliche Geschichten aus dem Leben Anderer erzählt/preisgibt?
    Für einen kurzen Hinweis dazu würde ich mich freuen.
    Vorab herzlichen Dank!
    Martin Ziegler

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Herr Ziegler,

      genau über diese Fragen habe ich auf meinem Blog geschrieben – Sie können den Artikel hier nachlesen:

      https://www.die-schreibtrainerin.de/biografie-schreiben-oder-einen-roman/

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

      • Martin Ziegler

        Sorry, ich hatte in diesem Block nicht bis nach unten gelesen. Herzlichen Dank, ich werde alles berücksichtigen.
        Martin Ziegler

  3. Heidi Vultius Antworten

    Hallo Frau Husemann,

    ihr Beitrag hat mir sehr weitergeholfen. Ganz generell möchte ich sagen, dass ich (und so wahrscheinlich auch viele andere) von ihrer Seite sehr profitieren. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken, an dieser Stelle.

    Nun zu einer Frage, zu der ich online bislang keine zufriedenstellende Antwort finden konnte.
    Vor wenigen Tagen habe ich meinen ersten Roman (historischer Roman) beenden können. Das Original-Manuskript fasst circa 750 Normseiten.
    Ist dies zu lang?
    Sollte ich es, bevor ich Leseprobe + Exposé etc. an den Verlag schicke bereits mit dem Kürzen anfangen, oder sollte ich 750 Seiten als Normseiten angeben und (sollte es zu einer Zusammenarbeit kommen) dem / der Lektor*in das Kürzen überlassen?

    Herzliche Grüße

    H. Vultius

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Frau Vultius,

      ein Manuskript mit 750 Seiten unterzubringen, wird nicht einfach sein. Es müsste schon herausragend gut sein, dass ein Verlag das wirtschaftliche Risiko auf sich nimmt. Eine Lektorin wird das nicht kürzen, das kostet zu viel Zeit, das kann nur die Autorin selber kürzen. Also keine leichte Entscheidung.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  4. Chris Boehnke Antworten

    Sehr geehrte Frau Huesmann!

    Ich habe da noch eine Frage zum Szenenwechsel. Jetzt habe ich erfahren, dass die meisten Autoren lediglich eine Leerzeile verwenden. Aber das wird immer dann für mich unübersichtlich, sobald diese an den Anfang oder an das Ende der Seite rutscht. Schon lässt sich ein Szenenwechsel leicht übersehen. Wie handhaben Sie dieses Problem oder was würden Sie mir raten. Die *** finde ich nicht gerade professionell, oder?

    Liebe Grüße
    Chris

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Herr Boehnke,

      in einem Manuskript würde ich für den Szenenwechsel nur eine Leerzeile machen. Ob der Szenenwechsel zusätzlich mit Sternchen versehen wird, ist eine Entscheidung, die das Layout betrifft, wird also später von den Kolleg*innen im Lektorat oder im Buchsatz entschieden. Als Autor*in sollte ich nur ein fehlerfreies Manuskript liefern, die Entscheidungen über das Layout behält sich der Verlag vor.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  5. Sören Antworten

    Sehr geehrte Frau Huesmann,

    vielen Dank für die ausführlichen Tipps! Das ist wirklich eine unschätzbare Hilfe.
    Ich habe eine technische Frage: wie stelle ich Word ein, sodass sowohl mein Name, Titel und E-Mail Adresse in der Fußzeile stehen als auch die Seitenzahl fortlaufend eingetragen wird?
    Ich kann immer nur entweder das eine oder das andere formatieren, aber nie beides gleichzeitig.

    Viele Grüße,
    Sören

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Sören,

      wenn man zuerst Seitenzahlen einfügt und dann im Anschluss eine Fußzeile mit Text hinzufügt, dann überschreibt die Fußzeile die Seitenzahl. Damit die Zahl stehenbleibt, sollte man zuerst eine Fußzeile mit Text einfügen und dann den Cursor innerhalb der Fußzeile stehen lassen und dann in die Fußzeile die Seitenzahl einfügen – dann bleibt sie stehen.

      Viele Grüße
      Anette Huesmann

  6. Hans-Jürgen Lenhart Antworten

    Hallo Frau Huesmann,
    erstmal Gratulation zu Ihrer Seite. Beeindruckende Ratschläge.
    Ich habe ein Buch geschrieben, das grob gesagt eine Mischung aus kurzen Geschichten und Gedichten beinhaltet.
    – Wenn im Normseiten-Manuskript nun von einer Geschichte zwei Zeilen auf die nächste Seite rutschen und danach z. B. ein vierzeiliges Gedicht kommt, sollte man dieses auf eine neue Seite setzen oder darf man es noch direkt nach den zwei Zeilen der Geschichte platzieren?
    – Ich plane in dem Buch bestimmte Typographien – aus inhaltlichen Gründen (z. B. ein kurzer Wechsel in einem Text in eine mittelalterliche Schrift oder auch in Emoticons) wie aus optischen Gründen (z. B. ein kurzer Satz in Kreisform). Das geht ja ins Layout. Welche Möglichkeiten gibt es da, sich richtig zu vermitteln? (Screenshot + Erklärung mitschicken/ kursiv im Manuskript/…?)
    – Unklar ist mir auch das Setzen von Fußnoten. In der Fußzeile der Normseite wiederholen sie sich ja. Oder geht das mit letzter Zeile der Seite in kleinerem Schrifttyp?
    Ich danke Ihnen sehr für eine Antwort.
    Mit freundlichen Grüßen
    Hans-Jürgen Lenhart

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Herr Lenhart,

      die Tipps in diesem Blogbeitrag beziehen sich auf einen Roman.

      Sie haben ein ganz anderes Manuskript. Es wird sehr schwer sein, dafür das Interesse von Verlagen zu wecken. Bei Manuskript-Angeboten interessieren sich Verlage nur für den Text, nicht für die Optik. Deshalb würde ich Ihnen raten, vor allem auf Verständlichkeit zu setzen, nicht auf Optik. Also Lauftext, keine spezifischen Umbrüche oder bestimmte Typographien. Im Anschreiben dann erläutern, dass man mit dem Layout noch mehr aus dem Manuskript herausholen könnte, ohne eigene Vorschläge. Fußnoten gehören in die Fußzeile, sind aber bei belletristischen Texten unüblich, am besten ganz darauf verzichten.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  7. Shawnee Catori Antworten

    Sehr geehrte Frau Dr. Huesmann,

    vielen Dank für die der Öffentlichkeit zugänglich gemachten Informationen. Sie helfen mir mit Ihrem Wissen gerade enorm!
    Eine einzige Frage hätte ich noch offen, um mein Manuskript richtig formatieren zu können.
    Es heißt linksbündig und Flattersatz. Gilt dies auch für die Kapitelangaben und der Inhaltsangabe, oder kann ich diese auch mittig ausrichten?
    Herzlichen Dank für eine Antwort.

    Mit freundlichen Grüßen
    Shawnee Catori

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Frau Catori,

      die Angaben hier auf der Seite gelten vor allem für Romane. Und in Romanen (und auch Sachbüchern) kann man die Kapitelüberschriften mittig ausrichten. Eine Inhaltsangabe gibt es in Romanen nicht. Und in einem Sachbuch würde ich eine Inhaltsangabe immer linksbündig machen bzw. als Blocksatz, wenn am rechten Rand die Seitenzahlen stehen.

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann

  8. Katalin Fischer Antworten

    Hallo Frau Huesmann,
    Sie haben mir schon einmal geholfen, jetzt habe ich noch eine Frage: Sie schreiben: linksbündig, Flattersatz.

    Empfehlen Sie grundsätzlich Flattersatz? Ist er lesefreundlicher, als Blocksatz? Mir scheint, als ob in letzter Zeit die meisten Bücher Blocksatz verwenden würden – täusche ich mich? Oder ist das Ihre persönliche Präferenz?

    Vielen Dank für Ihr Antwort, herzlichst
    Katalin Fischer

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Frau Fischer,

      Buchmanuskripte haben üblicherweise einen Flattersatz. Doch die Formatierung des Manuskripts ist nicht identisch mit dem Layout des Buches, also das Aussehen des Textes nach der Veröffentlichung. Und da haben Sie recht, Bücher haben oft einen Blocksatz. Das ist bei einem Manuskript anders.

      Viele Grüße
      Anette Huesmann

  9. Eric Brose Antworten

    Sehr geehrte Frau Dr. Huesmann,
    mit großem Interesse habe ich Ihre Ratschläge zum formatieren eines Manuskiptes verfolgt. Vielen Dank dafür. Wenn Sie erlauben, möchte ich Ihnen gerne auch eine Frage stellen. In welche Kategorie Buch, sind Geschichten einzuordnen, die in der Erzählform mit wenigen Dialogen geschrieben und darüber hinaus vom Protagonisten selbst erlebt worden sind und ein Thema behandeln, welche den Lesern eine Hilfestellung in bestimmten Lebenssituationen sein kann?

    Mit freundlichen Grüßen
    Eric Brose

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Herr Brose,

      was Sie schildern, passt, soweit ich das einschätzen kann, nicht in die mir bekannten Kategorien.

      Viele Grüße
      Anette Huesmann

  10. Lydia Landeshaupt Antworten

    Hallo Frau Dr. Huesmann,
    das ist interessant zu erfahren, denn mir ist es auch wichtig einen guten Stil zu bewahren. Lieben Dank, sie haben mir geholfen!
    Ihnen wünsche ich eine schöne und besinnliche Zeit, so wie die Weihnachtszeit gedacht ist.
    Lydia Landeshaupt

  11. Lydia Landeshaupt Antworten

    Liebe Frau Dr. Huesmann,
    sehr dankbar bin ich über ihre professionellen Ratschläge. Vielen Dank!
    Sie sind mir sehr wertvoll, denn ich nehme gerade für das erste Mal an einem Schreibwettbewerb teil.
    Eine Sache ist mir noch unklar: in welcher Form schreibt man wörtliche Gedanken einer Person?, die oft direkt im Geschehen der Handlung entstehen.
    Herzlichen Dank für ihre unterstützende Erklärung.
    Lydia Landeshaupt

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Frau Landeshaupt,

      üblicherweise markiert man die Gedanken einer Person nicht: weder mit kursiven Buchstaben noch mit Anführungszeichen noch mit dem Zusatz dachte sie. All das findet man zwar in dem ein oder anderen Roman, doch in Verlagen und Agenturen gilt das oft als schlechter Stil. Deshalb bemühen sich viele Autor*innen darum, die Gedanken so im erzählenden Text mitzunehmen, dass sie als Gedanken einer Figur erkennbar sind, ohne dass man es gesondert markieren oder anzeigen muss. Etwa: Herbert war überzeugt, dass die Kerze bereits seit gestern fehlte oder Klara musste daran denken, wie schlecht das Essen gestern geschmeckt hatte oder ähnlich.

      Viel Erfolg beim Schreibwettbewerb wünsche ich Ihnen!
      Anette Huesmann

  12. Brigitte Raßbach Antworten

    Liebe Frau Dr. Huesmann

    vielen Dank für Ihren Blog und die wertvollen Tipps, die Sie hier zur Verfügung stellen. Ich habe als Kind schon mir unendlich gerne Geschichten ausgedacht, und die kurze Phase, in der in der Schule Fantasieaufsätze gefordert waren, war ein kleines Highlight für mich. Meistens hatte ich in der Prüfungszeit gut und gerne und nahezu mühelos sieben, acht Seiten zusammengeschrieben, die auch immer Anerkennung bei der Lehrkraft bekamen. Damals schon hätte ich am liebsten Bücher geschrieben, mich aber nie getraut, vor allem mein Perfektionismus, gepaart mit fehlendem Selbstvertrauen, stand mir im Weg. Und wie es dann halt geht, die Mitte des Lebens verfing sich im Alltäglichen, in all den Problemen und Problemchen, die einen so durchs Leben begleiten. Jetzt, im Ruhestand, fangen meine Gedanken wieder an, selbstständig Geschichten zu spinnen, zu entwickeln, weiterzubauen, und ich habe meinen großen Spaß daran. Aber erst Ihre Seite hat mir jetzt den letzten Ruck gegeben, doch mal zu Papier zu bringen, was mir da so im Kopf herumgeht. Ich weiß nicht, ob ich jemals etwas veröffentlichen möchte, den Mut dazu finde, es überhaupt zu probieren. Ich will es einfach für mich tun, aus Spaß an der Freude. Ich könnte mir gut vorstellen, dass das mein neues Hobby wird, und vielleicht sogar eine große Leidenschaft. Ich bin Ihnen unendlich dankbar, dass Sie sich so viel Mühe machen mit Ihren Tipps und Anleitungen. So ausführlich, so gut verständlich und nachvollziehbar sind sie, dass sie mich die letzte Hemmschwelle überschreiten lassen, einmal ein eigenes Werk zu Papier zu bringen. Vielen Dank!

    Liebe Grüße
    B. Raßbach

  13. Cindy Koplin Antworten

    Hallo Frau Dr. Huesmann,

    Ihr Beitrag hat mir sehr weitergeholfen, obwohl ich nun schon seit einigen Jahren schreibe. Habe mich nur noch nicht getraut, meine fertigen Manuskripte an Agenturen oder gar an Verlagen zu schicken.

    Ich habe mir leider seit Beginn an (vielleicht etwas Falsches) angewöhnt, statt die normalen Anführungszeichen „so wie man sie hier kennt“, leider »diese hier angewöhnt«.

    Jetzt meine Frage dazu, kann ich »diese hier« weiter benutzen und so im Manuskript stehen lassen, wenn ich das Werk an einem Verlag schicke? Oder wirkt das eher unprofessionell und ich sollte die „Standard-Anführungszeichen“ benutzen?

    Ich bedanke mich schon mal im Voraus über Ihre Antwort. Liebe Grüße aus Frankfurt an der Oder.

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Frau Koplin,

      es ist nicht wichtig, welche Art der Anführungszeichen Sie verwenden – Sie können deshalb die Anführungszeichen so lassen, wie sie sind. Die Formatierung ist wichtig, das heißt, dass an den entsprechenden Stellen Anführungszeichen stehen. Das Aussehen der Formatierung bzw. der Anführungszeichen spielt zu dem Zeitpunkt keine Rolle.

      Viel Erfolg wünsche ich Ihnen!
      Anette Huesmann

  14. Katalin Fischer Antworten

    Hallo Frau Huesmann,
    vielen Dank, ich habe Ihre Anleitung mit großem Interesse gelesen. Natürlich noch eine Frage: in meinem Roman sprechen manchmal viele Leute durcheinander, eine ganze Gesellschaft, wo es auch nicht darauf ankommt, jeden einzelnen Satz einer bestimmten Person zuzuordnen – es geht eher darum, den fröhlich-chaotischen Charakter der Gesellschaft fühlbar zu machen.
    Wie formatiere ich das am besten? Jeden Satzfetzen in einer neuen Zeile setzen?
    Oder, als Veranschaulichung des Durcheinanders, hintereinander, nur durch Anführungszeichen getrennt?
    Oder nach den Anführungszeichen immer drei Punkte am Anfang und am Ende?
    Oder?
    Vielen Dank für Ihre Hilfe, herzliche Grüße
    Katalin

    • Die Schreibtrainerin Antworten

      Hallo Frau Fischer,

      ich würde auch in diesem Fall jeden Satzfetzen in eine neue Zeile setzen. Sonst wird es zu unübersichtlich und die Leser*innen können nicht auf den ersten Blick sehen, dass hier viele Menschen durcheinander reden. Doch vielleicht brauchen Sie dafür auch nicht so viele wörtliche Reden, wenn der Inhalt des Gesprochenen nicht so wichtig ist. Vielleicht können Sie die Atmosphäre dieser Situation mit einer anschaulichen Schilderung der Gesellschaft sogar noch besser rüberbringen?

      Viel Erfolg!
      Anette Huesmann


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