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Wie schreibt man ein Buch?

Wie schreibe ich ein Buch – die zehn besten Tipps, um spannende Bücher zu schreiben.

(Teil 1 von 3)
 
Zuletzt aktualisiert 12.06.2017

Ein spannendes Buch schreiben - die 10 besten Tipps.

Ein Buch schreiben: So fängt man an.


 

1. Der Plot

Will man ein spannendes Buch schreiben, so braucht man einen guten Plot. Das ist der Handlungsverlauf eines Romans, der sich aus allen Ereignissen einer Geschichte ergibt. Das wichtigste Grundprinzip eines spannenden Plots: Kausalität. Das heißt, alle Ereignisse eines Plots sollten kausal zusammenhängen. In einer guten Geschichte passiert nichts, was sich nicht aus dem Vorhergehenden ergibt.

Einzige Ausnahme: der Einstieg. Das erste Ereignis in einem Buch kann rein zufällig sein. Doch es sorgt dafür, dass alle darauffolgenden Ereignisse ins Rollen kommen – deshalb wird es auch auslösendes Ereignis genannt. Das auslösende Ereignis steht zu Beginn einer Geschichte und setzt alles Darauffolgende in Gang. Das ist ganz ähnlich wie beim Dominoeffekt: Der erste Stein fällt und reißt alle nachfolgenden Steine mit. Für einen guten Unterhaltungsroman ist die Kausalität des Plots die wichtigste Basis.
 

 
 

2. Der Hauptkonflikt

Bevor man beginnt, das Buch zu schreiben, sollte man die Handlung der Geschichte in einem Satz zusammenfassen. Das hilft, die wichtigsten Geschehnisse trotz vieler kreativer Einfälle nicht aus dem Auge zu verlieren. Doch der Satz sollte nicht nur eine Zusammenfassung der Geschichte sein, er sollte auch den Hauptkonflikt enthalten. In jedem Buch finden sich eine Menge Konflikte, doch der Hauptkonflikt gibt den rote Faden vor.

Betrachten wir zum Beispiel den Roman „Das Parfum“ von Patrick Süskind. So könnte die Geschichte in einem Satz lauten:

Ein Mann ohne Eigengeruch und mit genialem Geruchssinn will sich aus dem Geruch junger Frauen ein Parfum machen, das ihn liebenswerter macht.

Der Satz fasst zwar das Buch zusammen, doch der Hauptkonflikt fehlt. Mit anderen Worten: Wo ist in dieser Geschichte das Problem? Das, was sie erst so richtig spannend macht? Hier die Zusammenfassung in einem Satz inklusive Hauptkonflikt:

Ein Mann ohne Eigengeruch und mit genialem Geruchssinn ermordet junge Frauen und macht aus ihnen ein Parfum, das ihn liebenswerter machen soll.

In der zweiten Version ist klar, woraus sich in diesem Buch die Spannung ergibt, wo das größte Konfliktpotenzial liegt: Die Hauptfigur des Romans ist ein Mörder. Damit ist klar, dass er eine Menge Ärger am Hals hat. Im Buch ordnen sich alle Ereignisse und Szenen diesem Hauptkonflikt unter – das ist der rote Faden der Geschichte.

Bevor man anfängt das Buch zu schreiben, formuliert man am besten eine Zusammenfassung der Geschichte in einem Satz. Die Zusammenfassung sollte so einfach wie möglich sein. Wird der Satz zu kompliziert, dann ist vielleicht auch die Geschichte zu kompliziert. Geübte AutorInnen kriegen das in den Griff, doch mit weniger Übung könnte das schwierig werden.
 
 

3. Die Dramatik

Ein Unterhaltungsroman besteht aus einer Reihe von Ereignissen. In der Planungsphase sollte man sich die wichtigsten Ereignisse und Wendepunkte des Plots zurechtlegen. Der Hauptkonflikt in einem Satz gibt vor, welche Ereignisse zur Geschichte gehören und welche nicht. Ist der Handlungsverlauf soweit klar, dann sollte er einen guten Spannungsbogen kriegen: Der Plot braucht eine innere Dramatik. Diese entsteht dadurch, dass sich die Ereignisse allmählich zuspitzen.

Um einen guten Spannungsbogen für sein Buch hinzukriegen, kann man mit Dramenmodellen arbeiten. Das einfachste Dramenmodell ist der Dreiakter, der auf Aristoteles zurückgeht. Bis heute wird der Dreiakter für die Dramatisierung von Drehbüchern und Romanen eingesetzt.

1. Akt
Zu Beginn steht ein auslösendes Ereignis und die ersten sich allmählich steigernden Ereignisse.

2. Akt
Die Ereignisse spitzen sich immer weiter zu – bis sie schließlich in einem Höhepunkt gipfeln, der meist eine dramatische Wende für den Handlungsverlauf mit sich bringt.

3. Akt
Im letzten Akt folgt eine Kette von besonders dramatischen Ereignissen und dann der Schluss. Der Schluss muss die logische Folge der vorhergehenden Geschehnisse sein. Je weniger Zufall im Spiel ist, desto mehr Drama.

Bevor man anfängt, das Buch zu schreiben, formuliert man am besten vier Sätze:

Satz 1: Zusammenfassung der Geschichte inklusive Hauptkonflikt.
Satz 2: Auslösendes Ereignis und erster Akt.
Satz 3: Zweiter Akt mit Höhepunkt (= Wendepunkt).
Satz 4: Dritter Akt mit finalem Kampf (Show-Down) und Schluss.

Um ein spannendes Buch zu schreiben, nutzt man am besten Dramenmodelle wie den Dreiakter


Und hier der Dreiakter im Bild: Das auslösende Ereignis bringt die ganze Geschichte in Gang. Danach sollten sich die Ereignisse allmählich zuspitzen und auf einen Höhepunkt zusteuern, der eine dramatische Wende bringt. Danach spitzen sich die Ereignisse weiter zu, dann folgt meist ein finaler Kampf (Show-Down) und der Schluss.


 
 

4. Die Figuren

Spannende Bücher brauchen interessante Figuren. Um das hinzukriegen, entwickelt man die Hauptfiguren für sein Buch dreidimensional. Das heißt, die Figuren brauchen ein prägnantes Äußeres (1. Dimension), sie haben ein psychologisches Profil (2. Dimension) und ein soziales Profil (3. Dimension).

Interessante Figuren sollten außerdem etwas Außergewöhnliches haben. Etwas, das sie aus der Masse hervorhebt: ein außergewöhnliches Hobby oder außerordentliche Charakterzüge oder eine außergewöhnliche Lebensgeschichte oder etwas anderes Einzigartiges.

Am leichtesten gelingen spannende Figuren, wenn man ihnen einen ungewöhnlichen Wunsch mitgibt und den starken Willen, sich diesen Wunsch zu erfüllen – gegen alle Hindernisse. Viele AutorInnen schreiben Bücher, die 300 Seiten und mehr haben. Dann muss man das Interesse am Schicksal der Figur über viele Seiten aufrechterhalten. Verfolgt die Hauptfigur unbeirrt ein bestimmtes Ziel, so bleiben die LeserInnen bis zum Schluss dran um herauszufinden, ob die Figur es am Ende schafft.
 
 

5. Die Spannung

Die Basis für gute Spannung
Plant man ein spannendes Buch zu schreiben, dann sind ein dramatischer Plot und interessante Figuren eine solide Basis für gute Spannung. Das Wichtigste: Plot und Figuren müssen gut zusammenpassen.

Zum Beispiel in einer Liebesgeschichte:

Die Geschichte führt den Helden auf ein Segelboot, obwohl er nie schwimmen gelernt hat. Um sich vor seiner großen Liebe nicht zu blamieren, schweigt er eisern und lässt sich scheinbar entspannt aufs offene Meer hinaussegeln.
Draußen kentert das Schiff. Durch einen unglücklichen Zufall wird seine große Liebe ohnmächtig, geht über Bord und droht zu ertrinken.

Da Plot und Figuren gut zusammenpassen, wissen wir als LeserInnen zu diesem Zeitpunkt längst, dass unser Held nicht schwimmen kann und panische Angst vor dem Wasser hat. Da entsteht die Spannung schon aus der ganz banalen Frage: Wie schafft er es, seine große Liebe zu retten?

Ausbau des Spannungsbogens
Der Spannungsbogen kann noch weiter ausgebaut werden durch zahlreiche Konflikte. Die sorgen dafür, dass der Held eine Menge Probleme am Hals hat: er kämpft gegen die Natur, einen mächtigen Gegner (Antagonisten) oder sich selber.

Zurück zu unserem Beispiel:

Das Schiff kentert. Es ist stürmisch und dunkel. Der Held klammert sich verzweifelt an ein Wrackteil und rudert mit Armen und Beinen, um seine große Liebe vor dem Ertrinken zu bewahren. Diese treibt ohnmächtig in ihrer Schwimmweste auf den Wellen. Dann verhakt sich ein Wrackteil in einer Naht und die Schwimmweste verschwindet im dunklen Wasser – die Ohnmächtige droht unterzugehen. Der Held ist noch zu weit weg, um sie festhalten zu können. Doch er kann nicht schwimmen – wird er es trotzdem schaffen, sie zu retten?

Unterstützung des Spannungsbogens
Um ein spannendes Buch hinzukriegen, sollte man diese Grundspannung durch viele weitere Faktoren unterstützen. Zum Beispiel sorgt man beim Schreiben dafür, dass sich die Ereignisse überschlagen – je kürzer die dramatischen Geschehnisse getaktet sind, desto rasanter das Tempo und desto mehr Spannung baut sich auf. Außerdem ergeben sich weitere Spannungsmomente durch Missverständnisse, Rätsel, Geheimnisse und eine zeitliche Begrenzung. Auch der Schreibstil kann den Spannungsbogen unterstützen, beispielsweise durch eine knappe, gehetzte Erzählweise.
 
 

6. Das Thema

Gute und spannend erzählte Bücher haben oft ein Thema, um das sich alles dreht. Auf diese Weise wird das Erzählte intensiver.

Zum Beispiel „Das Parfum“ von Patrick Süskind. Alles in dieser Geschichte dreht sich um Geruch und Tod. Schon auf der ersten Seite klingt das Thema an:

Zu der Zeit, von der wir reden, herrschte in den Städten ein für uns moderne Menschen kaum vorstellbarer Gestank. Es stanken die Straßen nach Mist, es stanken die Hinterhöfe nach Urin, es stanken die Treppenhäuser nach fauligem Holz und nach Rattendreck, die Küchen nach verdorbenem Kohl und Hammelfett“. Und „am allerstinkendsten Ort des gesamten Königreichs“ wird die Hauptfigur Jean-Baptiste Grenouille geboren: „Es war einer der heißesten Tage des Jahres. Die Hitze lag wie Blei über dem Friedhof und quetschte den nach einer Mischung aus fauligen Melonen und verbranntem Horn riechenden Verwesungsbrodem in die benachbarten Gassen. Grenouilles Mutter stand, als die Wehen einsetzten, an einer Fischbude in der Rue aux Fers und schuppte Weißlinge, die sie zuvor ausgenommen hatte. Die Fische, angeblich erst am Morgen aus der Seine gezogen, stanken bereits so sehr, daß ihr Geruch den Leichengeruch überdeckte.

(Zitate aus Patrick Süskind, Das Parfum, Die Geschichte eines Mörders. Diogenes Taschenbuch 1994, Seite fünf und sieben).

Die Zusammenfassung in einem Satz inklusive Hauptkonflikt zeigt, dass „Geruch und Tod“ bereits in der Grundkonstellation der Geschichte angelegt ist:

Ein Mann ohne Eigengeruch und mit genialem Geruchssinn ermordet junge Frauen und macht aus ihnen ein Parfum, das ihn liebenswerter machen soll.

Aber auch im Handlungsverlauf und bei vielen anderen Details des Romans spielen „Geruch und Tod“ eine wesentliche Rolle. Auf diese Weise zieht sich das Thema durch alle Ebenen der Geschichte. Ein Thema trägt dazu bei, das Erzählte zu verdichten und auf diese Weise zu intensivieren.
 
 

7. Show don’t tell

Das Prinzip „Show don’t tell“ gilt derzeit als eine der wichtigsten Empfehlungen beim Bücherschreiben überhaupt. Dieses Prinzip unterscheidet zwei Arten von Erzählweisen: narrativ und szenisch. Beim narrativen Erzählen werden die Geschehnisse beschrieben.

Beim szenischen Erzählen werden die Ereignisse „gezeigt“ durch Dialoge und Handlungen. Wir schildern bildhaft, was wir vor unserem inneren Auge sehen, damit die Geschehnisse lebendiger werden. Das szenische Schreiben gelingt, wenn wir alle fünf Sinne ansprechen: Wir beschreiben, was die Figuren in der Geschichte hören, was sie sehen, riechen, schmecken und fühlen. Das Ziel ist, dass bei den LeserInnen eine bildhafte Vorstellung von dem Geschehen entsteht.

Klassische Beispiele für die narrative Erzählweise sind Märchen wie Hänsel und Gretel. Hier ein Beispiel, wie sich der Unterschied bemerkbar macht.

So klingt es narrativ:

Hänsel und Gretel verirrten sich im Wald. Dort war es dunkel und kalt, und sie fürchteten sich sehr.

So klingt es szenisch:

Gretel zitterte und ihr blasses Gesicht hob sich von den nachtschwarzen Baumstämmen ab.
„Ich bin müde“, flüsterte sie.
Hänsel wischte sich mit dem Handrücken die Nase.
„Wir müssen weiter“, drängte er.

(Das Beispiel verdanke ich meiner Kollegin Simone Harland und dem Autorenforum Montségur.)

Wesentlicher Bestandteil des szenischen Erzählens sind Dialoge. Aber es kommen noch viele weitere Elemente hinzu, insbesondere bildhafte Schilderungen von Schauplätzen, Figuren und Handlungen.
 
 

8. Die Dialoge

Man könnte meinen, das Wichtigste am Dialog ist, was gesprochen wird. Doch das Gegenteil ist der Fall: Dialoge leben vor allem von dem, was nicht ausgesprochen wird. Der häufigste Anfängerfehler: Die Figuren reden zu viel.

Zurück zu unserem Beispiel von Hänsel und Gretel.

Hier wird zu viel geredet:

Gretel zitterte und ihr blasses Gesicht hob sich von den nachtschwarzen Baumstämmen ab.
„Es ist so kalt hier und wir wissen doch gar nicht, wo wir sind. Außerdem bin ich müde“, flüsterte sie.
Hänsel wischte sich mit dem Handrücken die Nase.
„Bald ist es Mitternacht und wenn wir nicht schnell den Weg nach Hause finden, müssen wir im Wald übernachten. Dort sind wir den wilden Tieren ausgeliefert. Wir haben keine Zeit, wir müssen weiter“, drängte er.

Und so klingt die wortkarge Version:

Gretel zitterte und ihr blasses Gesicht hob sich von den nachtschwarzen Baumstämmen ab.
„Ich bin müde“, flüsterte sie.
Hänsel wischte sich mit dem Handrücken die Nase.
„Wir müssen weiter“, drängte er.

Spannende Dialoge entstehen erst durch Überarbeitung. Steckt man mitten im Schreibprozess, dann schreibt man Dialoge am besten so, wie einem die Worte gerade in den Sinn kommen. Diese erste Version sollte man später überarbeiten: Damit es unterhaltsamer und spannender wird, hilft es oft, die Sätze in direkter Rede soweit zu kürzen, dass sie gerade noch verständlich sind. Den LeserInnen reichen meist schon wenige Worte, um einer Geschichte folgen zu können. Alles, was darüber hinausgeht, wird oft als langweilig empfunden.

Natürlich gibt es richtig gute Bücher mit wortreichen Dialogen. Aber es braucht eine Menge Erfahrung, um ausführliche Dialoge zu schreiben, die nicht langweilen. Deshalb ist es zu Beginn einfacher, Dialoge knapp zu halten.
 
 

9. Das Gefühl

In der Musikszene ist es längst bekannt und wir ZuschauerInnen wissen es spätestens seit „The Voice of Germany“: Beim Singen geht ohne Gefühl nichts. Und beim Malen und Schreiben ist es nicht anders: Nur wenn man sein eigenes, echtes Gefühl in ein kreatives Werk hineingibt, wird es richtig gut. Warum das so ist? Weil wir Menschen sehr feine Antennen für die Gefühle anderer haben. Weil wir merken, ob ein Lied, ein Bild oder eine Geschichte menschliche Gefühle transportiert. Drückt ein kreatives Werk echte Gefühle aus, reagieren wir mit eigenen Gefühlen darauf – wir sind berührt und das Werk hinterlässt einen tiefen Eindruck bei uns.

Doch wie kommen meine Gefühle in das Buch, das ich schreibe? Wenn ich eine Szene schreiben will, dann tauche ich in die Geschehnisse ein, ganz tief, bis ich das fühle, was die Personen in meiner Szene empfinden – das, was ich gerade beschreiben möchte. Erst dann schreibe ich das Ganze auf – aus meinen eigenen, echten Gefühlen heraus.
 
 

10. Ein guter Schreibstil

Die schwierigste Frage zum Schluss: Was macht einen guten Schreibstil aus? Und wie komme ich dahin?
Da hilft nur eines: Ausprobieren. Viel schreiben. Herausfinden, womit man sich wohlfühlt. Zu Beginn kann man sich an dem orientieren, was man selber gerne liest. Eine gute Übung ist es, wenn man seinen eigenen Text immer wieder aufs Neue schreibt in unterschiedlichen Schreibstilen: mal als Comic, mal wie Kafka, mal wie Rowling und mal wie ein Heftroman. So kann man die Unterschiede besser erkennen und lernt, die Sprache bewusst einzusetzen.

Vorsicht ist geboten mit Metaphern und Adjektiven. Viele tolle Bücher sind gespickt davon, doch andere werden dadurch unleserlich. Denn Metaphern und Adjektive sind wie das Salz in der Suppe: Mit Bedacht eingesetzt sind sie wundervoll, aber eine kleine Prise zu viel reicht schon, um das Ganze ungenießbar zu machen.
 


 

Wie schreibt man ein Buch?

1. Teil: Wie schreibt man ein Buch – die 10 wichtigsten Tipps
2. Teil: Ein Buch schreiben – so fängt man an
3. Teil: Ein Buch veröffentlichen – so findet man einen Verlag

 

Sie möchten mehr davon? In meinen Schreibkursen zeige ich, wie man spannende Bücher schreibt – egal ob Liebesgeschichte oder Krimi, Chick-Lit oder Kinderbuch. Hier gibt es eine Übersicht über meine Schreibkurse: Der Basiskurs „Romane schreiben“ und die Vertiefungskurse „Intensivkurs Plotten“ und „Intensivkurs Figuren“.

Dr. Anette Huesmann ist Autorin, Dozentin für Kreatives Schreiben und Sprachwissenschaftlerin. Sie leitet Workshops zum Kreativen Schreiben, schreibt Bücher und berät (angehende) AutorInnen. Hier finden Sie die aktuellen Schreibkurse und hier erfahren Sie mehr über ihr Beratungsangebot.
  1. Lolonatori

    Diese Ratschläge waren sehr hilfreich, danke

  2. Die Schreibtrainerin

    Freut mich :-)

  3. Amra

    Sehr interessant und ausführlich beschrieben. Vielen Dank :-)

  4. Nadine

    Wirklich sehr hilfreiche Tipps und gute Beispiele. Dankeschön. :-)

  5. H.Schroth

    Ich möchte versuchen bzw. ich habe schon angefangen ein Buch zu schreiben und ich finde es gut, dass wenigstens eine gute Tipps verrät. HAT MIR SEHR GEHOLFEN danke.
    LG H.Schroth

  6. ElKaracaoglan

    Für den ersten Eindruck, wie ein Roman aufgebaut sein muss, ist dieser Beitrag sehr hilfreich. Danke für die klaren Beispiele und für die weiterführenden İnfos. Die İnformationen über die „Heldenreise“ hat mir und meinen İdeen weitere positive İmpulse verschafft.

    Danke

  7. Vara Schulz

    Sehr hilfreich….besonders der teil mit dem Spannungsbogen. Ich bin gerade an einem horrorstreifen dran….. vielen dank :)

  8. Julia

    Danke! Ich schreibe gerade an meinem zweiten Buch und diese Tipps haben mir in einigen schwierigen Situationen geholfen ;)

  9. ogle ayan

    danke sehr hilfreich, ich möchte gern ein buch schreiben, aber… :-)

  10. Ebony

    Ich bin aus Brasilien und wohne in Deutschland seit 6 Jahren. Ich schreibe ein Buch auf portugiesisch (meine Muttersprache).
    Ich denke mir, dass ich Schwierigkeit haben werde, einen Verlag zu finden, der mein Buch übersetzen könnte. Ich weiss nicht, ob Sie mich verstehen. Vielleicht wird der Verlag mein Buch ablehnen.
    Das Buch ist noch nicht fertig, aber ich denke schon darüber nach.

  11. Maxel

    Ich versuche derzeit ein Buch zu schreiben. Mein Problem ist, das ich Angst habe, versehentlich Dinge aus anderen Büchern, die ich gelesen habe, einzubauen und dass mein Buch den anderen zu sehr ähnelt. Die Tipps haben mir aber schon etwas geholfen. Danke :-)

  12. Die Schreibtrainerin

    Vielleicht finden Sie einen kleinen Verlag, der auf Bücher aus Brasilien spezialisiert ist. Den könnten Sie auch jetzt schon ansprechen und nachfragen, ob er Interesse an Ihrem Buch hat.

  13. Die Schreibtrainerin

    In den meisten Büchern stehen Dinge drin, die schon von anderen geschrieben wurden. Es gibt fast nichts, was wirklich neu ist. Deshalb kommt es nicht darauf an, etwas vollkommen Neues zu schreiben. Sondern es kommt darauf an, wie Sie es schreiben, wie Ihre ganz individuelle Bearbeitung des Stoffs aussieht. Ihre Sicht der Dinge – das ist das Neue daran.

  14. Christopher

    Sehr gute Tipps! Ich finde es großartig, dass es Menschen gibt, die ihr Fachwissen weitergeben. Theoretisch könnten Sie das Wissen nur für sich behalten und noch mehr Bücher schreiben. Indem Sie Ihr Fachwissen weitergeben – ermöglichen Sie anderen Leuten über sich hinauaszuwachsen, zu lernen und vielleicht irgendwann mal – auch ein Buch zu schreiben.
    Jeder hat ein ausreichend interessantes Leben – so dass jeder zumindest ein Buch verfassen könnte – über sein eigenes Leben. Solche Geschichten machen das Leben wertvoller.

  15. dariajoyce

    Ich bin erst 15 aber ich denke das ich ein gewisses Talent für das Schreiben schon mitgebracht habe. Ich versuch mich momentan an einem liebesroman der auf meinen eigenen Wünschen und Gedanken basiert. Ich habe oft Vorstellungen gehabt die sich in meinem Kopf immer mehr zu einer guten Geschichte weiterentwickelt haben. Doch ich war einfach zu träge diese aufzuschreiben :D Ich hab mich jetzt dazu aufgerafft und Ihre Tips geben mir eine viel bessere Übersicht über meine Ideen die jz mal geordnet sind. Die Geschichte /der Roman wird eine Mischung aus meiner eigenen Geschichte meinen eigenen Wünschen und soll ein bisschen von dem Schicksal her auf „Titanic“und“ das Schicksal ist ein mieser verräter“ beruhen. Mein Problem besteht nur darin dass ich niemanden hab der mein „werk“(falls es eins werden sollte :D ) beurteilt. Meine Mutter weigert sich es zu lesen weil es ihr zu kitschig ist und sonst hätte ich niemand der es ehrlich auf Sprache und geschichte kritisieren würde :/

  16. Damla

    Das sind sehr hilfreiche Beispiele. Dadurch hat man ein einen klareren Kopf und kann leichter an die Sache ran gehen

  17. Marianne Leyendecker

    Die Tips sind sehr interessant und hilfreich.
    ICH bin dabei meine Biografie zu schreiben, mal sehen, wie das wird, suche nun weitere Helfer.
    Danke Marianne

  18. DerPunkt.

    Wenn man ein Buch schreibt, sollte man auf normalem DINA 4 Papier schreiben, oder lieber am Rechner?

  19. Simone Bechstein

    Hat mir sehr geholfen Ordnung in die Sache zu bringen. Bin alles andere als eine Buchschreiberin, habe nur eine, wie ich meine, spannende und interesante Geschichte zu erzaehlen die ich mit anderen teilen moechte. Jetzt muss ich nur schauen wer meine Rechtschreibfehler korrigiert wenn ich fertig bin, da ich ein umgelernter Linkshaendler bin und was das Schreiben angeht voll ausser Uebung. Das Lesen ihrer Empfehlungen hat mir Mut gemacht sodas ich mich jetzt an die Arbeit machen werde. Vielen, vielen Dank Puravida

  20. Die Schreibtrainerin

    @DerPunkt: So, wie man am besten arbeiten kann – das muss man einfach ausprobieren.

  21. Anja Tober

    Hallo,
    sehr interessant… und herzlichen Dank für die Impulse und Tipps.
    Hoffe bald den Mut zu haben anzufangen… bin in jeder Lebenslage in der Neuorientierung…. Beste Grüße Anto

  22. Nils Terborg

    Hallo Anette,

    der Beitrag ist sehr gut strukturiert und verständlich, danke! Ich hatte zwar mehr über das eigentliche Buch schreiben erwartet (eigentlich geht es ja hier eher um Storytelling und um Elemente eines Romans), aber vielleicht kann man weitere Ressourcen zu den Bereichen Motivation, Verlagssuche, Selfpublishing, Schreibprozess, Inhaltskonzeption und das Schreiben eines Sachbuches/Ratgebers ja verlinken :-)

    LG, Nils

  23. Lutz

    Habe mir einige Anregungen holen können. Ich möchte ein Buch schreiben um all das was ich in den letzten Jahren erlebt habe zu verarbeiten.

  24. Nadine Göpfert

    Meine Bücher basieren auf Träumen, habe mittlerweile schon das 7. geschrieben, stimmt es dass die bücher eher nicht so lang sein sollten. Und dann hab ich noch eine Frage, warum darf ich als Hauptperson nicht auch gleichzeitig der Erzähler der Geschichte sein.

  25. Christoph

    Guten Tag,

    ich möchte mich an dieser Frage beteiligen: Nadine Göpfert 26. November 2015 at 19:37
    Meine Bücher basieren auf Träumen, habe mittlerweile schon das 7. geschrieben, stimmt es dass die bücher eher nicht so lang sein sollten. Und dann hab ich noch eine Frage, warum darf ich als Hauptperson nicht auch gleichzeitig der Erzähler der Geschichte sein.

    Ich will mein Leben zu Papier Bringen – von meiner Vorstellung her keine Autobiographie – ich sehe es als Lebensbegleitung oder als Sachbuch und da bin ich die Hauptperson. Denn ich habe eine schwere Reise gemacht, die ich jedem offenbaren will.

    Vielen Dank !

  26. Die Schreibtrainerin

    @Nadine Göpfert und Christoph

    Romane haben die unterschiedlichsten Längen, alles ist möglich. Doch viele Verlage wünschen sich von unbekannten AutorInnen die Durchschnittslänge, also rund 300 Normseiten. Je nach Verlag kann die Wunschlänge der Manuskripte 50 Normseiten mehr oder weniger betragen. Alle Manuskripte, die deutlich darunter oder darüber liegen, fallen aus dem Rahmen. Je nach Verlag nehmen sie das Buch trotzdem oder gerade deshalb. Doch etliche Verlage würden ein solches Manuskript aufgrund der Länge ablehnen. Deshalb rate ich unbekannten AutorInnen, es zunächst mit der üblichen Romanlänge zu versuchen.

    Was die Erzählperspektive betrifft, so ist oft in Ratgebern zu lesen, dass Biografien aus der Sicht einer dritten Person geschrieben sein sollen, nicht aus der Perspektive der Hauptperson. Das klingt angeblich objektiver. Doch manchmal wirkt eine Biografie gerade dann authentisch, wenn sie aus Sicht der Hauptperson geschrieben ist. Das würde ich einfach mal ausprobieren, um herauszufinden, wie gut das funktioniert und wie gut der Text wird.

  27. Liv Tensen

    Hallo,
    ich danke für die guten Tipps und sie werden mir bestimmt noch weiter helfen, obwohl ich gerade sehr eingeschüchtert bin. Ich möchte unbedingt ein Buch schreiben, doch mir fehlt es an einigem. Ein guter Schreibstil und in letzter Zeit lässt auch ziemlich die Grammatik nach. Die Ideen habe ich, aber ganz viele musste ich streichen, da es so ähnliche irgendwo schon mal gab. Man kann sich wirklich die Haare raufen xD Ich hoffe, dass ich nicht abbreche. An alle anderen: Viel Erfolg!

    Liv

  28. Clyde Valentine

    Danke recht herzlich für Ihren Erfahrungsbericht. Das hilft ungemein für Schreibneulinge wie mich :)

    MGLG Clyde Valentine

  29. Luisa

    Vielen vielen Dank für die Tipps.
    Ich schreibe schon seit vielen Jahren und habe verschiedenes ausprobiert, damit es strukturiert wird und sich die kreativen Einfälle nicht überschlagen, sondern ein roter Faden erkennbar bleibt. Dabei habe ich aber immer zu viel geplant und dann fehlte mir oft wieder die Motivation alles in Worte zu fassen.
    Bei mir geht das schreiben leichter wenn ich einfach drauf los schreibe, aber dann können viele Widerstände entstehen.
    Wie soll man ein Buch planen?

  30. Die Schreibtrainerin

    Es kommt darauf an ;-) Es kommt vor allem darauf an, wie Sie am besten arbeiten können. Vielleicht liegt Ihnen das Drauflosschreiben am meisten. Hier können Sie mehr darüber nachlesen, welche verschiedene Arbeitsstile es gibt und welche Vor- und Nachteile sie haben: Plotten oder nicht Plotten?
     
    Wer vor dem Schreiben planen möchte, kann es mit der Schneeflockenmethode versuchen, die hat sich sehr bewährt. Hier ist ausführlich nachzulesen, wie das geht: die Schneeflockenmethode.

  31. Sheila

    Hallo Frau Huesmann,
    Ihr Blog ist sehr interessant. Vielleicht komme ich auf Ihr Onlineseminar noch zurück. Dafür muss ich allerdings noch ein wenig sparen. :-)
    Auch ich habe mit dem Schreiben begonnen und bin blutiger Anfänger. Aber ich habe schon seit Jahren eine Science-Fiction Story im Kopf, die mich nicht loslässt (ich habe es schon versucht). Stattdessen verdichtet und modifiziert sich die Geschichte immer mehr, so dass ich letztes Jahr begann, die Personen zu beschreiben und teilweise zu skizzieren. Zwischendurch überrollen mich starke Zweifel: bin ich überhaupt schlau genug mit einem labberigen Realschulabschluss, bekomme ich den Spannungsbogen hin, werde ich bis zum Schluss plausibel bleiben können, ect. ? Aber dann schaue ich wieder in meinen Vorbereitungsordner, indem ich schon so viele Personen, Planeten und Hierarchien detailliert aufgeschrieben habe, und ich freue mich, dass sie so charakteristisch geworden sind, dass ich sie nur lieben muss. Außerdem macht es einfach zu viel Spaß um nicht weiter zu machen.
    Da ich noch einen 30-Std.-Job, eine Tochter und einen Mann habe, komme ich nur schleppend voran. Allein mein Personenordner, der immer noch nicht fertig ist, nahm bisher fast ein halbes Jahr in Anspruch. Es bilden sich immer weitere Verknüpfungen, Bezüge und Beziehungen, dass viele anfängliche Personenbeschreibungen wieder umgeschrieben werden mussten. Ich mache mir Sorgen, dass ich eventuell auf Seite 250 neue Strukturen entwickele und plötzlich das ganze Buch umschreiben muss. Daher investiere ich lieber jetzt mehr Zeit in die Vorbereitungen. Auch mein erstes geschriebenes Kapitel habe ich bereits mehrfach verbessert und festgestellt, dass es gut ist, nach einem Kapitel ein bisschen „sacken“ zu lassen und immer mal wieder zwischendurch Korrektur zu lesen. Aber selbst meine besten Vorbereitungen sind noch kein Garant fürchte ich… mal schauen, was ich noch dazu lernen kann.
    Viele Grüße und vielen Dank für diese Seite.
    Sheila

  32. laura

    Was macht denn einen spannenden Titel aus?

  33. Die Schreibtrainerin

    Er sollte kurz sein und zusammen mit dem Titelbild einen ersten Vorgeschmack auf den Inhalt des Buches geben – zum Beispiel das Genre anklingen lassen oder schon erste Hinweise auf die Geschichte geben.

  34. Julia

    Vielen Dank für die Tipps und diesen wunderbaren Artikel, der mir wahnsinnige Lust aufs Schreiben macht. Ich habe immer gerne geschrieben, Gedichte, Kinderlieder, irgendwelche Artikel, Tagebücher und mich des öfteren an einzelnen Szenen versucht und Geschichten angefangen, aber immer aus dem Bauch heraus ohne Konzept. Ich glaube, wenn ich strukturierter vorgehe und mir Ihre Tipps zu Herzen nehme, wird es zukünftig besser klappen. Da die Muse ja bekanntlich nur die Fleißigen küsst, möchte ich nun wieder viel mehr schreiben und vielleicht sehen wir uns demnächt bei einem Ihrer Kurse :-)
    Viele Grüße
    Julia

  35. Feli

    Ich schreibe gerade selber ein Buch, das ich gerne veröffentlichen würde, und fand Ihre Tipps sehr hilfreich. Aber ich habe noch eine Frage zum Manuskript: Welche Schriftart und Schriftgröße sollte es sein? Und gibt es eine Normanzahl von Wörtern für ein Buch?

  36. Die Schreibtrainerin

    Wie ein fertiges Buchmanuskript formatiert sein sollte, darüber schreibe ich in diesem Blogbeitrag: Ein Buchmanuskript formatieren.

  37. storygirl

    Ich bin erst 12 und interessiere mich für Geschichten. Momentan schreibe ich sogar eine: Es heißt „mein leben – dein leben – unser leben“ und die tipps haben geholfen.

  38. TheNewStephenKing

    Ich möchte einen Psychothriller schreiben, aber ich bekomme keine langen Kapitel zusammen. Man hat mir gesagt ich könnte daraus eine Kurzgeschichte machen, aber ich will ein richtig großes Buch machen. Es soll mindestens 300 Seiten haben. Haben sie da ein paar Tipps für mich?

  39. Die Schreibtrainerin

    Am besten die einzelnen Kapitel allmählich wachsen lassen: Nach dem ersten Entwurf liegen lassen und sich eine Woche später überlegen, was noch alles in diesem Kapitel passieren könnte. Dann das, was in diesem Kapitel passiert, noch ausführlicher schildern – mehr Dialoge, mehr Handlung, mehr Beschreibung.

  40. Camilla300

    Hallo
    Dieser Artikel hat mir sehr sehr gut gefallen und auch geholfen! Vor allem Punkt 3 (mit den vier Sätzen) hat mir sehr geholfen. Ich habe nämlich vor kurzem begonnen ein Buch zu schreiben und diese Tipps sind wirklich super!
    Ganz lieben Gruß und vielen Dank!

  41. Toni-Giovanni Schiwek

    ich habe sehr lange nach buchschreib tipps gesucht und endlich gute tipps gefunden. vielen dank dass sie das so gut erklärt haben.
    Alle finden mein geschriebenes gut, aber ich weis nicht ob es potenial hat ein buch zu werden.

    lg toni

  42. Iyad

    Hallo Leute
    Ich hab einen Frage,ich komme aus Syrien und mein leben war total schwer, ich möchte gerne über alles schreiben und wie islam war, sehr schlecht für mich und warum habe ich das islam verlassen und viele Sachen.
    Soll ich das machen oder schlechte Idee? Und natürlich brauche ich hilfe für das.

  43. Frederic

    Sehr verehrte Frau Huesmann, vielen Dank für Ihre Ratschläge. Ich habe allerdings dabei ein persönliches Problem. Ich möchte kein Buch schreiben, sondern Lebensgeschichten erzählen. Da ich aber Legastheniker bin, erübrigt sich das SCHREIBEN.
    Nun die Frage, welche Möglichkeiten raten Sie in diesem Fall.
    Liebe Grüße Frédéric

  44. Die Schreibtrainerin

    Hallo Iyad,

    ich denke, es ist eine gute Idee. Helfen können Ihnen dabei Menschen, die auf Biografien spezialisiert sind. Diese unterstützen andere darin, ihre eigene Biografie zu schreiben. Hier finden Sie weitere Informationen: http://www.biographiezentrum.de.

    Viele Grüße
    Anette Huesmann

  45. Die Schreibtrainerin

    Hallo Frederic,

    vielleicht wäre Diktiersoftware eine Lösung für Sie. Sie könnten die Geschichten diktieren, der Computer wandelt sie in geschriebene Sprache um und gemeinsam mit einer Lektorin könnten Sie die Texte überarbeiten. Für das Diktieren von Büchern oder Geschichten braucht man etwas Übung, da die geschriebene Sprache und die gesprochene Sprache sehr unterschiedlich sind. Doch es ist machbar und manche AutorInnen diktieren ihre Bücher und überarbeiten sie dann im Anschluss.

    Viel Spaß beim Geschichtenerzählen
    Anette Huesmann

  46. Markus Hieronimus

    Guten Tag,
    ich finde ihren Beitrag äußerst anregend. Ich selber bin voller Ideen und habe schon lange Zeit daran gedacht, etwas zu schreiben. Mein Problem ist, dass ich nicht sicher bin, in welche Richtung es gehen soll. Denn egal, ob Krimi, Fantasy oder eine andere Richtung, ich habe sofort berühmte Romane vor Augen. Welches es mir schwer macht, etwas zu schreiben, was keine Ähnlichkeiten mit anderen Werken hat.

  47. Die Schreibtrainerin

    Hallo Herr Hieronimus,

    das Besondere und Außergewöhnliche an Geschichten ist das, was ein einzelner Mensch daraus macht. Deshalb lohnt es sich immer, eine Idee umzusetzen, auch wenn es etwas Ähnliches schon gibt. Denkt man beispieslweise an Liebesgeschichten, die sind so alt wie die Menschheit. Und doch entstehen immer wieder neue Geschichten, die den vorhandenen noch eine neue, andere, besondere Facette hinzufügen. Eine Facette, die nur dieser eine Mensch schreiben konnte. So gesehen wäre es schade, wenn Sie Ihre Interpretation einer Idee nicht schreiben.

    Viele Grüße
    Anette Huesmann

  48. Meier, Sven

    Frau Huesmann,
    ich danke Ihnen sehr für diese tollen Tipps. Ohne Ihre motivierenden Worte hätte Ich mich wohl kaum dazu bequemt meine Gedanke auf Papier zu bringen. Jedoch stelle ich mir die Frage, ob es in Ordnung ist, ein Buch weiterzuschreiben? Es gibt da nämlich ein Buch, das mich gefesselt hat und meine Gedanken in Sphären brachte, welche mir bisher verborgen blieben :) Jedoch erscheint mir das Ende dieses Buches so geschrieben worden zu sein, dass man es als Hinweis betrachten kann, es solle irgendwann jemand daran anknüpfen. Die Story hätte ich, nur eben ist die Frage ob sowas doch eher verpönt ist. Liebe Grüße aus dem Breisgau :)

  49. Die Schreibtrainerin

    Hallo Herr Meier,
    ich bin keine Expertin für Urheberrecht und kann deshalb nur schreiben, was ich vermute – aber soweit ich weiß, ist das aus rechtlichen Gründen nicht möglich. Denn eine Autorin hat das Urheberrecht an ihrer Geschichte und auch an den Figuren, die sie sich ausgedacht hat. Sie dürfen also ein Buch nicht „weiterschreiben“ – der Autor oder die Autorin des Buches kann dagegen rechtlich vorgehen. Es sei denn, das Urheberrecht greift nicht mehr, weil die Autorin schon lange tot ist. Oder die Autorin hat ausdrücklich zugestimmt – sogenannte „Fan-Fiction“, also Texte, die bekannte Geschichten weitererzählen, ist erlaubt, wenn die UrheberInnen zustimmen – nachzulesen hier auf Wikipedia: Fan-Fiction. Sie könnten also Kontakt aufnehmen und bei dem Autor/der Autorin des Buches nachfragen, ob Sie das Buch weiterschreiben dürfen.
    Viel Erfolg!
    Anette Huesmann

  50. Nora

    Liebe Frau Huesmann.

    ich war von Ihrem Beitrag sehr begeistert und die Tipps haben mir sehr geholfen. Ich würde aus meinen Ideen gerne ein Buch schreiben, aber ich weiß nicht, ob ich in Vergangenheit oder Gegenwart schreiben soll. Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn sie als erfahrene Autorin mir in diesem Punkt behilflich sein könnten.

    Freundliche Grüße
    Nora

  51. Die Schreibtrainerin

    Liebe Nora,

    viele Bücher sind in der Vergangenheitsform geschrieben (Präteritum – ich aß, ich las, ich schlief usw.), aber auch viele in der Gegenwartsform (Präsens – ich esse, ich lese, ich schlafe usw.). Oft sind es Romane für Erwachsene, die im Präteritum geschrieben sind, und Romane für Kinder, die im Präsens geschrieben sind. Wenn Ihr Buch sich an Erwachsene richtet und Ihnen das Präteritum liegt, dann würde ich im Präteritum schreiben. Denn das Präteritum ist die übliche Erzählzeit – wir sind es gewohnt, dass Geschichten im Präteritum erzählt werden.

    Viel Spaß beim Schreiben und viele Grüße
    Anette Huesmann

  52. Nora

    Liebe Frau Huesmann,

    ich danke Ihnen für diesen Tipp. Ich hätte noch eine weitere Frage an Sie. Würde es Sinn machen in der Sicht von zwei unterschiedlichen Personen zu erzählen oder sollte man das erst machen, wenn man schon mehr Erfahrungen gesammelt hat? Und wie lange sollte in etwa ein einzelnes Kapitel dauern?

    Mit freundlichen Grüßen
    Nora

  53. Die Schreibtrainerin

    Liebe Nora,

    viele Bücher sind aus der Sicht mehrerer Personen geschrieben. In diesem Fall ist die Erzählperspektive meist die personale Perspektive, 3. Person: Die Geschichte wird aus der Sicht einer Figur erzählt, die Teil der Geschichte ist. Es wird beschrieben, was die Figur denkt, was sie fühlt und wie es ihr geht – aber in der 3. Person (also „sie“ oder „er“). Wählt man diese Erzählperspektive, so ist es kein Problem, die Perspektive zu wechseln. In einem Krimi ist beispielsweise eine Szene aus Sicht der Kommissarin geschildert und eine andere Szene aus der Sicht eines Zeugen. Häufig ist es einfacher, eine Geschichte zu erzählen, wenn man verschiedene Perspektiven hat. Deshalb würde ich das auch als angehende Autorin machen, wenn es zur Geschichte passt.

    Viel Spaß beim Schreiben und viele Grüße
    Anette Huesmann

    P.S. Es gibt die unterschiedlichsten Kapitellängen – von einer Seite bis hin zu 30 Seiten findet man alles. Im Durchschnitt ist ein Kapitel oft zwischen 10 und 20 Seiten lang.

  54. Björn

    Das war ein sehr hilfreicher Beitrag, der einen gut in die Materie einführt. Ich freu‘ mich schon darauf, morgen die beiden weiteren Teile zu lesen.

    Im letzten Satz von Abschnitt 9 hat sich übrigens ein doppeltes Leerzeichen eingeschlichen.

    Vielen Dank für diesen Ratgeber!

  55. Erin

    Liebe Frau Huesmann,

    Ich bin zwar erst sechszehn, aber ich wage mich dennoch daran einen Roman zu schreiben. Genau genommen, habe ich damit vor zwei Jahren bereits angefangen, mit einer, für meinen Geschmack viel zu langen Pause, doch nun geht es wieder. Um nicht vom Thema abzuweichen, hier ganz direkt meine Frage an Sie: Ich habe das Gefühl, dass die Dialoge teilweise tatsächlich etwas lang geraten sind. Ich liebe Dialoge und baue sie gefühlt viel zu häufig ein. Dazu haben sie häufig nicht wirklich was mit dem Plot zu tun, sondern sind eher witzige Andeutungen, oder- Naja, insgesamt sind sie recht humoristisch und wenig von Bedeutung was den Kern der Geschichte betrifft. Ist das was Schlechtes?

    Ich wäre Ihnen unendlich dankbar, wenn Sie sich eine Minute Zeit nehmen könnten, um mir meine Frage zu beantworten!

    Mit freundlichen Grüßen
    Erin

  56. Die Schreibtrainerin

    Liebe Erin,

    tatsächlich sollten Dialoge nicht zu lang sein und die Geschichte voran treiben. Sind die Äußerungen der Figuren wirklich witzig, dann verzeiht man ihnen auch mal, dass sie nur Nebensächliches erzählen. Doch das darf man nicht überstrapazieren – kommt das ab und zu mal vor, ist das in Ordnung, ist das zu häufig, verliert die Geschichte dadurch sehr viel Spannung.

    Viel Spaß beim Schreiben wünscht
    Anette Huesmann

  57. Kathi

    Liebe Frau Huesmann,

    ich bin 15 und möcht gerne einen Roman über Freundschaft schreiben. Ich habe mich an Ihre Tipps gehalten, habe aber immer noch Schwierigkeiten damit, nach dem Einstieg richtig ins Geschehen zu finden und einen längeren Akt daraus zu machen!
    Über hilfreiche Tipps wäre ich seeeeehr glücklich!

  58. Die Schreibtrainerin

    Liebe Kathi,

    das Wichtigste: dran bleiben. Die Geschichte weiterentwickeln, den Text weiterschreiben. Dabei immer wieder den vorhandenen Text überarbeiten und das ein oder andere neu schreiben. Und immer wieder verbessern. Denn einen Roman schreibt man nicht in zwei Wochen oder zwei Monaten. Man braucht zwei Jahre. Und im Laufe dieser zwei Jahre muss man das, was man schon hat, immer wieder verbessern. Dann wird es allmählich :-)

    Viel Freude beim Schreiben
    Anette Huesmann

  59. Janika Jensen

    Liebe Frau Huesmann,

    danke für den wunderbaren Artikel. Ich habe Ihre Tipps sofort umgesetzt und es hilft mir jetzt schon. Ich überlege schon seit Jahren an einem Roman hin und her. Hatte mich bis jetzt aber nie getraut zu schreiben, da meine Rechtschreibung katastrophal ist.
    Ich merke jetzt, dass ich sehr in die Details gehe und bin verunsichert, ob das dem Ganzen nicht die Spannung nimmt. Auf der anderen Seite finde ich es wichtig, ins Detail zu gehen, damit man die Geschichte vor seinem inneren Auge sieht.
    Sie schreiben, dass die Geschichte mit dem Plot beginnen sollte. Ich habe zwei Hauptpersonen, die sich im Laufe des Buches kennen und lieben lernen. Das Buch dreht sich um Ihn und Sie. Ich habe mich entschieden, im Vorwort den Tod seiner ersten Geliebten zu zeigen. Da der Mörder im Verlauf des Buches zurück kehren wird, wird die neue Liebe fast ausgelöscht. Aber die Frau, die im Moment noch präsenter ist im Buch, ist eigentlich auch meine Protagonistin. Hat auch eine Vorgeschichte, die sie belastet und die für den Verlauf des Buches wichtig ist. Ihre Geschichte möchte ich aber erst langsam in Rückblenden einfließen lassen. Für die Spannung. Meine Frage ist nun, kann ich das? Ich weiß, es ist anspruchsvoll, aber ich hoffe, dadurch noch zusätzlich Spannung aufzubauen.

    Ich danke Ihnen jetzt schon für die Antwort.
    Mit freundlichen Grüßen J.Jensen

  60. Die Schreibtrainerin

    Hallo Frau Jensen,

    mit Rückblenden verliert eine Geschichte oft an Spannung, da eine Rückblende die LeserInnen aus der aktuell erzählten Geschichte herauskatapultiert. Deshalb würde ich an Ihrer Stelle ausprobieren, ob Sie mit den Rückblenden tatsächlich mehr Spannung aufbauen können, oder ob der Text dadurch womöglich sogar an Spannung verliert. Deshalb mein Tipp: Schreiben Sie eine Passage mit einer oder mehreren Rückblenden, geben Sie den Text an TestleserInnen (möglichst nicht die eigene Familie oder der Freundeskreis ;-)) und finden Sie heraus, ob die Rückblenden zum Spannungsaufbau wirklich funktionieren.

    Viel Freude beim Schreiben wünscht
    Anette Huesmann

  61. Anja

    Vielen Dank für den interessanten Beitrag. Er ist sehr informativ und den ein oder anderen Tipp kann ich sehr gut auf meinen geplanten Graphic Novel übertragen. Ich kämpfe zur Zeit noch mit dem Plot, obwohl ich einige Szenen und die Hauptcharaktere schon genau vor Augen habe.

  62. Cambio

    Vielen, vielen Dank! Kurz und Knackig … !

  63. rosalie

    Ich schreibe gerade an einer geschichte und bin eigentlich fast fertig, aber ich bekommen einfach den bogen zu dem finale nicht hin. Es ist als würde sich die geschichte endlos ziehen. Danke für die vielen tipps, die sie geben, ohne die wäre die geschichte gar nicht entstanden.

  64. Die Schreibtrainerin

    Schön, freut mich :-) Um das Ende zu schaffen, würde ich mich auf die Struktur besinnen – also ein paar Tage warten, um etwas Distanz zur Geschichte bekommen und dann überlegen, welches ein logischer und schlüssiger Schluss für das Ganze wäre. Sobald man weiß, auf welches (konkretes) Ende man zuarbeitet, entwickelt sich das meist wie von allein.
    Viel Spaß beim Schreiben
    Anette Huesmann

  65. Antonietta

    Ich würde gerne ein Buch über mich schreiben, von meinem Leben und was ich bis heute erlebt habe. Wer kann mir dabei helfen oder Tipps geben, ich würde mich sehr darüber freuen.

  66. Monika Leonhardt

    Hallo liebe Frau Huesmann,

    erst heute bin ich auf Sie aufmerksam geworden. Ich schätze und bewundere es sehr, daß Sie Ratsuchenden mit wertvollen Hinweisen weiterhelfen. Das hat mich ermutigt, mich auch mit einigen Fragen an Sie zu wenden.
    Ich schreibe Kurzgeschichten, die ich auch schon bei Wettbewerben eingereicht habe und die auch Anerkennung fanden und gedruckt wurden. Ich möchte jetzt meine Kurzgeschichten zu einem Buch zusammenfassen, habe aber keinerlei Erfahrung worauf ich achten muß und wie man einen Verlag findet. Ich wäre Ihnen sehr dankbar wenn Sie mir mit ein paar Tipps weiterhelfen könnten.
    Vielen Dank schon mal im Voraus.
    Mit freundlichen Grüßen
    Monika Leonhardt

  67. Salome

    Liebe Frau Huesmann,

    vielen Dank für ihre sehr hilfreichen Ausführungen! Ich habe sie mit grossem Interesse gelesen.

    Ich liebe es, Geschichten, Theater oder Gefühle aufzuschreiben. In den letzten Monaten habe ich zusammen mit meiner Tochter eine sehr, sehr einschneidende Zeit erlebt. Ich würde liebend gerne ein Buch darüber schreiben und veröffentlichen. Dabei erhoffe ich mir nebenbei, diese Erlebnisse stückweise zu verarbeiten. Nun zu meiner Frage: Wäre es sinnvoll, eine Biografie zu schreiben, oder kann ich einen „Roman nach einer wahren Begebenheit“ verfassen? Als Hauptperson mich selber, allerdings nicht in der Ich-Form. Ich habe das Gefühl, mir liegt es besser, einen Roman daraus zu schreiben. Ich bin mir aber nicht sicher, ob ich die Spannung hinkriege, da der Ort fast nie wechselt. Was denken Sie darüber? Es würde mir viel bedeuten, wenn Sie sich kurz Zeit nehmen würden, meine Frage zu beantworten.
    Herzlichen Dank, Salome

  68. Ursula S.

    Sehr hilfreiche, kurze Tipps. Besten Dank!

  69. Die Schreibtrainerin

    Hallo Salome,

    beides ist möglich – Sie können eine Biografie darüber schreiben, oder einen Roman mit biografischen Anteilen. Es gibt verschiedene Ausprägungen – mehr dazu finden Sie hier: http://www.die-schreibtrainerin.de/buecher-genre/. Um Spannung aufzubauen, ist ein Ortswechsel nicht notwendig – da gibt es sehr viele verschiedene andere Ansatzpunkte, um spannungsvoll zu schreiben. Ratgeber und/oder Workshops können helfen, das Projekt in den Griff zu bekommen und zu lernen, wie man Spannung aufbaut.

    Viele Erfolg!
    Anette Huesmann

  70. Die Schreibtrainerin

    Hallo Frau Leonhardt,

    mehr dazu finden Sie hier in meinem Blogbeitrag: Wie man ein Buch veröffentlicht.

    Viel Erfolg!
    Anette Huesmann

  71. Sir.Robo

    Vielen Dank, die Tipps haben mir weitergeholfen.

  72. Siggi

    Sehr schöne Tipps, die mir teilweise echt weitergeholfen haben.

    Zzt schreibe ich an einen Buch über einen reisenden Autoren, der sich Geschichten anderer Leute anhört, und während er sich Notizen darüber macht, erinnert er sich dabei an frühere Geschehnisse aus seinem Leben mit dem selben Thema.

    Ich habe das Gefühl, als ob dieses ständige Springen zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit des Autors zu kompliziert/verwirrend sein kann für die Leser.
    Zudem kann diese „Themawiederholung“ zu langweilig für den Leser sein.
    Macht es darum Sinn in dieser Art der Erzählung weiterzuschreiben oder sollte ich den Erzählstil ändern?

    Gruß

  73. Die Schreibtrainerin

    @Siggi
    In der Tat, eine der anspruchsvollsten Herausforderungen beim Schreiben ist der Umgang mit Zeitsprüngen. Das gut hinzukriegen ist schwer, aber gerade deshalb reizvoll. Ich würde das mal ausprobieren und anderen zu lesen geben, um herauszufinden, ob Ihnen das gut gelingt. Wenn man mit dem Schreiben noch am Anfang steht, würde ich das nicht unbedingt als erstes Projekt wählen, das macht den Einstieg und das Vorankommen beim Schreiben noch schwieriger.

    Viel Erfolg!
    Anette Huesmann

  74. Martin Reichenberg

    Mein Tipp für Anfänger. Nutzt für erste Anfänge eine Open-Source plattform. Ich schreibe derzeit zb eine fanfic für stranger things und plane derzeit ein ganz eigenes Projekt. Der Vorteil ist das man egal wie kurz die Kapitel sind fast direkt Rückmeldung bekommt. Mir hat dies beim Einstieg sehr geholfen und es ist unheimlich motivierend. Wer mir nicht glaubt sucht bei wattpad einfach nach „Zusammen durch die Dunkelheit“ fangt einfach mit einem kleinen Projekt an und wenn den Leuten euer Stil gefällt wagt euch an etwas größeres.

  75. Rahel B.

    Guten Abend,
    auch ich fand die Tipps sehr hilfreich. Vielen Dank!
    Ich habe bereits seit langem eine etwas neuere Idee für ‚einen‘ Roman. Es handelt sich um eine Geschichte mit demselben Anfang, jedoch kann der Leser während des Lesens zweimal eine eigene Entscheidung treffen, wie es weitergehen soll. Sprich, ich würde eine Geschichte schreiben mit demselben Anfang, die sich in der Mitte in zwei unterschiedliche Richtungen trennt und dann gegen Schluss noch einmal in zwei, also insgesamt vier, individuellen Schlüssen endet. Das heisst das Buch würde den gleichen Anfang haben, aber je nach dem, wie sich der Leser entscheiden, in einem Liebesroman, einem Krimi etc. enden.
    Ich konnte bisher nirgends eine solche Buchform finden, wüsste auch gar nicht, wie man die nennt, und wollte bei Ihnen nachfragen, ob so etwas überhaupt möglich wäre oder so etwas laut Ihrer Erfahrung bei Lesern gut ankommen würde?
    Liebe Grüsse, Rahel

  76. Annika

    Hallo Frau Huesmann,

    ich habe mich schon seit meiner Kindheit für das Schreiben interessiert. Ich habe nun nach sehr langer Überlegung einen Plot im Kopf, von dem ich zu 100% überzeugt bin. Ich habe allerdings das Problem, dass mir neben dem „Hauptplot“ nicht so richtig Ideen kommen, welche Zwischenhandlungen ich einbauen könnte. Also damit meine ich, was in der Story abgesehen vom Hauptthema alles passieren, stattfinden oder gesagt werden könnte. Das ganze drumherum eben. Haben Sie da vielleicht Tipps für mich?

    LG Annika

  77. Die Schreibtrainerin

    Hallo Rahel,

    das klingt nach einem spannenden Experiment. Im Fernsehen hat es solche Filme schon gegeben, bei denen die ZuschauerInnen über das Ende entschieden haben. Auch bei E-Books gab es solche Pläne schon, aber bei gedruckten Büchern habe ich noch nicht davon gehört. Wenn Sie Lust auf ein solches Experiment haben, dann sollten Sie es ausprobieren. Es ist sicher Geschmackssache, ob man so etwas mag. Es kann natürlich dazu führen, dass Sie nicht so viele LeserInnen erreichen. Doch wenn Sie dafür brennen, sollten Sie es trotzdem versuchen.

    Viel Erfolg!
    Anette Huesmann

  78. Die Schreibtrainerin

    Hallo Annika,

    es braucht nicht immer einen Nebenplot. Viele Geschichten haben einen spannenden Hauptplot und nicht mehr. Wenn Sie bei Ihrer Geschichte keine Handlung haben, die sich für einen Nebenplot eignet, würde ich mich darauf konzentrieren, den Hauptplot so interessant und spannend zu erzählen wie möglich. Das kann vollkommen ausreichen.

    Viele Grüße
    Anette Huesmann

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